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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Wissenschaft und Politik >> Menschroboter "greifbar nahe"

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     24. Bodo, 24.09, 22:26 (23) 
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Angezeigtes Thema: 'Menschroboter "greifbar nahe"'
Beitrag Nummer 11 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 30.08.2004 um 19:06 (1352 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Hola Bodo

Am 2004-08-30 00:05 hat Bodo geschrieben:

Hi Marc.


Wenn das Geld fuer ein Projekt zusammengetrieben worden ist, muss man sich sehr darum sorgen, dass es in sicheren Haenden bleibt: am Besten, man fuehrt die Konten vor Ort selbst. Die oertlichen Regierungen sind oft sehr korrupt, und wenn man nicht staendig hinterher ist, insbesondere wenn man keinen Status hat und nicht hebeln kann, dann kann das Geld schonmal in die falschen Taschen fliessen. Oder es wird investiert, gebaut, ausgeruestet und anschliessend einfach vernachlaessigt. Das konnten wir in San Miguel im Bundesstaat Puebla bewundern: die Station bricht beinahe in sich zusammen - es wird sich von staatlicher Seite auf "Landkreisebene" nicht darum gekuemmert. Manchmal werden solche Einrichtungen gebaut, blos um Stimmen fuer die naechsten Wahlen einzufangen. Dazu ist dann gerade noch Geld da, aber dann nicht mehr.

Wie ist in Mexiko die Infrastruktur ausserhalb der Städte? Haben alle Strom? Sauberes Wasser? Wissen die, was das Internet ist?

Bis vor wenigen Jahren gab es Ortschaften ausserhalb der grossen Staedte, die keinen Strom hatten. Bei Sturm faellt Strom manchmal fuer Tage aus, da die Elektriker mit den Reparaturen nicht hinterherkommen oder die Sache langsam angehen. Es gibt Ortschaften, die keine feste Strasse als Zugang haben, was alles verlangsamt. In Sachen Hygiene gibt es Fortschritte, deswegen sind die Leute durchschnittlich gesuender. Die Lebenserwartung nimmt zu, die Muetter- und Kindersterblichkeit nimmt beispielsweise in der Sierra Negra ab.
Internet haben diese Gemeinden eher nicht, hoechstens vielleicht im Buergerhaus. Viele Leute sprechen auch kein Spanisch, insbesondere Frauen. Und z.B. auf der Sprache Nahuatl sind die Internetseiten sehr rar.
Zugang zu sauberen Wasser haben nicht alle Ortschaften. Auf dem Weg zu San Miguel sind wir zu einer Wasseraufbereitungsanlage vorbeigekommen. Allem Anschein nach wurde sie wenig in Anspruch genommen. Das ist manchmal das andere grosse Manko, welches eintritt. Die Menschen machen zu wenig Gebrauch. In manchen Ortschaften hat sich aufgrund der schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit eine gewisse Resignation eingestellt. Ausserdem - und das faellt auf - scheinen viele Maenner dem Alkohol verfallen zu sein.
Zudem findet Landflucht statt, insbesondere die im Alter von 18 bis 35 ziehen in die Stadt, Frauen und Maenner, nicht wenige versuchen, sich in die USA abzusetzen. Ziel der Landflucht ist oftmals Mexiko-Stadt. Die ehemaligen Landbewohner setzen sich oft im Norden dieser Riesenstadt auf, quasi ueber Nacht, und dann faellt es an Infrastruktur. In solchen Gegenden fehlt manchmal sogar der Wasserzugang. Mexikostadt waechst noch immer - und die Agglomeration hat schon weit ueber 20 Millionen Einwohner.

Man denkt, dass Naegel mit Koepfen gemacht worden sind, aber dann folgen die langsamen Muehlen. Oder ein Minister setzt einfach nicht seine Unterschrift drunter, da er anderweitig "so beschaeftigt" ist.

Dafür gibt es bei den Amis Praktikantinnen. Die sorgen dafür dass die Entscheidungsträger freie Hände haben <-:

Die sie dann am liebsten in Unschuld waschen wuerden...

Zwischendurch sollte man sich immer wieder einmal Zeit nehmen, um das Projekt vor Ort zu besehen und zu evaluieren und alle Verantworlichen treffen und moeglichst irgendetwas offiziell Schriftliches aufsetzen und naechste Ziele setzen. Am ersten Tag muss es so aussehen, als sei alles in trockenen Tuechern, sonst wirkt das Traegheitsgesetz umso staerker.

Wie machen es die Mexikaner selbst? Warten die, dass man Ihnen hilft oder packen die an?

Beides. Man muss sie oft zu einer Beteiligung animieren. Es ist ohnehin stets besser und wirksamer. Besonders hilft es nicht, wenn man ihnen ein Projekt auf die Nase drueckt. Sie selbst sollten wollen oder sich der Folgen und der Notwendigkeit bewusst sein. Wenn sie keine Notwendigkeit sehen, was soll man dann machen? Aber will schon keine Versorgung im Falle von Zahnschmerzen haben...
In Cuaxuxpa macht die Bevoelkerung mit. Sie traegt aktiv dazu bei, dass die Gesundheitsstation laeuft. In Sachen Geburtenkontrolle hapert es allerdings. Die Familien sind sehr gross und mit der Versorgung steht es dort zwar noch nicht ganz so schlecht, aber in marginalisierteren Gegenden durchaus doch.

Ich behaupte einfach mal: Gott wäre kein Patriot.

Habe ich bei Dir schon oft gelesen, aber nie darüber nachgedacht. Ich denke, Gott wäre Patriot. Denn er wäre stolz auf das, was er in Gemeinschaft mit anderen geschaffen hätte.

Das koennte ich mir auch gut vorstellen. Allerdings koennte ich mir auch vorstellen, dass Gott Staatsgrenzen, oder einfach Grenzen zwischen den Gemeinschaften, die oft Anlass fuer Spannungen sind, aufweichen wollen wuerde, sprich, zwischen Gemeinschaften gar Verbindungen herstellen wollen wuerde. Das ist manchmal eine beachtliche Leistung.

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 02.09.2004 um 01:20 (1369 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2004-08-30 19:06 hat revolutionsound geschrieben:

Auf dem Weg zu San Miguel sind wir zu einer Wasseraufbereitungsanlage vorbeigekommen. Allem Anschein nach wurde sie wenig in Anspruch genommen. Das ist manchmal das andere grosse Manko, welches eintritt. Die Menschen machen zu wenig Gebrauch.

Vielleicht ein defektes Geschenk einer ausländischen, staatlichen Entwicklungshilfe, das dort keiner Reparieren kann.

Ich habe demletzt einen Bericht über EU-Subventionen für friesische Krabbenfischer gesehen. Die hatten von der EU eine handvoll Krabbelpu[h]lmaschinen zu je 150.000 Euro bekommen, um gegen Erzeuger ausserhalb der EU konkurrenzfähig zu sein.
Leider sind diese Geräte aber so wartungsintenstiv, dass die laufenden Kosten sich nicht rechnen, weswegen die Fischer die Krabben nun an irgendeinen europäischen Großhändler verkaufen, der sie in Marokko pu[h]len läßt und dann in Europa verkauft.
Vielleicht war die Subvention für die Fischer eigentlich eher eine Subvention der Maschinenhersteller (-;


Ausserdem - und das faellt auf - scheinen viele Maenner dem Alkohol verfallen zu sein.

Daaaas ist schlecht. Es sei denn, es ist Alkohol aus der EU <-:


Ich behaupte einfach mal: Gott wäre kein Patriot.

Habe ich bei Dir schon oft gelesen, aber nie darüber nachgedacht. Ich denke, Gott wäre Patriot. Denn er wäre stolz auf das, was er in Gemeinschaft mit anderen geschaffen hätte.

Das koennte ich mir auch gut vorstellen. Allerdings koennte ich mir auch vorstellen, dass Gott Staatsgrenzen, oder einfach Grenzen zwischen den Gemeinschaften, die oft Anlass fuer Spannungen sind, aufweichen wollen wuerde, sprich, zwischen Gemeinschaften gar Verbindungen herstellen wollen wuerde.

Natürlich. Was interessieren einen Gott Grenzen, die irgendein Politiker gezogen hat. Das interessiert doch nicht mal aufgeklärte Menschen.



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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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