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Forum: Politik Aktuell
Moderiert von: Bodo, revolutionsound
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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Politik Aktuell >> BRD: Folter im Ausnahmefall

Thread-View:
1. revolutionsound, 24.02, 18:06 (Start)  *
  2. Bodo, 26.02, 15:54 (1)  *
    3. revolutionsound, 27.02, 20:58 (2) 
      4. Bodo, 27.02, 21:45 (3) 
        5. revolutionsound, 27.02, 21:58 (4) 
          6. Bodo, 28.02, 00:14 (5) 
          7. revolutionsound, 28.02, 12:49 (6) 
            8. Bodo, 28.02, 14:27 (7) 
9. Sozialist, 01.03, 17:27 (1)  *
  10. revolutionsound, 02.03, 20:44 (9) 
    11. Sozialist, 03.03, 20:02 (10) 
      12. revolutionsound, 04.03, 12:29 (11) 
13. Sozialist, 04.03, 17:22 (12) 
14. Bodo, 05.03, 14:16 (12) 
  15. Sozialist, 05.03, 15:41 (14) 
    16. revolutionsound, 05.03, 16:59 (15) 
  17. revolutionsound, 05.03, 16:59 (14) 

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Angezeigtes Thema: 'BRD: Folter im Ausnahmefall'
Beitrag Nummer 1 plus 2 Antworten

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 24.02.2003 um 18:06 (1391 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Polizeiexperten wollen in Ausnahmefällen foltern dürfen.
Der Vorsitzende des Richterbundes, Geert Mackenroth, ein zwei Meter hoch gewachsener Mann, hat sich relativieren müssen. Polizeiliche Folter sei unter bestimmten Bedingungen "vorstellbar", hatte er erklärt.
Ein Hauch von Mittelalter
Das sieht mir einfach nach staatlich genehmigte Kriminalität aus. Nicht, dass das fernliege, was könnte nicht alles unter Folter fallen? In den Bereich Folter fällt nicht zuletzt die Isolationshaft, und die wurde und wird hierzulande en masse praktiziert. Wo soll oder kann das hinführen? Und warum ist einigen Polizeiexperten die Folter als Mittel so wichtig? Sollen in Ausnahmefällen juristische Vergehen genehmigt werden, die woanders überall strafgeahndet würden? Zufügen von Schmerzen, diversen 'medizinischen' Mitteln, ...

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 26.02.2003 um 15:54 (1794 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Hi

Am 2003-02-24 18:06 hat revolutionsound geschrieben:

Das sieht mir einfach nach staatlich genehmigte Kriminalität aus. Nicht, dass das fernliege, was könnte nicht alles unter Folter fallen? In den Bereich Folter fällt nicht zuletzt die Isolationshaft, und die wurde und wird hierzulande en masse praktiziert. Wo soll oder kann das hinführen? Und warum ist einigen Polizeiexperten die Folter als Mittel so wichtig? Sollen in Ausnahmefällen juristische Vergehen genehmigt werden, die woanders überall strafgeahndet würden? Zufügen von Schmerzen, diversen 'medizinischen' Mitteln, ...

Das ist ein ganz schwieriges Thema, über das man verständlicher Weise öffentlich kaum sprechen kann.
In dem Entführungsfall, an dem sich die Diskussion konkret entflammt hat, ging es immerhin darum, daß Leben eines Kindes zu retten. Es gab einen Täter, der die Möglichkeit zur Rettung hatte, aber nicht helfen wollte (das der Junge zu diesem Zeitpunkt schon ermordet war, ist hier irrelevant, weil die Polizei das nicht wußte und der Täter es auch nicht gesagt hat).
Deswegen: Unter den Bedingungen, daß man definitiv den Täter hat und daß der Täter die zur Rettung seines Opfers nötigen Informationen liefern kann, aber nicht will, halte ich die Androhung von Gewalt und notfalls auch die Umsetzung für legetim. Es geht nicht an, daß die körperliche Wohlbefindlichkeit eines Gewaltverbrechers wichtiger ist, als das Leben seines Opfers. Zumal wenn der Täter den Übergriff einfach dadurch abwenden kann, daß er sagt, was wirklich ist.

Jetzt hat das in der Praxis aber mindestens Probleme:
1. Kann man nie genau wissen, ob der Täter wirklich der Täter ist.
2. Kann man nie genau wissen, ob der Täter die Informationen liefern kann.

Deswegen muß es in der Praxis verboten bleiben. Weil ansonsten würde es zwangsläufig auf Willkürhandlungen rauslaufen und das darf nicht passieren. Es darf nicht dazu führen, daß einem Unschuldigen etwas angetan wird, um andere Unschuldige zu beschützen. Dann haben wir verloren.

Eine Alternative wäre eventuell eine medikamentöse Behandlung, die beispielsweise vorrübergehend den Willen bricht oder das Lügen unmöglich macht. So etwas würde ich praktisch bei einem konkretem Tatverdacht befürworten. Aber auch dann nur für überprüfbare Informationen (z.B. wo ist das Opfer versteckt), aber nicht für unüberprüfbare (z.B. ein Geständnis).



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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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Von: Sozialist (Rang: Vielschreiber)   Beiträge: 783
Mitglied seit: 29.09.2002
Geschrieben am: 01.03.2003 um 17:27 (1786 mal angezeigt)   ( 2. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2003-02-24 18:06 hat revolutionsound geschrieben:

Polizeiexperten wollen in Ausnahmefällen foltern dürfen.
Der Vorsitzende des Richterbundes, Geert Mackenroth, ein zwei Meter hoch gewachsener Mann, hat sich relativieren müssen. Polizeiliche Folter sei unter bestimmten Bedingungen "vorstellbar", hatte er erklärt.
Ein Hauch von Mittelalter
Das sieht mir einfach nach staatlich genehmigte Kriminalität aus. Nicht, dass das fernliege, was könnte nicht alles unter Folter fallen? In den Bereich Folter fällt nicht zuletzt die Isolationshaft, und die wurde und wird hierzulande en masse praktiziert. Wo soll oder kann das hinführen? Und warum ist einigen Polizeiexperten die Folter als Mittel so wichtig? Sollen in Ausnahmefällen juristische Vergehen genehmigt werden, die woanders überall strafgeahndet würden? Zufügen von Schmerzen, diversen 'medizinischen' Mitteln, ...

Der Polizeipräsident, der das gesagt hat, meinte ebenfalls, dass man das ja so machen könnte, dass weder bleibende Schäden, noch irgendwelche sichtbaren Verletzungen zurückbleiben. Deshalb sollte man dafür Polizeibeamte speziell in techniken Ausbilden, die bestimmte nerven (zum beispiel im Ohr) so reizen, dass es unerträgliche Schmerzen gibt. Da ergibt sich für mich folgendes problem: Wenn Polizisten in solchen Methoden ausgebildet werden, wer kann dann noch kontrollieren, wann und wie sie diese Methoden einsetzen?

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wieder da...

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