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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Politik Aktuell >> Bundestrojaner

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1. revolutionsound, 29.08, 17:15 (Start)  *
  2. Bodo, 04.09, 10:46 (1)  *
    3. revolutionsound, 04.09, 21:35 (2) 
      4. Bodo, 05.09, 09:35 (3) 
        5. revolutionsound, 05.09, 22:52 (4) 
          6. Bodo, 06.09, 09:49 (5) 

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Angezeigtes Thema: 'Bundestrojaner'
Beitrag Nummer 1 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 29.08.2007 um 17:15 (2459 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Das Bundeskriminalamt hat offenbar einen Computer-Trojaner fertiggestellt, der beliebige Rechner aus der Ferne durchsuchen kann. Das geht aus jetzt enthüllten Schreiben des Innenministeriums hervor. Der Bundes-Trojaner soll sogar Mobilgeräte ausspionieren können. Online-Durchsuchungen

Am interessantesten ist wohl die Frage: Wie kommt der Trojaner auf den Rechner?

Da heißt es in dem Abschnitt: Anfang August hatten bereits Vertreter des Bundeskriminalamts (BKA) dem Computer-Magazin "Chip" erklärt, die Standard-Vorgehensweise sei, dass Beamte unbemerkt in die Wohnung des Verdächtigen eindringen, die IT-Ausstattung analysieren und das weitere Vorgehen darauf abstimmen. In der Regel werde das Schnüffelprogramm bei einem zweiten Einbruch installiert, seine Erkenntnisse würde es dann unbemerkt ans BKA übertragen. Auch E-Mails anderer Behörden würden als Alternative gesehen, um den Trojaner zu installieren.

Interessant die Fragen, die Bürger und Bund nun beschäftigen:

~ Wie verhält sich jemand, der den Trojaner entdeckt? Und wie verhält sich die Behörde, wenn sie bemerkt, dass er den Trojaner entdeckt hat?

~~ Wer soll ausgespäht werden?

~~~ Wie verhalten sich Behörden, wenn sie dabei ertappt werden, allerdings von Außenstehenden, Anwohnern - also nicht von demjenigen, der ausgespäht werden soll?

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 04.09.2007 um 10:46 (3087 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2007-08-29 17:15 hat revolutionsound geschrieben:

Da heißt es in dem Abschnitt: Anfang August hatten bereits Vertreter des Bundeskriminalamts (BKA) dem Computer-Magazin "Chip" erklärt, die Standard-Vorgehensweise sei, dass Beamte unbemerkt in die Wohnung des Verdächtigen eindringen, die IT-Ausstattung analysieren und das weitere Vorgehen darauf abstimmen. In der Regel werde das Schnüffelprogramm bei einem zweiten Einbruch installiert, seine Erkenntnisse würde es dann unbemerkt ans BKA übertragen.

Irgendwie kommt mir vor, als würden da die Ermittlungsmethoden der germanischen Späher mit denen des 21. Jahrhunderts kombiniert werden. Da ist der Erfolg ja geradezu zwangsläufig (-:


Auch E-Mails anderer Behörden würden als Alternative gesehen, um den Trojaner zu installieren.

Wer kriegt schon Mails von Behörden - das fällt ja noch mehr auf.


Ich denke, dass ist zu einem grossen Anteil Desinformation. Den Ermittlungsbehörden kann nicht daran gelegen sein, dass man weiss, wie man sich schützen kann.

Da denkt der böse Terrorist: "Ich habe heute noch gar keine Mail von der Kanzlerin bekommen und meine Haustür wurden auch nicht aufgestemmt - ich werde als nicht beobachtet."

Schön - wenn alle so denken.
Bei TP wäre vor ein paar Monaten ein Artikel, der einen komplett anderen Weg aufgezeigt hat. Offenbar haben die Behörden bei jedem Provider eine Schnittstelle, über die sie den Datenstrom überwachen und manipulieren können. Dort kann gezielt für jeden Benutzer etwas manipuliert werden, z.B. der Download der neuen Firefox-Version um ein paar zusätzliche Funktionen erweitert.

-> http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24766/1.html



Interessant die Fragen, die Bürger und Bund nun beschäftigen:

~ Wie verhält sich jemand, der den Trojaner entdeckt? Und wie verhält sich die Behörde, wenn sie bemerkt, dass er den Trojaner entdeckt hat?

Sicherlich ist in zu Beseitigen bereits eine Straftat. Dann hat man den Täter schon am Wickel. Erstens hat er eine Ermittlung gestört und zweitens hat er das ja nur gemacht, weil er schuldig ist.

Andere Frage: Wer kommt für Schäden auf, die die Software verursacht?


~~ Wer soll ausgespäht werden?

Nur die links der Mitte (-;

~~~ Wie verhalten sich Behörden, wenn sie dabei ertappt werden, allerdings von Außenstehenden, Anwohnern - also nicht von demjenigen, der ausgespäht werden soll?

"Computer" - nie von gehört!

_________________
Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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