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© 2002 Bodo Kaelberer

Re: Wieviel USA verträgt die Welt ? (Punkte: 50)
von yoppy (yo-ppy@hamburg.de) am Mittwoch, 08. Oktober 2003 um 23:08
Stand: 14.08.2003 "Den USA nicht in den Rücken fallen" Verfassungsschutz informierte CIA bereits 1999 über Todespiloten Lange behauptete der US-Geheimdienst CIA, deutsche Behörden hätten die USA nicht rechtzeitig über die Hamburger Hintermänner des Terroranschlags vom 11. September 2001 informiert. In einer ARD-Dokumentation widerspricht der Verfassungsschutz erstmals diesen Vorwürfen. wdr.de sprach mit einem der Autoren. wdr.de: Herr Laabs, an den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York war auch eine "Hamburger Zelle" rund um das Al- Qaida-Mitglied Marwan al-Shehhi beteiligt, der die Todes-Boeing in den Südturm steuerte. Von Seiten der USA wurde dem deutschen Verfassungsschutz immer wieder vorgeworfen, nicht rechtzeitig auf die Gefahr aus Deutschland hingewiesen zu haben. Was ist dran an diesen Anschuldigungen? Die Autoren von "Die tödlichen Fehler der Schlapphüte", Oliver Schröm und Dirk Laabs Dirk Laabs: Wie unsere Recherchen belegen: Nichts. Im Gegenteil. Der Verfassungsschutz hat, wie wir schon lange vermutet hatten, die Informationen über die späteren Todespiloten natürlich doch an die CIA weitergegeben. Denn beide Dienste arbeiten eng zusammen. Der Verfassungsschutz hat – genau wie die CIA – bei diesem Punkt nie die ganze Wahrheit gesagt. Die Deutschen haben immer behauptet, sie hätten die fraglichen Informationen aus dem Jahr 1999 nicht ausgewertet und vor allem nicht an die Amerikaner weitergegeben: wohl wissend, dass die Informationen enorm brisant waren. Man wollte die Amerikaner wohl nicht blamieren. Das Ohr am Telefon der Terroristen wdr.de: Wie intensiv war die Überwachung al-Shehhis und seiner Helfershelfer durch den deutschen Verfassungsschutz? Dirk Laabs: Al-Shehhi ist bei zwei Telefonaten abgehört worden. Er telefonierte gerade mit einem fast allen Geheimdiensten bekannter Al-Qaida-Mann – und rekrutierte Talente für die Terrororganisation. Aufgrund der Abhörprotokolle ist ganz klar, dass die beiden Männer ein enges Verhältnis hatten. Der zweite Al-Qaida-Mann wiederum wurde aufwendig observiert. Außerdem hat der Verfassungsschutz sofort informiert, wenn bestimmte Komplizen und Freunde von Al-Shehhi ins Ausland reisten, darunter Said Bahaji, der immer noch gesucht wird, und Mounir El- Motassadeq, der zu 15 Jahren wegen Beihilfe zu den Morden des 11. September verurteilt wurde. Bis heute behauptet das Amt in Köln, dass es sich ausgerechnet die Reisen für Al-Shehhi, Atta und Jarrah nicht habe melden lassen. Nun, die Akten des Verfassungsschutzes sind nicht öffentlich – man wird hier weiter nachforschen müssen. Die nervöse CIA wdr.de: Wie dringlich wurden die Verdächtigungen dem CIA vorgebracht? Und: Wie detailliert war diese Warnung? Zu den Attentätern gehörte auch Marwan al Shehhi aus Hamburg (links oben) Dirk Laabs: Nachdem Bin Laden den USA den Krieg erklärt hatte und die Jahrtausendwende vor der Tür stand, war die CIA 1999 extrem nervös. Die Amerikaner wollten über jeden Aktivisten der Al-Qaida bescheid wissen. Die Nachricht, dass ein junger Mann aus den Emiraten im engen Kontakt mit einem bekannten Bin-Laden-Mann stand, muss der CIA sehr wichtig gewesen sein. Aber – das ist entscheidend – die Deutschen wussten oft nicht, wie wichtig bestimmte Personen waren. Das haben die Amerikaner schön für sich behalten. wdr.de: Warum, meinen Sie, ist die CIA den Informationen des BfV nicht näher nachgegangen? Warum wurden weder die Bundespolizei FBI noch die US-Einwanderungsbehörde informiert? Dirk Laabs: Die CIA hat im Vorfeld des 11. September unglaubliche Fehler gemacht. Der schwerste – neben dem Versagen, Al- Shehhi richtig einzuschätzen – war sicherlich das Unvermögen, Informationen mit dem FBI zu teilen. In einem konkreten Fall ließ die CIA ein Treffen zweier späterer Attentäter beschatten. Die CIA wusste, dass die beiden ein Visum für die USA hatten. Dies verschwieg man jedoch dem FBI. Anschließend – eigentlich unfassbar – wohnten die beiden Attentäter bei einem FBI-Informanten. Das FBI ahnte natürlich nicht, wen es da vor sich hatte. Obwohl der CIA später wusste, dass die beiden aktiv an einem Terroranschlag beteiligt waren und zudem wieder in die USA eingereist waren, alarmierte der Geheimdienst das FBI immer noch nicht. FBI und CIA sind sich in einer legendären Feindschaft verbunden, die 2001 eskalierte. Nicht zuletzt diese Unfähigkeit zu kommunizieren, hat den 11. September mit möglich gemacht. Rücksicht auf die nationale Katastrophe wdr.de: In der ARD-Sendung "Die tödlichen Fehler der Schlapphüte" wehrt sich der Verfassungsschutz erstmals gegen die Vorwürfe aus den USA. Warum erst jetzt, kurz vor dem 2. Jahrestag der Anschläge? Dirk Laabs: Man wollte wohl den Amerikanern nach einer solchen nationalen Katastrophe nicht in den Rücken fallen. Irgendwann war es zu spät, die Wahrheit zu sagen. Die Spannungen durch den Irak-Krieg haben es natürlich dann fast unmöglich gemacht, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Aber es ist schon bemerkenswert, dass in einem kürzlich veröffentlichten Untersuchungsbericht des US-Kongresses Deutschland massiv kritisiert wird, obwohl hier vieles richtig gemacht wurde. Aber – das muss man betonen – ganz sicher auch nicht alles. wdr.de: Parallel zur ARD-Dokumentation erscheint im Berliner Aufbau-Verlag Ihr Buch "Tödliche Fehler. Das Versagen von Politik und Geheimdiensten im Umfeld des 11. September". Welche weiteren Enthüllungen sind hier zu erwarten? Mounir El- Motassadeq wurde vom Landgericht Hamburg zu 15 Jahren Haft verurteilt Dirk Laabs: Wir haben viele Informationen gesammelt, die noch nie zuvor veröffentlich wurden. Zudem ist es das erste Buch, dass sich journalistisch mit den Fehlern der Geheimdienste vor dem 11. September auseinandersetzt. Wir sind keine Verschwörungstheoretiker. Wir beantworten natürlich nicht alle Fragen, aber zeigen doch ganz konkret und (wie wir hoffen) spannend erzählt auf, wie diese ganzen Fehler passieren und wie sie passieren konnten. Doch für viele von diesen verblüffenden Fehlern gibt es fast keine rationelle Erklärung mehr. Das Bild, das wir durch Hollywood vom CIA und FBI haben, stimmt leider nicht. Das sind keine perfekten Polizisten und Agenten, sondern Menschen, die in einem sehr starren bürokratischen Apparat arbeiten. Kein Grund zur Panikmache wdr.de: Für wie wahrscheinlich halten Sie einen weiteren Anschlag fundamentalistischer Terroristen in den USA? Könnte ein solcher Anschlag wieder von deutschem Boden aus vorbereitet werden? Und: Wie sicher ist die Situation in Deutschland bzw. in Nordrhein- Westfalen? Dirk Laabs: Man muss mit Panikmache immer vorsichtig sein. Eines steht jedoch fest: Es gibt immer noch ein aktives Netzwerk von Islamisten in den USA und in Deutschland, mit Mitgliedern auch in NRW. Aber natürlich hat sich der Druck auf diese Gruppe ernorm erhöht. Konkrete Anschlagsplanungen sind sehr schwer zu verheimlichen. Außerdem hat die Polizei auch aufgrund der Fehler, die vor dem 11. September gemacht wurden, die Strategie geändert: Lieber zu schnell, als zu spät zuschlagen – selbst, wenn man die Verdächtigen nur einen Tag festhalten und verhören kann. Aber, wie uns ein ehemaliger FBI-Mann sagte: "Diese Leute (der Al-Qaida) gehen nicht einfach weg. Sie machen weiter, bis sie Ihr Ziel erreicht haben." Das Gespräch führte Thomas Köster Links zum Thema: Informationen zur ARD-Dokumentation "Die tödlichen Fehler der Schlapphüte" (14.08.03) http://www.ndrtv.de/doku/20030814_schlapphuete_neu.html Dossier zu den Anschlägen vom 11. September 2001 http://www.wdr.de/themen/homepages/elfter_september.jhtml Terror-Angriff auf USA - Fahndung nach den Tätern (11.08.02) http://online.wdr.de/online/news2/katastrophe_worldtradecenter/fahndung.phtml Homepage des Bundesamts für Verfasssungsschutz (BfV) http://www.verfassungsschutz.de/ http://www.wdr.de/themen/politik/international/elfter_september/verfassungsschutz_cia/index.jhtml © WDR 2003


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