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Angezeigtes Thema: 'Kampf ums Weisse Haus'
Beitrag Nummer 10 plus eine Antwort

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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 30.10.2004 um 22:21 (1267 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Am 2004-10-30 17:01 hat Bodo geschrieben:

Am 2004-10-29 13:54 hat revolutionsound geschrieben:

Es gibt auch diverse Fälle, z.B. Bush senior oder Churchill, in denen sogar trotz gewonnenem Krieg (wovon man hier ja kaum Sprechen kann), abgewählt wurde.

Weil es der Bevölkerung wirtschaftlich schlechter ging?

Weiß nicht. Auf jeden Fall verdeutlicht das, daß ein Krieg, auch ein gewonnener, nicht alles andere übertrumpft.
Aber die aktuelle Situation ist ohnehin ein Sonderfall: Die USA waren nie zuvor im eigenen Land bedroht und die Kontrolle des Staates über Medien wie Bürger war nie so undemokratisch wie heute.

Am Schlimmsten war die Gleichrichtung der Medien vor drei bzw. vier Jahren, so etwas unkritisches. Mir scheint, als wären einige Medien, auch einige Sender, endlich wieder etwas aus dem Schatten getreten. Einige Printblätter haben übrigens eigens Artikel aufs Blatt gebracht, in dem sie ihre Fehler von damals eingestehen.
Die Massnahmen bei Kritik war damals nach dem 11.09. ziemlich rigoros. Hatte jemand bei einer Rede damals dem redenden Präsidenten den Rücken zugewendet, hätte man ihn sofort abgeführt. Die Furcht ging um.
Die Schriftstellerin Susan Sontag beispielsweise reiste aus den USA aus: sie hatte genügend Grund für ein Unwohlsein in den USA, da ihre Kritik Zunder hatte. Es war echt interessant: viele sonst kritische Stimmen waren auf einmal still. Zu denen gehört Sontag allerdings nicht.

Da müßte nur eine Merkel, Koch oder ein Stoiber hier Kanzler werden.

Bei Stoiber oder Merkel, wäre einer von beiden Kanzler/In geworden hätte ich damit gerechnet, dass die BRD in die Koalition der Willigen eingetreten wäre, obwohl die Bevölkerung mehrheitlich dagegen gewesen wäre. Ich vermute, dass Stoiber Bush bevorzugt. RotGrün lässt kaum Deutungen zu, Struck habe wohl mit Kerry gerechnet. Merkel - vielleicht hätte sie auch lieber Bush?

Schwer zu sagen. Ich denke, was die USA derzeit treiben (kontinuierliche Verstöße gegen Menschenrechte und internationales Recht), wäre vielleicht auch deutschen Konsiverativen zu derb.

Tja, ist denn die Präsidentschaft Kerrys ein Garantieschein dafür, dass die USA den Iran nicht angreift?

Außerdem verkörpert Kerry die klassichen Konservativen Tugenden wie nicht mit der Lehre Jesu vereinbare religiöse Ansichten und eine wirtschaftsfreundliche Politik auch noch zu genüge.

Hat ein Anwärter auf das Präsidentenamt dort eigentlich andersseiend eine Chance? Der Bibelgürtel (Südwesten der USA) und damit einhergehend die Rechte christliche Konservative fahren sonst ihre scharfen Geschütze auf. Ein Atheist ist von vornherein abserviert und alles andere undenkbar. Die Bibel nennt das Wort "Wirschaftsskandal" nicht, ein Plus für alle Goldgierigen. Aber eigentlich sollten den Gläubigen die Augenbrauen hochgehen, wenn sie in der Bibel über das Wort "Habsucht" stolpern. Denn der verfallen sind sie beinahe alle und ihr Gott sowieso.

Die amerikanischen Printmedien schlagen sich eher auf die Seite Kerrys. Bei den TV-Medien weiss ich es nicht.

Ich glaube die Printmedien sind in den USA von weit geringerer Bedeutung als hier. Dort wird primär über den Fernseher gewirkt.

Kein Wunder, dass der Terrorpate seine Rede per Videobotschaft senden lässt. OBL lenkt noch rechtzeitig von dem Waffendiebstahl im Irak und die Verantwortung des amerikanischen Mititärs ab.

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 31.10.2004 um 01:09 (1270 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2004-10-30 22:21 hat revolutionsound geschrieben:

Aber die aktuelle Situation ist ohnehin ein Sonderfall: Die USA waren nie zuvor im eigenen Land bedroht und die Kontrolle des Staates über Medien wie Bürger war nie so undemokratisch wie heute.

Am Schlimmsten war die Gleichrichtung der Medien vor drei bzw. vier Jahren, so etwas unkritisches. Mir scheint, als wären einige Medien, auch einige Sender, endlich wieder etwas aus dem Schatten getreten.

In einer Sendung zum Thema USA neulich (gibt es derzeit ja reichlich) wurde gesagt, daß die US-Medien einfach das zeigen, wovon sie denken, daß es die Leute sehen wollen. Das ist aber eine starke Vereinfachung des Problems, den Medien sind eben auch die größten Meinungsmacher.


Einige Printblätter haben übrigens eigens Artikel aufs Blatt gebracht, in dem sie ihre Fehler von damals eingestehen.

Und worin bestand der Fehler? Bezeichnet man sich da als Opfer von Fehlinformation und der Fehler war, nicht genug geprüft zu haben oder bestand der Hauptfehler darin, hemmungslos der Politik hinterhergerannt zu sein?


Die Massnahmen bei Kritik war damals nach dem 11.09. ziemlich rigoros. Hatte jemand bei einer Rede damals dem redenden Präsidenten den Rücken zugewendet, hätte man ihn sofort abgeführt. Die Furcht ging um.

Damit können sich die Medien aber nicht entschuldigen. Denn die haben bei der Hexenjagd mitgemacht und sind eigentlich doch die, die sie anprangern sollten.


Tja, ist denn die Präsidentschaft Kerrys ein Garantieschein dafür, dass die USA den Iran nicht angreift?

Aktuell sind die USA schlichtweg gar nicht in der Lage, einen weiteren Krieg zu führen.
Die haben nicht mal genügend Soldaten für Afghanistan und den Irak.


Außerdem verkörpert Kerry die klassichen Konservativen Tugenden wie nicht mit der Lehre Jesu vereinbare religiöse Ansichten und eine wirtschaftsfreundliche Politik auch noch zu genüge.

Hat ein Anwärter auf das Präsidentenamt dort eigentlich andersseiend eine Chance? Der Bibelgürtel (Südwesten der USA) und damit einhergehend die Rechte christliche Konservative fahren sonst ihre scharfen Geschütze auf. Ein Atheist ist von vornherein abserviert und alles andere undenkbar. Die Bibel nennt das Wort "Wirschaftsskandal" nicht, ein Plus für alle Goldgierigen. Aber eigentlich sollten den Gläubigen die Augenbrauen hochgehen, wenn sie in der Bibel über das Wort "Habsucht" stolpern. Denn der verfallen sind sie beinahe alle und ihr Gott sowieso.

Eben. Da driften Reden und Taten weit auseinander.


Kein Wunder, dass der Terrorpate seine Rede per Videobotschaft senden lässt. OBL lenkt noch rechtzeitig von dem Waffendiebstahl im Irak und die Verantwortung des amerikanischen Mititärs ab.

am 1. kommt übrigens auf Pro7 Fahrenheit 9/11. Du schaust ja nicht so viel Fernsehen - vielleicht auch nichts ins Programm.

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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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