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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Demokratie live: Aktionen >> Das Tschernobyl Perus

Thread-View:
1. revolutionsound, 30.10, 23:35 (Start)  *
  2. revolutionsound, 09.12, 00:14 (1)  *

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Angezeigtes Thema: 'Das Tschernobyl Perus'
Beitrag Nummer 1 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 30.10.2004 um 23:35 (2767 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
5,4 Prozent des Goldes weltweit kommt aus Peru. Der grösste Abnehmer des Goldes ist Indien. Mehr als 80 Prozent geht in die Verwendung für Schmuck. Gold, stabil im Wert, ist eine begehrte Ressource. Vor Jahrhunderten gab die Gier Anlass für die Unterwerfung von ganzen Völkern und die Tötung Hunderttausender. Die Gier hat sich erhalten.
An Rigorisität fehlt es heute auch nicht. Tausende Menschen und Tiere in den Bergbau-Regionen Perus leiden unter Hautverätzungen, Gehschwäche, bringen missgebildete Kinder und Tiere auf die Welt. Ursache dafür sind die eingesetzten Gifte Zyanid und Quecksilber, um Gold, Silber und Kupfer in den 239 Minen Perus kostengünstig und schnell abbauen zu können. Daher startet die Kölner Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes gemeinsam mit Misereor, Caritas und weiteren 13 Peru-Gruppen eine bundesweite Informations-Kampagne mit dem Titel: „Bergwerk Peru: Reichtum geht – Armut bleibt“.
(...) Ziel der Kampagne ist es, die Deutschen über die verletzten Menschenrechte in Cajamarca und anderen Bergbau-Regionen Perus zu informieren und Gespräche mit Politikern in Berlin und Brüssel zu führen. Am kommenden Donnerstag wird die Delegation vom Gesprächskreis Lateinamerika der SPD-Bundestagsfraktion, an dem auch der Wissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker teilnimmt, empfangen. So soll auf politischer Ebene Druck auf die Regierung in Peru ausgeübt werden, damit die internationalen Konzerne die vorhandenen Gesetze zum Schutz der Bergwerk-Arbeiter auch einhalten. Außerdem sind zahlreiche Informationsveranstaltungen und Ausstellungen in Berlin, Ulm, München, Dortmund und in anderen Städten geplant.
Auf Informationsveranstaltungen hört man noch einiges mehr. In München wurde ein Film gezeigt, der den Mechanismus des Abbaus genau veranschaulicht, es werden große Fläche mit Zyanid und Quecksilber verschmutzt, trotz aller Beteuerungen der Minenfirmen wie Yanacocha, dass der Abbau sauber verläuft und sicher ist. Wie wenig die Bevölkerung den Akteuren vertrauen, zeigt folgendes Beispiel. Vor einem Jahr ist ein Truck mit reichlich Quecksilber in einem Dorf verunglückt. Das giftige Quecksilber lief vollständig aus. Anschliessend wurde die Bevölkerung dazu überredet, die Reinigung und die Sammlung der Strassen und der Erde selbst vorzunehmen. Sie könnten dies mit blossen Händen tun, denn die ausgeflossene Flüssigkeit wäre nicht giftig. Und sie taten es, da sie dem Unternehmen trauten. Die Folgen: Vergiftungen der breiten Bevölkerung. Verklagt wurde nach regionalem Aufschrei und der Empörung örtlicher Organisationen lediglich der Fahrer.
Zwei grosse Unternehmen teilen sich den Kuchen in Peru, die breite Bevölkerung kann also nicht im Geringsten Vorteile aus dieser Branche ziehen, vielmehr wird ihr Lebensumfeld zerstört, ihr täglich Wasser verschmutzt. Und kein Wunder, die Bevölkerung läuft Sturm. Die Frage, ob Cajamarca dem Goldabbau zum Opfer fällt, ist noch offen.

Cajamarca, das Tschernobyl Perus

Kampagne Peru

Linkliste - Peru, Cajamarca, etc.

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Ich behaupte einfach mal:

Gott wäre kein Patriot.

[ Geändert von revolutionsound am 30.10.2004 ]

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Antworten:
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 09.12.2004 um 00:14 (3369 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Mit Gold wird schmutzig Geld verdient und Gold wird schmutzig abgebaut. Epo weist in einem Artikel die No Dirty Gold-Kampagne der Menschenrechtsorganisation FIAN hin. Herne/Berlin (epo). - Die Menschenrechtsorganisation FIAN-Deutschland hat Verbraucher dazu aufgerufen, sich für ein Ende der zerstörerischen Praktiken im Goldabbau einzusetzen. "Goldbergbau ist eine der schmutzigsten Industrien der Welt und sorgt immer wieder für Menschenrechtsverletzungen", erklärte Ulrich Müller, Goldexperte von FIAN Deutschland.
No Dirty Gold

Tja, liebe Erdenbürger, ein Gros des Nutzens ist der Schmuck. Ist ein goldener Ehering nicht noch schöner, wenn man weiss, das beim Abbau weder eine Menschenrechtsverletzung geschehen ist noch Umweltverschmutzung?

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Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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