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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Politik Aktuell >> Unten einsparen, oben ansparen

Thread-View:
1. DogInstinkt, 03.12, 12:44 (Start)  *
  2. Bodo, 03.12, 16:39 (1)  *
    3. DogInstinkt, 03.12, 18:04 (2) 
      4. Bodo, 03.12, 18:21 (3) 

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Angezeigtes Thema: 'Unten einsparen, oben ansparen'
Beitrag Nummer 1 plus eine Antwort

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Von: DogInstinkt (Rang: Neuling)   Beiträge: 15
Mitglied seit: 20.07.2002
Geschrieben am: 03.12.2002 um 12:44 (1179 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Dreht euch nicht 'rum, der Sparhans geht um. Er greift am liebsten ganz weit in ganz leere Taschen. Er will den Euro wert sein, deshalb ehrt er den Cent des kleinen Mannes und der kleinen Frau. An die großen Eurobündel traut er sich nicht. Er will sich die Sympathien der Schwergewichte nicht verderben. Also wird wieder bei Familie Kleinschmidt gekürzt. Es reicht nicht, dass sie die Gesundheit demnächst noch teurer zu stehen kommt. Wer von ihnen den Job verliert, weil ihn z.B. die Post nicht mehr braucht, erhält bald nur noch 60 anstatt 67% des Netto-Lohnes als Arbeitslosengeld. Da spart Vater Staat ganz enorm, so zwischen 1 und 2 Mrd. Euro.

Das Ganze hat außerdem einen nicht zu unterschätzenden, erzieherischen Effekt: Die faulen Arbeitslosen werden noch stärker als bisher angetrieben, zumutbare Beschäftigung zu unzumutbaren Löhnen anzunehmen.

Oswald Metzger, früherer Haushaltsexperte der Grünen, findet das O.K. Zitat im Kölner Stadtanzeiger: "Wir animieren durch Höhe und Bezugsdauer von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe die Menschen zur Nichtarbeit." Zeit, die Faultiere aus der Hängematte zu scheuchen und ihnen, wie er findet, "Beschäftigung zu echten Marktpreisen zuzumuten." Der Markt bietet viel, aber nicht alles und immer seltener Löhne, von denen man leben kann. Arbeit hat ihren Preis. Der lautet für Millionen: Verzicht auf existenzsichernde Bezahlung. Arbeit haben und davon leben wollen. Das ist realitätsfernes Anspruchsdenken.

Auch die Zeit der Ansprüche an die Rundumversorgung von Vater Staat ist endgültig vorbei. Frag nicht, was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für ihn tun kannst, damit er die Maastricht-Kriterien erfüllt, kleiner Habenichts! Greif solange in Deine leere Tasche, bis sie Löcher hat! Es gibt keine Alternative: Die vollen Taschen sind so überfüllt, dass die Spareichel und ihre Finanzeintreiber ihre Händchen nicht richtig reinbekommen. Also legen sie noch ein paar Subventionen obendrauf. Wenn schon überfüllt, dann bitte richtig.

Manch ein Millionär wundert sich, warum ihm der Staat gerade mal um ein ganzes Prozent an Steuern erleichtert. Mittlerweile gibt es sogar eine Initiative Wohlhabender, die sich für die Einführung einer Vermögenssteuer stark machen. Verkehrte Welt: Vermögende wissen nicht, wohin mit ihrem Vermögen, doch Vater Staat weigert sich beharrlich, es anzutasten. Der verbeamtete politische Kleingeist treibt lieber das Kleinvieh niedriger Einkommen zusammen. Daran stoßen sich nicht nur eine wachsende Zahl Reicher, sondern sogar Unternehmensverbände, wie der BDI, womit der Gipfel des Absurden erreicht scheint.

BDI-Präsident Rogowski schlug unlängst in der Presse vor, staatliche Subventionen um 10 % abzubauen. Da würden zwar alle jammern, aber keinen träfe es wirklich schmerzhaft. Ungewohnte Worte aus dem Munde des Vertreters einer Institution, die ihre Klientel bisher so gern als notleidend verkauft und bei jeder Gelegenheit das Klagelied von der Gefährdung des Wirtschaftstandortes Deutschland angestimmt hat. Anscheinend geht es ihnen jetzt zu gut: Sie hocken auf Milliarden und Abermilliarden von Schotter und wissen nicht wohin damit. Bald flehen sie den Staat auf Knien an, ihnen nicht noch weitere Milliarden aufzubürden. Die gerechte Lastenverteilung sieht so aus, dass die Mehrheit unter ihren leeren Geldbeuteln leidet, während eine Minderheit unter der Last der vollen Bankkontos und Wertpapierdepots stöhnt. Um alle gleichmäßig zu entlasten, müsste der staatliche Besen die Finanztreppe von oben nach unten kehren, also die Scheinchen abwärts zu den Münzen und nicht die Münzen aufwärts zu den Scheinchen. Ist das so schwer zu begreifen?

Am besten fängt die Bundesbesenkammer bei sich selbst an: Der Wirtschaftsexperte Meinhard Miegel schlägt vor, den Bundestag von 600 auf 400 Abgeordnete zu verkleinern. Und wozu brauchen wir 16 Bundesländer, wenn es auch 8 tun? Dagegen sprechen freilich die Pöstchen und Versorgungsbezüge unserer Parlamentarier. Sie wollen gut gesichert sein. Und die Produktion von Heißluft am Misswirtschaftsstandort Deutschland darf keinesfalls gefährdet werden. Womit füllt man sonst die Wahlkampfballons?

Schon beachtlich, was unsere Abgeordneten leisten. Kommt zwar nicht der Bevölkerung, aber immerhin den Unternehmen zugute, für die sie als Lobbyisten die Bank drücken. Manche dösen dabei so seelenruhig vor sich hin, dass man, dem Beispiele Oswald Metzgers folgend, die Frage aufwerfen könnte, ob wir diese "Profis der Nation" nicht durch "Höhe und Bezugsdauer" ihrer Gehälter und sonstiger Bezüge zum "Nichtstun animieren". Vielleicht sollte diesen überbezahlten Arbeitssimulanten, die nichts mehr tun als sich wichtig, "Beschäftigung zu echten Marktpreisen" angeboten werden.

Doch dafür würden Wasserprediger und Weintrinker vom Schlage Metzgers die Bettdecke morgens nicht um einen Millimeter heben.

Der Sparteufel

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 03.12.2002 um 16:39 (1544 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Ein gewohnt gut gemachter Artikel von Dir.
Bedauerlich finde ich, daß Du bisher nie auf Beiträge eingegangen bist, die als Reaktion auf Deine Beiträge kamen. In diesem Fall hätte ich aber auch nichts einzuwenden (-;

Wenn Dir generell nicht an einer Diskussion gelegen ist, dann sind Deine Beiträge als Artikel (siehe im framelosen Forum oben links) aufgehoben, weil diese eher informativen Charakter haben.

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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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