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Forum: Geschichte
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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Geschichte >> Sinti und Roma

Thread-View:
1. revolutionsound, 04.04, 01:14 (Start)  *
  2. Bodo, 05.04, 13:11 (1)  *
    3. revolutionsound, 05.04, 18:16 (2) 
      4. HeldenUndDiebe, 06.04, 00:41 (3) 
        5. revolutionsound, 06.04, 21:00 (4) 
  6. revolutionsound, 06.04, 21:04 (1)  *

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Angezeigtes Thema: 'Sinti und Roma'
Beitrag Nummer 1 plus 2 Antworten

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 04.04.2004 um 01:14 (2875 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Es steht die die historische Ost-Erweiterung der EU bevor. Damit erschliessen sich zahlreiche Staaten den Blick der Bürger/Innen und der Medien. Ein beitretender Staat ist die Slowakei. Die Slowakei, in der heute ein neuer Präsident gewählt wird, gilt als Musterschüler unter den EU-Neulingen. Doch die wirtschaftlichen Erfolge des Landes gehen auf Kosten der Außenseiter: Die Roma werden noch stärker an den Rand der Gesellschaft gedrückt, inzwischen kommt es zu Aufständen. Europas vergessenes Volk

Damit sie nicht weiter vergessen werden, sollen die Sinti und Roma und ihre Geschichte an dieser Stelle in Erinnerung gerufen werden.

Die Weltpopulation der Sinti, Roma und anderer zugehöriger Gruppen beträgt heute etwa zwölf Millionen. Die größten Gemeinschaften befinden sich in den osteuropäischen Ländern (jeweils 300.000 bis zu einer Million Roma; in Rumänien nach Schätzungen sogar 1,5 bis drei Millionen) und in Spanien (400.000 bis 500.000 'Cale'). In der Bundesrepublik leben nach Schätzungen etwa 60.000 - 70.000 deutsche Sinti und etwa 40.000 deutsche Roma. Die Zahl der osteuropäischen Roma, die sich derzeit in Deutschland um Asyl bewerben oder als geduldete Flüchtlinge hier leben, ist schwer zu schätzen. Vermutlich halten sich derzeit etwa 20.000 Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo bei uns auf.

Sinti und Roma sind zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert aus ihrer ursprünglichen Heimat, dem indischen Punjab, über Pakistan, Iran, die Türkei und die Balkanländer nach Europa gekommen. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie vor allem als Schmiede, Werkzeugmacher, Kesselflicker, Scherenschleifer, Korbflechter und Pferdehändler, manche auch als Musikanten und Künstler. Große Gruppen ließen sich im osteuropäischen Raum - den heutigen Ländern Rumänien, Bulgarien, auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien, der Slowakischen und der Tschechischen Republik sowie in Ungarn - nieder. Andere zogen nach Westeuropa weiter. 1392 wurden die Sinti in Hildesheim erstmals urkundlich erwähnt.

Warum sind sie aus ihter ursprünglichen Heimat Punjab in Indien weggezogen?


Im Zeitalter der Aufklärung wurde mit entsprechenden Gesetzen (Sprachverbot, Zwangsehen mit Nicht-"Zigeunern", Wegnahme der Kinder) ihre Assimilation angestrebt. Ab Mitte des 18.Jahrhunderts, als aus Ost- und Südosteuropa verstärkt Roma zuwanderten, begann man in Deutschland, zunächst die ausländischen Roma und ab Beginn des 20.Jahrhunderts auch die deutschen Sinti systematisch zu erfassen. Auf dieses während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik aufgebaute behördliche Registrationsnetz konnten einige Jahrzehnte später die nationalsozialistischen Behörden bei der Ausführung ihrer Vernichtungspolitik zurückgreifen. Aus anderen europäischen Ländern - Skandinavien, Frankreich, Ungarn und den Balkanländern - sind ähnliche Gesetze, Erlasse und Verordnungen wie in den deutschen Fürstentümern und Ländern bekannt. Die damals noch häufig praktizierte reisende Lebensform der Sinti und Roma, die im Grunde nirgendwo geduldet waren, wurde schließlich zu ihrer Überlebensstrategie.

weiter hier...

--> Gesellschaft für bedrohte Völker <--

Sinti und Roma
Basisfakten im Überblick


_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 05.04.2004 um 13:11 (3536 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Da kam neulich eine Doku über S+R in einem osteuropäischen Land. Da konnte man sehen, daß die der gesellschaftlichen Entwicklung einiges hinterherhinken. Von der Empanzipation der Frau sie sie weiter entfernt als der Papst im Mittelalter und diese Nummern mit Familie-Ehre, Fehme usw. finde ich auch schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Mal so gesagt: Es gibt Leute, die machen es der Gesellschaft nicht unbedingt leicht, sie mich ihnen anzufreunden.

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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 06.04.2004 um 21:04 (3547 mal angezeigt)   ( 2. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Sinti und Roma: ein Überblick

Anders als die NS-Verbrechen am jüdischen Volk, wurde der Völkermord an den Sinti und Roma nach Ende des Dritten Reiches bei uns bis 1979 verleugnet. Ihre Diskriminierung und Verfolgung wurde fortgesetzt: Nach Kriegsende wurde in Bayern die Landfahrerzentrale als Nachfolgeinstitution der NS-Zigeunerzentrale eingerichtet. Sie arbeitete bis 1970 mit Nazi-Akten zahlreicher deutscher Sinti und Roma weiter. Viele von ihnen blieben zunächst staatenlos, weil ihnen die Staatsbürgerschaft unter Hitler entzogen worden war. Nur unter erheblichem öffentlichem Druck bekamen die letzten von ihnen in den 80er Jahren endlich ihre deutsche Staatsangehörigkeit wieder.

Nach dem Motto: das Verbrechen wird in der Demokratie konsequent weitergeführt?! Mit welchem Motiv wurden die NS-Verbrechen an Sinti und Roma bis 1979 (!) verleugnet?

Welche Quellen gibt es zu den Vorgängen in den 80ern?

_________________
Die Justiz der Justiz ist das Volk.

Wisse oder Diskutiere.

[ Geändert von revolutionsound am 06.04.2004 ]

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