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Forum: Politik Aktuell
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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Politik Aktuell >> Wie viel Demokratie sind wir?

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1. revolutionsound, 30.06, 12:09 (Start) 
  2. Bodo, 02.07, 19:57 (1) 
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      10. Bodo, 30.07, 21:07 (9) 
        11. revolutionsound, 03.08, 00:21 (10)  *
          12. Bodo, 09.08, 17:32 (11)  *
13. revolutionsound, 09.08, 20:29 (12) 
  14. Bodo, 11.08, 20:02 (13) 
    15. revolutionsound, 15.08, 15:11 (14) 
      16. Bodo, 17.08, 22:43 (15) 

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Angezeigtes Thema: 'Wie viel Demokratie sind wir?'
Beitrag Nummer 11 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 03.08.2006 um 00:21 (1186 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Am 2006-07-30 21:07 hat Bodo geschrieben:

Am 2006-07-21 00:50 hat revolutionsound geschrieben:

Fakt scheint: Demokratien haben relativ hohen Wohlstand.

Vielleicht liegt das aber auch daran, weil man bewohlstandeten Bürgern mehr Rechte zugestehen kann.

Eher richtig scheint mir, dass sich eine breite bewohlstandete Bürgerschicht sich seine Rechte holt/zu holen vermag.

Wie macht sie das?

In der Vergangenheit? Durch Revolution. Oder durch einen Konflikt mit der autoritären Gewalt.

Andererseits sehen wir auch, inbesondere in Europa, dass viele Demokratien wirtschaftlich immer stärker ins Trudeln geraten.

Es gibt die Leute, die der Demokratie an sich ein Ende prophezeien.

Um sie durch was abzulösen?

Durch die Globalisierung würden Regierungen an Eigenständigkeit verlieren und Spielbälle transnationaler Wirtschaftsinteressen werden. (formuliert von zwei Experten: Teusch und Kahl 2001, wird im Buch über "Theorien der Internationalen Beziehungen von Schieder/Spindler erwähnt, 2003). Ende der traditionellen Demokratie, Wahlen nur Formsache.

Ich auch nicht (-:
Konkret fällt mir nur ein, dass man den Tierschutz ins Grundgesetzt aufnehmen wollte. Aber ob in die Top 20 weiss ich nicht.

Bestimmt nicht. Das ist eine eigene Sparte. In die ersten 20 gehören die Grundrechte der Bürger bzw. die Grundpflichten des Staates.

Ist da gar kein Platz für ein oder zwei Tierchen?

Oh, ups. Art. 20a: Der Staat schützt auch in Verantworutng für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. (also doch unter den ersten 20).

Wenn wir einfach aggressiv werden, könnten wir theoretisch eine UN-Resolution gegen uns auf den Tisch liegen haben.

Das ist ja schlimmer als ein blauer Brief aus Brüssel!!!!

Am Besten: man macht den Staat weniger verwundbar, verteilt die Einfuhren und stellt auf alternative Energien um. Für die BRD ist das zwar nicht einfach. Aber umso weniger müssen die Spitzen über militärische Gepflogenheiten nachdenken.

Und so militärisch mächtig sind wir eigentlich nicht.

Für einen rohstoffreichen Kleinstaat ein Afrika reicht es vielleicht.

Würde die Bevölkerung der BRD und die Opposition das mittragen? Nach Innen muss so eine Maßnahme ja gerechtfertigt werden.

Was wäre ein Alternativvorschlag: sollte ein Kollektiv wie die NATO reagieren und ein Wirtschaftsembargo gegen denjenigen einleiten, der den Hahn abdreht?

Hier muss, zumindest von der mir bekannten Formulierung her, durchaus keine Aggression des anderen vorliegen.

Allerdings gibt es gewisse Handlungsschrenken für solche Länder. Sie können nicht einfach Willkürpreise festlegen, da sich die Preise am internationalem Markt orientieren sollten. Deswegen wollte Russland den Preis für die Ukraine anheben. Der Preis für die Ukraine war tatsächlich unter internationalem Niveau. Bei Ausscheren straft das Staatenkollektiv ab, denke ich mal. Problematischer wird es, wenn die ganzen OPEC-Staaten eine Gemeinschaftsaktion machen. Aber dann tritt der Westen auch konzertiert auf.

Es geht hier nicht um den internationalen Markt sondern um die Durchsetzung der nationalen Interessen. Und da kann es durchaus sein, dass das nationale Interesse seine Rohstoffe nicht zu marktüblichen Preisen kaufen will.

Auf jeden Fall Zugangssicherung laut Strategiepapier. Und wenn die Versorgung im Winter nicht gewährleistet ist, könnte das Abdrehen des Hahnes als Aggression interpretiert werden.

Siehe dazu auch das Thema Kolonialismus.

Stichwort: Neokolonialismus. Ist ein aktuelles Thema.

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 09.08.2006 um 17:32 (1213 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2006-08-03 00:21 hat revolutionsound geschrieben:

Eher richtig scheint mir, dass sich eine breite bewohlstandete Bürgerschicht sich seine Rechte holt/zu holen vermag.

Wie macht sie das?

In der Vergangenheit? Durch Revolution.

Eine Revlution der Bürgerschicht? Nennst Du Beispiels? (-:

Oder durch einen Konflikt mit der autoritären Gewalt.

Nicht zahlen eines Strafzettels? (-:



Es gibt die Leute, die der Demokratie an sich ein Ende prophezeien.

Um sie durch was abzulösen?

Durch die Globalisierung würden Regierungen an Eigenständigkeit verlieren und Spielbälle transnationaler Wirtschaftsinteressen werden. (formuliert von zwei Experten: Teusch und Kahl 2001, wird im Buch über "Theorien der Internationalen Beziehungen von Schieder/Spindler erwähnt, 2003). Ende der traditionellen Demokratie, Wahlen nur Formsache.

Das funktioniert aber nur, wenn die Politik dabei mitmacht.
Aber in der Tat ist die Annahme, dass sie sich zum willfährigen Handlanger von Konzerninteressen macht, ziemlich realistisch.

Aber auch die Konzerne haben Interesse daran, dass möglichst viele Leute in Wohlstand leben und konsumieren können.


Oh, ups. Art. 20a: Der Staat schützt auch in Verantworutng für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. (also doch unter den ersten 20).

Schützen und bewahren. Ein bewährtes und immer wieder ernst genommenes Konzept (-;


Am Besten: man macht den Staat weniger verwundbar, verteilt die Einfuhren und stellt auf alternative Energien um. Für die BRD ist das zwar nicht einfach. Aber umso weniger müssen die Spitzen über militärische Gepflogenheiten nachdenken.

Energie ist das entscheidende. Je mehr und je billiger man die hat, umso mehr kann man auch Recyclen und umso weniger Rohstoffe braucht man.
Aber da ist ausser der Kernfusion keine praktikable Alternative in Sicht.


Und so militärisch mächtig sind wir eigentlich nicht.

Für einen rohstoffreichen Kleinstaat ein Afrika reicht es vielleicht.

Würde die Bevölkerung der BRD und die Opposition das mittragen? Nach Innen muss so eine Maßnahme ja gerechtfertigt werden.

Das klappt schon. Wir stehen doch auch im Kosovo, Afghanistan und dem Kongo.
Vielleicht sollte man den Leute nicht eben erzählen, dass an es nur aus wirtschaftlichen Gründen tut. Aber wenn man humane Gründe vorschiebt und die Medien das gut transportieren...

Die US-Bevölkerung schluckt ja auch ohne Widerstand, dass zur Sicherung ihres Wohlstands kriege geführt werden. Und was in den USA möglich ist, ist prinzipiell in jedem Land möglich.
Sogar im Land der Dichter und Denker (-;


Siehe dazu auch das Thema Kolonialismus.

Stichwort: Neokolonialismus. Ist ein aktuelles Thema.

Hm. Dann erfinde ich hiermit Neo-Neokolonialismus - das aktuellste Problem (-:

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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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