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Forum: Entwicklungen weltweit
Moderiert von: Bodo, revolutionsound
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Neues Thema
mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Entwicklungen weltweit >> Neues aus Absurdistan

Thread-View:
1. revolutionsound, 22.12, 13:30 (Start)  *
  2. Bodo, 22.12, 16:37 (1)  *
    3. revolutionsound, 23.12, 11:05 (2) 
      4. Bodo, 23.12, 13:53 (3) 
        5. revolutionsound, 24.12, 20:57 (4) 
          6. revolutionsound, 05.09, 00:29 (5) 
          7. Bodo, 07.09, 13:03 (6) 
            8. revolutionsound, 07.09, 23:03 (7) 
              9. Bodo, 08.09, 01:27 (8) 
                10. revolutionsound, 08.09, 11:26 (9) 
11. Bodo, 05.03, 13:48 (1)  *
  12. revolutionsound, 27.09, 12:21 (11) 
    13. Bodo, 28.09, 23:34 (12) 
      14. revolutionsound, 29.09, 01:26 (13) 
        15. revolutionsound, 09.12, 23:32 (14) 
          16. revolutionsound, 12.01, 10:57 (15) 
            17. revolutionsound, 05.02, 00:32 (16) 
18. revolutionsound, 09.04, 16:36 (1)  *

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Angezeigtes Thema: 'Neues aus Absurdistan'
Beitrag Nummer 1 plus 3 Antworten

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 22.12.2002 um 13:30 (2544 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Hier soll ein thread eingeführt werden, in dem absurde Situationen (dem logischen Verstand querlaufende Begebenheiten, irrationale Zustände, sonstige Verknotungen der Weltgeschichte) aus aller Welt gesammelt werden. Wenn jemand welche kennt, nur her damit. Sonst mache ich irgendwann den Anfang.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 22.12.2002 um 16:37 (4246 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
[Treppenwitze der Geschichte - so hätte ich das Thema genannt]

Eine dankbare Geschichte aus dem Wirken der aktholischen Kirche habe ich neulich aufgeschnappt. Mal sehen, ob ich sie noch zusammenkriege - weiß nicht mehr, wo es stand.

Es waren also einmal die Kräuterfrauen die viel geheimnisvolles Wissen hatten und zudem wegen ihrer Eigenstaendigkeit bei den Männern, insbesondere den Quacksalbern, sehr unbeliebt waren. Daraufhin beschloß der Papst, sie der Kumpanei mit dem Teufel zu bezichtigen und zu beseitigen. Und weil der Teufel bekannterweise meistens in Form von Katzen auftritt (was ja schon alleine dadurch bewiesen ist, daß die Kräuterfrauen Katzen hatten), hat man die Katzen gleich mit beseitigt.
Dieser Geniestreich hatte über die unmittelbar Beteiligten hinaus auch für viele andere negative Konsequenzen. Erlöst von ihren natürlichen Feinden, den Katzen, kam es nämlich in vielen Gebieten zu einem rasanten Schädlingswangstum, in dessen Verlauf Mäuse und Ratten über die Nahrung der Menschen hervielen und viele Millionen verhungern müssen (der Papst wurde dafür wahrscheinlich heilig gesprochen). Ebenfalls unangenehm war, daß durch vornehmlich die Ratten viele Krankheiten, allen voran die Pest, übertragen wurde, woran noch einmal Millionen starben (spätestens jetzt ist die Heiligsprechung gewiß).
Als Schuldigen für diese unbefriedigenden Zustände entdeckte die Kirche dann die Juden, die die Kirche ohnehin nie leiden konnte, weil sie ja den Heiland umgebracht hatten und außerdem weder arm noch doof waren. Und weil viele aus dem Volke bei den Juden Schulden hatten, war damit der Samen für den europäischen Antisemitismus gesät, der im letzten Jahrhundert im Holocaust seinen Höhepunkt fand und auch heute noch zum Wahlkampfthema taugt.
Ebenfalls erwähnenswert ist, daß durch die Erdmordung der Kräuterfrauen auch sehr viel Heilkunde-Wissen verloren ging, was sicher auch nicht wenigen die Gesundheit und das Leben gekostet hat. U.a. verloren ging das Wissen über narkotisierende Pulverchen, was dazu führte, daß Operationen ohne Betäubung durchgeführt werden mußten (eine gute Stelle, um wieder mal der Kirche für ihre grossen Verdienste um die Menschheit zu danken). Kurioses Randstück: Als, ich glaube, es war im 18. oder 19. Jahrhundert, die Alchemisten die betäubende Wirkung mancher Chemikalien entdeckten und die Mediziner diese auch gegen den Geburtsschmerz einsetzen wollten, sperrte sich die Kirche gegen diese Erleichterung, denn schließlich hatte der Herr befohlen, daß das Weib unter Schmerzen gebären soll.

Ich denke, daß ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Ereignisse über große Zeiträume zusammenhängen und wie von einflußreichen Gruppen Fakten umgedeuten werden, um daraus einen Gewinn zu ziehen.

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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 05.03.2003 um 13:48 (3222 mal angezeigt)   ( 2. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Vor ein paar Wochen kam eine Doku über Stalin, die auch mit einer sehr netten Geschichte aufwarten konnte.
Und zwar war Stalin für seine Paranoia gefürchtet, die ihn überall Verschwörungen sehen ließ und ebenso für seine Gnadenlosigkeit, mit der er die bestrafte, die ihm negativ auffielen. Die Konsequenz daraus war, daß selbst engste Mitarbeiter, besser: Untergebene, in ständiger Angst vor im lebten und er sich außerdem prinzipiell nur mit Leuten umgab, die durch ihre Unfähigkeit seine Alleinherrschaft nicht gefährden konnten.
Als Stalin eines Morgens, ich glaube im Jahr 1953, einen Schlaganfall erlitt und nicht wie gewohnt morgens erschien, um seine Mitarbeiter zu verängstigen, getraute sich niemand, sein Zimmer zu betreten, um nachzuschauen, was los sei. Als man sich nach Stunden doch endlich überwand und den Diktator halbtot auf dem Fußboden fand, wurde die Panik unter den Lakeien noch größer und bis man endlich auf die Idee kam, einen Arzt zu rufen, war es zu spät.

Vielleicht hat da die Geschichtsforschung auch etwas geschummelt. Ich könnte mir auch vorstellen, daß die Mitarbeiter durchaus willendlich durch Untätigkeit seinen Tod in Kauf genommen haben und sich durch ihre vorgeschobene Hilfslosigkeit vor Strafe schützen wollten. Wie dem auch sei: Der große Henker ist letztendlich daran gestorben, daß er ein unausstehlicher Mensch war (-:

Stalin bekam übrigens ein ebenso würdevolle wie pompöses Begräbnis, IIRC ein eigenes Mausoläum. Als dann im Laufe der kommenden Jahre seine negative Seite mehr und mehr bekannt wurde, nahm man seinen Leichnam irgendwann und vergrub ihn des Nächtens wie einen toten Hund im Erdreich vor den Mauern des Kremls.

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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 09.04.2003 um 16:36 (3562 mal angezeigt)   ( 3. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
So, vor mir liegt eine Broschüre mit dem Titel fallen but not forgotten. Es handelt sich um eine Art Werbebroschüre für Gott. Die Veranlassung für dieses Schriftstück war der Anschlag auf das World Trade Center. Auf dem Schriftstück sind viele qualitativ hohe Aufnahmen abgebildet. Es richtet sich insbesonders an die Personen, die sich zu dem damaligen Zeitpunkt fragten, wo Gott während dieses Unglücks (und weitere) gewesen ist.

Where was God in those critical moments that meant the difference between life and death for so many?

Die Antwort wird geliefert: He was there, in New York and Washington, Tokyo and Columbine. He was with those wohl lived and those who died, hearing every prayer. He felt the anguish of every person suffering in confused darkness and silence. He grieved over the hideous sin perpetrated on those innocent people, but He wasn't surprised. Evil choices frequently affect innocent lives.

Was sich Leute alles einfallen lassen, um das Volk am Glauben an Gott festzuhalten, und wo Gott sich nicht überall die Augen zugekniffen haben muss...

Weiter heisst es: Proof of God's Love Why didn't God intervene for the victims...? But he did! He died for them long before they were born, even those victims who would never believe in Him.

Das ist die Anspielung auf die Botschaft am Kreuz, nämlich, dass Gott für alle Zeiten durch die Opferung 'seines Sohnes' (Achtung: teuflisches Menschenopfer!) vorgesorgt hat. Jawoll. Für die Unschuldigen in Irak und Afghanistan interveniert Gott doch auch nicht. Mit was für billigen Lügen wird da die Bevölkerung abgefüttert? Hat Gott ein neu-auserwähltes Dollar-Volk?

Aber damit nicht genug: am Freitag, den 14. September 2001, drei Tage nach dem Unglück (oder für was auch immer das gehalten wird) richtete der bekannte Prediger Billy Graham, der durchaus mal Präsidenten berät oder für sie betet, in der National Cathedral in Washington D.C. seine Worte an die Zuhörerschaft. U.a. liess er verlauten: My prayer today is that we will feel the loving arms of God wrapped around us, and will know in our hearts that He will never forsake us as we trust in Him.* Da haben wohl ein paar Propagandisten so kalkuliert, dass die Leute den Anschlag ohne Nachdenken in Kauf nehmen, damit in Afghanistan einmarschiert werden kann sonst alles drum und dran. Noch vor der Rede Grahams, am 12. September 2001, war der Beschluss bekanntgegeben: Irak werde angegriffen werden. Lassen wir mal kurz den Think Tank weg.

Die Broschüre ist doch De-Aufklärung im höchsten Massstab. Aber immernoch nicht genug: von anderer christlich-fundamentalistischer Seite wurde nämlich der Anschlag als Strafe Gottes verkündet und 'prophetisch' angedeutet. Und diese Sichtweise hat auch funktioniert. Und nun? Ist sich Gott uneins oder schizophren?
Alles nur Politik.

* Wenn es um das geht, was wir im Deutschen als 'Gott' in den Bibeln stehen haben, wird natürlich ein persönliches Fürwort immer gross geschrieben.

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