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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Politik Aktuell >> USA wollen Guantanamo-Häftlinge in die BRD abschieben

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     32. Bodo, 25.06, 00:24 (31) 
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        35. revolutionsound, 03.07, 22:31 (34) 
         36. Bodo, 05.07, 22:58 (35) 
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Angezeigtes Thema: 'USA wollen Guantanamo-Häftlinge in die BRD abschieben'
Beitrag Nummer 21 plus eine Antwort

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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 29.05.2006 um 23:25 (1203 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Hi!

Am 2006-05-25 18:57 hat Bodo geschrieben:

Am 2006-05-21 13:01 hat revolutionsound geschrieben:


Auch in einer Dikatur kann man auf kommunaler Ebene entscheiden, wann der Müll abgeholt wurd und wie die Öffnungszeiten des Freibads sind (-;

Wenn man will, kann man sich engagieren, auch über die Gemeindeebene hinaus. Vielleicht wäre es aber garnicht so konstruktiv, wenn es jeder probieren würde. (-:

Ich finde das örtliche Engagement sehr gut und man kann viele Probleme des Alltags so lösen. Aber Arbeitsplätze schafft man so keine (vernichtet sie eher) und ein Krieg wird so auch nicht verhindert.

Arbeitsplätze schaffen, das ist die nationale Ebene. Es wird zu den Nachteilen der Demokratie gezählt, daß sie keine Vollbeschäftigung garantieren kann, denn sie verbindet sich in der Regel mit einem mehr oder weniger wirtschaftsliberalen System, daß wiederum in einem weltweiten Wirtschaftssystem eingebunden ist. Soll der Staat mehr eingreifen?
Krieg verhindern - wahrscheinlich denkst du dabei an die internationale Ebene. Kann man damit Bürger betrauen? Wenn ein Krieg verhindert werden soll, handelt es sich um einen Aushandlungsprozeß. Wer soll ihn sonst führen?
Allerdings sollte die Regierung aufhorchen, wenn die Mehrheit der Bevölkerung die Forderung stellt, sich nicht an einem Krieg zu beteiligen.

Aber bleiben wir mal auf Staatenebene. Es ging ja kurz um Völkerbund und UNO. Eigentlich ist die UNO eine Organisation, die für Weltfrieden sorgen soll. Und die Idee u.a. ist, daß die Masse der Staaten maßregelt, wenn auch nur ein Staat zu aggressiv wird und meinetwegen einen anderen überfällt, nennt sich Kollektive Sicherheit.

Nur ist das Handeln die beteiligten Staaten nicht von ethischen Massstäben geprägt sondern strebt danach sich selbst denn grösstmöglichen Vorteil zu verschaffen. Anders ist nicht zu erklären, was man den USA alles durchgehen lässt, wofür man unbeutendere Staaten in Grund und Boden verdammen würde.

Eine gewisse Hegemonstellung hat die USA. Die Großmächte haben selbst keine weiße Weste. Sie haben selbst Veranstaltungen in ihren eigenen Grenzen. China unterdrückt Völker und Kulturen, Russland hat die Brandstelle in Tschetschenien. Indien und Pakistan lassen gerade die Kochstelle im Gebirge abkühlen. Und Pakistan hat einen Atomskandal hinter sich.
Die USA kann Schläge führen, allerdings gegen Staaten, die bei weitem schwächer gerüstet sind als sie selbst. In den okkupierten Ländern reiben sich die USA eher auf. Hat sich die USA tatsächlich den Vorteil geschaffen, wie es sich die Falken und die Regierung erhoffte? So manch Experte wirft den USA sogar vor, dass sie eben mit ihrer Politik sich nicht Vorteil verschaffen.

Es passiert ja immer wieder. Bekommt man Staaten so hin, daß sie von sich aus gut sind und nicht aggressiv?

Kriege werden seitens des Angreifers fast ausschliesslich mit dem Ziel geführt, Einfluss zu erlangen und diesen dazu zu nutzen, den eigenen Wohlstand zu sichern und zu steigern.

Also: wie verhindert man, daß ein Staat zum Angreifer wird?

Hätten wir also eine Situation, in denen es allen gut geht und keiner davor bangen müsste, dass es ihm schlechter gehen könnte, so wäre ein weltweiter Frieden wahrscheinlich.

Und natürlich müsste man noch Zeitschriften wie BILD verbieten (-;

Manchmal ist Zensur eben doch nicht schlecht. :->


_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 30.05.2006 um 10:35 (1198 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2006-05-29 23:25 hat revolutionsound geschrieben:

Es wird zu den Nachteilen der Demokratie gezählt, daß sie keine Vollbeschäftigung garantieren kann, denn sie verbindet sich in der Regel mit einem mehr oder weniger wirtschaftsliberalen System, daß wiederum in einem weltweiten Wirtschaftssystem eingebunden ist. Soll der Staat mehr eingreifen?

Ist ja nun nicht so, dass ein Eingreifen des staates ein Synonym für eine Verbesserung wäre (-;


Krieg verhindern - wahrscheinlich denkst du dabei an die internationale Ebene. Kann man damit Bürger betrauen? Wenn ein Krieg verhindert werden soll, handelt es sich um einen Aushandlungsprozeß. Wer soll ihn sonst führen?
Allerdings sollte die Regierung aufhorchen, wenn die Mehrheit der Bevölkerung die Forderung stellt, sich nicht an einem Krieg zu beteiligen.

Und wie zuverlässig ist da die Meinung der Bevölkerung? Eine andere Berichterstattung in den Medien, ein paar markige Worte seitens der Politik und dann sieht das vielleicht ganz anders aus.


Nur ist das Handeln die beteiligten Staaten nicht von ethischen Massstäben geprägt sondern strebt danach sich selbst denn grösstmöglichen Vorteil zu verschaffen. Anders ist nicht zu erklären, was man den USA alles durchgehen lässt, wofür man unbeutendere Staaten in Grund und Boden verdammen würde.

Eine gewisse Hegemonstellung hat die USA.

Die haben die USA aber auch deshalb, weil andere es zulassen.


So manch Experte wirft den USA sogar vor, dass sie eben mit ihrer Politik sich nicht Vorteil verschaffen.

Muss man nicht als ganzes sehen. Verloren haben im Krieg der Steuerzahler, die im Irak gestorbenen und verstümmelten und deren Angehörige. Aber viele (Firmen) haben auch enorm viel Geld am Krieg verdient. Insofern mag der Krieg zwar für die Mehrheit der Amerikaner von Nachteil sein, aber für Amerika selbst - was ist Amerika?


Hätten wir also eine Situation, in denen es allen gut geht und keiner davor bangen müsste, dass es ihm schlechter gehen könnte, so wäre ein weltweiter Frieden wahrscheinlich.

Und natürlich müsste man noch Zeitschriften wie BILD verbieten (-;

Manchmal ist Zensur eben doch nicht schlecht. :->

Solange es zuviele Idioten unter den Lesern gibt...

_________________
Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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