Willkommen
  Einen Account anlegen    
Mehr Demokratie wagen
· Startseite
· Diskussionsforen
· Artikel Themen
· Artikel schreiben
· Artikelarchiv
· Artikel Top 10
· Artikel-Suche
· Neues/Änderungen
· Ihre Userdaten
· Für Einsteiger
· Mitglieder-Liste
· Mitglieder-Chat
· Statistik
· Partner-Links
· Linksammlung
· Weiterempfehlen
· Ihre Meinung
· FAQ

Login
Username

Passwort


Kostenlos registrieren!

Wer ist online?
Zur Zeit sind 42 Gäste und 0 Mitglieder online.

Sie sind anonymer User und können sich hier unverbindlich anmelden

Wer ist im Chat?
Derzeit sind keine Mitglieder im Chat.

Seitenzugriffe
18843222 seit Januar 2002

Impressum
© 2002 Bodo Kaelberer

mehr-demokratie-wagen.de: Foren-Beitrag

Forum: Entwicklungen weltweit
Moderiert von: Bodo, revolutionsound
Frame-Version des Forums aufrufen
Neues Thema
mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Entwicklungen weltweit >> die NATO in not ???

Thread-View:
1. regimekritiker, 16.05, 22:47 (Start)  *
  2. revolutionsound, 18.05, 03:04 (1)  *
    3. Bodo, 18.05, 10:47 (2) 
      4. revolutionsound, 18.05, 16:50 (3) 
        5. Bodo, 18.05, 17:09 (4) 
          6. revolutionsound, 19.05, 01:27 (5) 

Erklärung: Vor jedem Beitrag, repräsentiert durch den Namen seines Autors, steht seine Nummer. Dahinter folgt in Klammern die Nummer des Beitrags, auf den er die Antwort ist.
Klicken sie auf ein Beitrag, so werden Ihnen unten dieser Beitrag sowie alle seine Antworten angezeigt.
Ein * markiert die gerade angezeigten Beiträge, ein 'N' markiert die seit Ihrem letzten Besuch neu hinzugekommenen.

Angezeigtes Thema: 'die NATO in not ???'
Beitrag Nummer 1 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: regimekritiker (Rang: Regular)   Beiträge: 322
Mitglied seit: 07.05.2002
Geschrieben am: 16.05.2002 um 22:47 (1380 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
diesen artikel fand ich in der sz(nr.111) vom 15.05
Quote:

Von Ronald Asmus
Die N ato-Außenminister haben auf ih- rer Frühjahrstagung viel zu bespre-
chen: Bis zu sieben Staaten sollen eine Einladung in die Allianz erhalten, und die neue Beziehung der Nato zu Russland gedeiht. Aber hinter den Kulissen lauert eine Debatte über ein wichtigeres The- ma: Was für eine Rolle soll das Bündnis nach dem 11. September spielen?
IEine Mischung aus guten und schlech-
ten Nachrichten treibt das Thema an. Die gute Nachricht: Zum ersten Mal in der Geschichte ist das Ziel eines demo- kratischen, friedlichen und vereinten Eu- ropas in Reichweite.Wenn die Nato und die Europäische Union am Ende dieses Jahres bedeutende Phasen der Erweite- rung starten und die Zusammenarbeit mit Russland vertiefen, dann kann die Zo- ne der Stabilität bis zum Baltikum, dem Schwarzen Meer und selbst darüber hi- nausausgedehntwerden.
Die schlechte Nachricht: Amerika und Europa sehen sich wieder einmal einer existenziellen Herausforderuny gegen- über. Außenminister Joschka, Fischer sprach von einer "neuen totalitären Be- drohung" für die westlichen Gesellschaf- ten: Die giftige Mixtur aus Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, dem radika- len Islam und Staaten mit zerfallender Ordnung. Diese Bedrohung kommt aus ei- ner Region, die sich von Israel ostwärts bis nach Zentralasien erstreckt. Die Pro- bleme des Nahen Ostens, des Irak, des Iran und Afghanistans müssen im Zusam- menhang, als Teil einer großen strategi- schen Gleichung, betrachtet werden.
Bei dieser existenziellen Bedrohung könnte es sich um die größte strategische Herausforderung für Europa und die USA seit der Gründung der Atlantischen Allianz handeln. Es ist unwahrschein- lich, dass Amerikaner und Europäer ihr Leben bei der Verteidigung Europas ge- gen einen Angriff von Russland lassen - dieser Gedanke bestimmt nicht mehr un- ser strategisches Bewusstsein. Aller- dings wächst die Gefahr, dass eine große Zahl von Amerikanern oder Europäern bei einem Terrorangriff mit Massenver- nichtungswaffen sterben.
Gibt es Zweifel, dass al Qaida am 11. September Massenvernichtungswaf- fen eingesetzt hätte, wären sie verfügbar gewesen? Hat jemand Zweifel, dass Osa- ma bin Laden oder terroristische Staaten versuchen, Waffen zur Massentötung zu beschaffen? Das Problem wird nicht ge- löst, indem man bin Laden findet oder Saddam Hussein stürzt. Der Westen muss vielmehr massiv seine Anstrengun- generhöhen die Verbreitung von Massen- vernichtungswaffen zu stoppen. Wir müs- sen Staaten mit zerfallender Ordnung aufbauen, die unseren Feinden Unter- schlupf und Unterstützung bieten.
Dies ist nicht nur ein terroristisches Problem, und die Antwort darauf kann
nicht nur militärisch gegeben werden. Der Erfolg wird jahrzehntelange politi- sche, wirtschaftliche und militärische Zu- sammenarbeit nötig machen, auch zwi- schen den USA und Europa. Deshalb müssen unsere Kern-Institutionen wie die EU und die Nato einbezogen werden. Wir müssen die Entwicklung der Staaten im Nahen und Mittleren Osten in gerech- tere und offene Gesellschaften fördern - Gesellschaften, die nicht länger Ideolo- gien unp Menschen hervorbringen, die den Tod unserer Bürger zum Ziel haben.
Die Europäer haben die Bedrohung nicht so schnell wahrgenommen wie die Amerikaner, vielleicht weil sie nicht die unmittelbaren Opfer des 11. Septembers waren. Aber selbst wenn die Amerikaner
Aufräumarbeiten in New York: Der 11. September markiert die Zeitenwen- de -auch für die Nato. Foto: AP
der Feind Nummer eins sind, müssen auch die Europäer mit Anschlägen rech- nen. Attentatspläne auf den Eiffelturm oder die Kathedrale in Strasbourg zei- gen, dass auch Etiropa an der Front die- ses Krieges steht. Mehr noch: Je mehr sich die USA vor Angriffen schützen, des- to verwundbaren werden die'Europäer.
Viele in der europäischen Elite werfen Washington vor, die Bedrohung zu über- treipen. Weil aber Attacken mit Massen- vernichtungswaffen zu befürchten sind, sollten wir alle die Warnung ernst neh- men. Umfragen im Auftrag der US-Regie- rung zeigen übrigens, dass eine Mehrheit in fast allen größeren europäischen Staa- ten bereit ist, Sad-dam Husseins Fähig- keit zur Produktion von Massenvernich- tungswaffen gewaltsam zu zerstören.
Was bedeutet das für die Nato? Die Al- lianz steht vor einer simplen Frage: Soll sie sich auf die Erhaltung des Friedens in
einem zunehnlend stabilen Europa kon- zentrieren -mit der Gefahr, bedeutungs- los zu werden? Oder sollte sie sich auf die gefährlichste Bedrohung unserer Sicher- heit konzentrieren? Vor einigen Jahren sträubten sich die Europäer gegen die neue Rolle -heute spielen paradoxerwei- se die USA die Rolle des unsicheren Kan- tonisten. Die Zögerlichkeit der Bush-Re- gierung, mit multilateralen Institutionen zusammen zu arbeiten, hat die Nato abge- wertet -Institutionen übrigens, die Wa- shington selbst gegründet hat und nun führt und beherrscht.
Viele Konservative in den USA be- haupten, Europa sei zu schwach, um ei- nen Beitrag im Anti- Terror-Krieg zu leis- ten. Die USA sollten die Sache alleine ma- chen. Europa ist in der Tat militärisch zu schwach, aber dieses Problem lässt sich nicht lösen, indem man die Nato umgeht und die Allüerten ignoriert. Sie würden sich nur noch mehr auf die USA verlas- sen und mitlaufen. Die Antwort muss al- so sein: Die Nato braucht einen neuen Auftrag und neue Werkzeuge, damit sie Massenvernichtungswaffen bekämpfen und ihre Truppen schpell imd über weite Distanzen hinweg einsetzen kann.
Trotz der militärischen Überlegenheit brauchen die USA die europäischen Alli- ierten mehr als sie zugeben. Nachdem Washingtonursprünglich gezögert hatte, die Nato in Afghanistan einzuse~zen, muss sie nun die Alliierten um Unterstüt- zung bitten weil die US- Truppen überan- sprucht sind. Heute sind zwei Drittel der Nato-Staaten in Afghanistan präsent, es gibt mehr europäische als amerikanische Bodentruppen. Europas Hilfe wird noch viel stärker benötigt werden, wenn lang- fristig der Versuch unternommen wird, die arabische Welt zu stabilisieren.
Europäer und Amerikaner sind nicht immer einer Meinung in Fragen von Krieg und Frieden in der arabischen Welt. Aber haben Amerikas Konservati- ve wirklich Angst, mit den engsten Ver- bündeten in den drängendsten Fragen ei- ne gemeinsame Strategie zu entwickeln? Harry Truman und seine Partner hatten nicht unbedingt diese Einstellung, als sie die Nato gründeten. Der 11. September hat Präsident Bush und seinen europäi- sche~ Partnern die Gelegenheit gegeben, eine Tragödie in eine Chance zu verwan- dem. Heute müssen die Regierungschefs entscheiden, Qb die USA und Europa ge- meinsam die strategische Herausforde- rung ~nserer Zeit annehmen, indem sie ihre Beziehungen reformieren und der Nato über Europa hinweg eine neue Auf- gabe geben. Ansonsten laufen sie Gefahr, den Niedergang und vielleicht sogar die Auflösung des wichtigsten Bündnisses der Geschichte zu verantworten.
Ronald D. Asmus, Senior Fellow beim Council on Foreign Relations in Washing- ton, war in der Clinton- Regierung Unter- staatssekretär für Europa.


(is ne scheiss qualität und viele fehler aber ich denk es geht .)

ursprünglich wollte ich einen teil nur nehmen aber habs dann eingescannt(texterkennung!) und ganz eingebracht.

es wird angeführt dass
Die giftige Mixtur aus Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, dem radika- len #q1#Islam und Staaten mit zerfallender Ordnung
eine bedrohung seien. terrorismus kann man aber nicht mit dem militär bekämpfen,keine monsternato könnte dem einhalt gebieten,man muss die wurzeln des übels beseitigen!!!
wenn die menschen aus frust terrorisieren,muss man die gründe des frusts beseitigen,wenn man in "FRIEDEN" leben will.
man muss auf die religiösen aspekte eingehen,nicht nur dem mammon nachrennen!!!es geht leider bei entscheidungen sooft ums geld,dass man nicht die richtige methode sondern die billigste nimmt.wurde afgahnistan nicht invasiert um ruhe um das erdöl am schwarzen meer zuschaffen,oder die macht der usa auszuweiten?vielleicht auch umpipelines zu verlegen??ich weiss es nicht wirlich,ihr vielleicht??
steht noch viel mehr drin aber es fehlt mir die zeit ums ganz rauszuschreiben!
(ihr seid dran!)
gruss regiemkritiker.

Aktionen:   Informationen zu regimekritiker   User-Website besuchen regimekritiker   Antworten mit Zitieren   Antworten ohne Zitieren
Antworten:
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 18.05.2002 um 03:04 (1816 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen

Die Ereignisse vor und nach dem 11.09.2001 haben deutlich bewiesen, dass die NATO dazu neigt, Krieg zu führen. Die reichhaltige Waffenproduktion der Mitgliedsstaaten kann auch als Argument dafür herhalten, dass die NATO kriegstendierend ist. Ein Rückblick lohnt sich: die NATO griff interessanterweise ausserhalb ihrer Grenzen in den Balkan ein. Eine Kriegserklärung gegen das Bündnis war nicht gegeben. Stattdessen reichten die Völkerverbrechen als Vorwand auf dem Balkan aus, UNO-Recht zu beugen und selbst die Waffen in die Hand zu nehmen. Die Kriegsführung auf dem Balkan und die 'Kolonialisierung' danach zeigten deutlich, dass die NATO 'im Kampf gegen Völkerverbrechen' selber Völkerverbrechen begeht (siehe Thema und Diskussion "NATO und Moral unvereinbar"). Bezeichnend ist dabei, dass die Bundesrepublik zunehmend in die aktive Kriegspolitik einbezogen wird, was in Zukunft auf die Gefahr der zunehmenden Militarisierung hinauslaufen könnte.
Die aktuelle Rüstungspolitik und ihre Rechtfertigung basiert darauf, dass eine 'Achse des Bösen' postuliert wird, die aber ohne die Politik der NATO und ihrer Mitgliedsstaaten und auch die Länder des ehemaligen Warschauer Paktes undenkbar gewesen wäre. Damit gilt die altbekannte Formel der Heraufbeschwörung eines Feindbildes. Ist es für die NATO nicht mehr der polare Feind: der Warschauer Pakt mit der Supermacht Sowjetunion, ist es jetzt der Terrorismus, der interessante Ähnlichkeiten in seiner Organisation mit Geheimdiensten aufweist (und wie sollte es anders sein?). Also wird mit dem Aufbau eines Feindbildes ein langer Krieg entfacht, der nur beendet sei, wenn der Terrorismus besiegt ist, ein Ziel, dass nicht auf Toleranz stossen darf! Hinter dem Krieg stehen natürlich auch die Interessen der Rüstunglobby, denn die Gewinne gehen in Milliardenhöhe, und die Rüstungslobby arbeitet offiziell mit Sicherheit 'sauber', inoffiziell laufen die Geschäfte weltweit.
Diese Ansicht ist in der Presse weit vertreten, interessante Infos gibt es dazu unter:
Krieg ist ein dreckiges Geschäft

Damit aber nicht genug. Waffen und ihre Herstellung zerstören den Frieden. Mit einem Informationsblatt wurde auf einer Demonstration in München für den Frieden gegen die Rüstungspolitik argumentiert. Die auf dem Blatt genannten Zahlen sind beachtenswert:

Waffenprogramm: Eurofighter 180 Jets (ab 2002)
Kosten*:25 - 30 Mrd. DM .
Zivile Alternative**: 200 - 250 Tsd. Sozialwohnungen

Waffenprogramm: Militärhubschrauber, 80 Unterstützungshubschrauber (ab 2002), 243 Transporthubschrauber (ab 2002)
Kosten*: 18,5 Mrd. DM
Zivile Alternative**: 1000 Grundschulen à 8 Klassen je 7,4 Mio DM (Gesamtkosten) + 4000 Kindergärten à 4 Gruppen, je 2,6 Mio. DM Gesamtkosten)

Waffenprogramm: Kriegsschiffe, 3 Fregatten + 4 U-Boote (ab 2002)
Kosten*: 8,0 Mrd. DM
Zivile Alternative**: 80 Berufsbildungszentren à 3000 Schüler mit modernster Einrichtung

Waffenprogramm: Panzer: gepanzerte Truppentransporter; 300 Radpanzer (ab 2005)
Kosten*: 7,0 Mrd. DM
Zivile Alternative**: 700 Studentenwohnheime à 150 Betten, je 10,4 Mio DM (Gesamtkosten)

Waffenprogramm: Militärische Transportflugzeuge
Kosten*: 11 - 12 Mrd. DM
Zivile Alternative**: 1100 - 1200 Altenpflegeheime à 50 Plätze und 10 Tagesplätze, je 10 Mio. DM (Gesamtkosten)

* Kosten basieren auf Angaben in DIE WOCHE, 30.7.1999
** Durchschnittswerte (Baujahre 1994 - 1997) nach BKI Baukosten 99
(BKI: Baukosteninformationszentrum deutscher Architekturkammern)
Quelle: isw

eigene Anmerkung: Kosten werden für die Öffentlichkeit zuerst oftmals zu niedrig veranschlagt. In der Praxis können die Kosten durchaus letztendlich das doppelte erreichen. Da die Quellen schon mehr als 'verjährt' sind und einer neue Währung eingeführt worden ist, ist von höheren Kosten auszugehen.


Damit ist also mehrerlei erwiesen: die Rüstungslobby führt dreckige Geschäfte. Führende Politiker stehen mit der Rüstungslobby im Geschäft. Oder anders gesagt: die dreckigen Geschäfte der Rüstungslobby ist ihnen bekannt (ich verweise auf den Schreiber-Vorwurf). Kriege können als Waffe der Rüstungslobby zu ihrer eigenen Rechtfertigung betrachtet werden. Offiziell wird bekannt gegeben, dass eine Aufrüstung oder Umrüstung oder die Anschaffung zum Einsatz im Falle des Falles dienen. Im Umkehrschluss der negativen Betrachtungsweise können wir davon ausgehen, dass Rüstungspläne als Vorbereitung für den Krieg einzuordnen sind. Damit müssen wir uns Gedanken machen darüber, ob Entscheidungen der NATO nicht langfristig eine Richtung der Politik angeben sollen, wie es zuvor in den Zeiten des bipolaren Mächtepolitik der USA und UDSSR der Fall war. Erneut sei verwiesen auf die bittere Tatsache, dass, während eine ungehemmten Hochrüstung schreckliche Stellvertreterkriege ausgetragen worden sind in Staaten, in denen heute totalitäre Regime herrschen, und die offiziell in die 'Achse des Bösen' eingeordnet worden sind. Die Zuordnung geschieht durch die Staaten, die sie zuvor mit Waffen hochgefüttert haben. Diese internationalen Verbrechen sind interessanterweise nie effektiv genug angeprangert worden und nicht genügend kritisch thematisiert. Man kann den Schluss ziehen, dass die Zweimächtepolitik der Superstaaten damals totalitäre Regime begünstigt haben. Ein Blick auf die geschichtlichen Ereignisse vor dem 11.09.2001 in Afghanistan untermauern diese Ansicht. Den Interessen der Supermächte zufolge waren uns sind weder die Taliban noch die Mudschaheddin unbeabsichtigt Gruppierungen, die Unterbindung der äusserst rigiden und totalitären Massnahmen nach der Zweimächtepolitik erfolgte nie: Schweigen ist stille Zustimmung. Es ist doch nur allzu logisch, dass ein Land wie die USA in seiner Politik längerfristige, für seine Zukunft nachhaltige Ziele anstrebt. Die Politik der USA ist eine Politik des Krieges, eine Politik im Sinne der Konzerne, die hinter der Rüstung stehen, die Politik der NATO schliesst sich dem an, denn es gilt der Zusammenhalt im Bündnis: ist ein Land bedroht, werden die anderen Mitglieder ihre Unterstützung zusagen.
Es lohnt sich jedoch auch, über die oben angegebene Tabelle nachzudenken. Viele Investitionen waren für das Jahr 2002 vorgesehen. Und wir können beobachten, dass die Bundeswehr verstärkt im Einsatz ist. Sogar eventuelle Inlandeinsätze waren schon angedacht. Das erhärtet den Verdacht, dass die Politik in Sachen Rüstung berechnend und vorausplanend ist. Krieg und Rüstung und Machtinteressen generieren sich gegenseitig.
Demzufolge kann die endgültige Sicherung des Friedens nur ohne Rüstung erfolgen und durch eine Politik, die Ungerechtigkeit nicht absichert, durchschaubar ist und insbesondere nach Aussen hin vertretbar. Die Interessen der Politik müssen zivil sein. Geld darf nicht eingesetzt werden, um unserer Welt Schmerzen zuzufügen, sondern die Schmerzen schnell und wirksam zu lindern, ja abzuschaffen. Dabei darf uns Gegnern der Rüstung bewusst sein, dass unser Interesse nach der totalen Ausschaltung der Rüstung und der mit ihnen verbundenen Kräften verlangt.

[ Geändert von revolutionsound am 18.05.2002 ]

Aktionen:   Informationen zu revolutionsound   User-Website besuchen revolutionsound   Antworten mit Zitieren   Antworten ohne Zitieren
Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat

 
This web site is based on PHP-Nuke.
All logos and trademarks in this site are property of their respective owner.
The comments are property of their posters, all the rest © 2002 by the webmasters of mehr-demokratie-wagen.de
Technische Betreuung: Bodo Kälberer (Kaelberer All-In-One / WEBKIND).