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Forum: Volkswirtschaft
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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Volkswirtschaft >> Das Wirtschaftswunder?

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1. AM36, 10.08, 14:39 (Start) 
  2. revolutionsound, 11.08, 00:29 (1)  *
    3. AM36, 11.08, 08:45 (2)  *
      4. revolutionsound, 11.08, 16:34 (3) 
        5. AM36, 13.08, 11:39 (4) 
          6. revolutionsound, 13.08, 13:32 (5) 
        7. AM36, 13.08, 12:17 (4) 
          8. revolutionsound, 13.08, 13:43 (7) 
            9. AM36, 13.08, 14:29 (8) 
              10. revolutionsound, 13.08, 21:28 (9) 
            11. AM36, 14.08, 00:48 (10) 
              12. revolutionsound, 15.08, 15:52 (11) 
      13. Bodo, 13.08, 16:32 (7) 
    14. AM36, 13.08, 13:48 (4) 
      15. revolutionsound, 13.08, 14:05 (14) 
  16. Bodo, 13.08, 16:18 (3) 
17. Bodo, 13.08, 16:07 (2)  *
  18. revolutionsound, 13.08, 21:44 (17) 
    19. Bodo, 14.08, 16:34 (18) 
      20. revolutionsound, 15.08, 15:54 (19) 
21. Bodo, 13.08, 21:46 (1) 
  22. revolutionsound, 13.08, 21:59 (21) 
    23. Bodo, 14.08, 16:43 (22) 
      24. revolutionsound, 15.08, 16:01 (23) 
        25. Bodo, 15.08, 22:00 (24) 
          26. revolutionsound, 16.08, 16:47 (25) 
            27. Bodo, 17.08, 21:44 (26) 
              28. revolutionsound, 18.08, 00:10 (27) 

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Angezeigtes Thema: 'Das Wirtschaftswunder?'
Beitrag Nummer 2 plus 2 Antworten

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 11.08.2005 um 00:29 (3121 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Am 2005-08-10 14:39 hat AM36 geschrieben:

Eine Frage an Experten:

Bis die antworten, dauert das hier sehr lang.

"Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um die gleiche wirtschaftliche Situation zu schaffen, wie sie nach dem zweiten Weltkieg in Deutschland vorhanden war?"

Komplexe Frage. Und es geht wohl um das Wirtschaftswunder.
Was waren die wirtschaftlichen Bedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg? Erstmal musste die BRD aus den Trümmern auferstehen. Zahlreiche Hindernisse plagten natürlich das Land: Bevölkerungsverluste, fehlende Infrastruktur, verlorenes Ansehen in der Welt, Kontrolle von Aussen, Auflagen. Die Besatzer selbst spalteten sich, der Kalte Krieg bahnte sich an. Das “Wirtschaftswunder” durfte nur Westdeutschland erfahren. Das Plus für die BRD damals war, dass die Weltwirtschaft wieder angekurbelt wurde, die USA sich die BRD als zu unterstützenden Wirtschaftspartner ausgesucht hatte, dass durchaus Fachwissen in der BRD vorhanden war, und vielleicht auch, dass andere Industriestaaten zugleich als Kolonialstaaten erhebliche Probleme mit ihren Kolonien bekamen. Ausserdem gingen einige Staaten ebenfalls geschwächt aus dem Zweiten Weltkrieg hervor, unter ihnen Frankreich und Großbritannien. Gerade GB musste seine Vorreiterposition an die USA abgeben. Es gab verhältnismässig wenige Industriestaaten.
Deutschland machte den Aufstieg, erlebte sein eigenes Wirtschaftswunder. Doch blieb Deutschland nicht allein. In Asien stieg Japan auf. Einige Staaten weltweit schafften mittlerweile den Sprung über die Schwelle und somit wuchs die Konkurrenz. Die Produktion deutscher Produkte ist zu einem nicht geringen Anteil verlagert, denn im Ausland lassen sich viele Produkte billiger herstellen. Die Landwirtschaft beschäftigt nur noch wenige. Die Dienstleistungen gewannen an Gewicht.
Entscheidend noch sind demographische Entwicklungen: die Minderheit der Bevölkerung arbeitet, die Mehrheit der Bevölkerung wird versorgt. Und die Bevölkerung altert.
Was wären also die Bedinungen für einen bevorstehenden wirtschaftlichen Aufstieg wie kurz nach den Zweiten Weltkrieg? Es ist ja immer noch so: wir sind oben und mischen noch immer an der Weltspitze mit. Voraussetzung für einen Aufschwung, den man Wirtschaftswunder nennen könnte, wäre ein gewaltiger Abstieg, was man sich eigentlich nicht ausmalen möchte. Es bedeutet auf jeden Fall Krise, vielleicht gar eine Welt(wirtschafts)krise, aus der Deutschland schnell wieder aufstehen müsste. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland im Maschinenbau und im Fahrzeugbau mit weltführend. Ein Wirtschaftswunder braucht eine Sparte, in der es den Mitstreitern zeigt, wo es langgeht, eine Sparte, auf der man Rücklagen aufbauen kann. Und es sollte etwas Großes aufgebaut werden, etwas, dass große Beschäftigung mit sich bringt. Doch was könnte es sein? Die BRD hat genug Häuser, Autos, Kühlschränke, Fernseher, PCs und Handys, sie hat Infrastruktur. Ist ja alles da. Müsste die BRD also vorher einiges verlieren? Solche Überlegungen sind ziemlich delikat...

Das ist in der Tat eine sehr interessante Frage, muss ich noch anmerken..

AM36, zu welchen Schlüssen bist du gekommen?

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: AM36 (Rang: Neuling)   Beiträge: 7
Mitglied seit: 10.08.2005
Geschrieben am: 11.08.2005 um 08:45 (1142 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
...Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland im Maschinenbau und im Fahrzeugbau mit weltführend. Ein Wirtschaftswunder braucht eine Sparte, in der es den Mitstreitern zeigt, wo es langgeht, eine Sparte, auf der man Rücklagen aufbauen kann. Und es sollte etwas Großes aufgebaut werden, etwas, dass große Beschäftigung mit sich bringt.

Doch was könnte es sein?

Die BRD hat genug Häuser, Autos, Kühlschränke, Fernseher, PCs und Handys, sie hat Infrastruktur.
Ist ja alles da....


Das bedeutet also: Wenn alles da ist, kann also nichts Großes mehr aufgebaut werden.
Warum versucht dann die Wirtschaft, nach dem gleichen Modell zu wirtschaften, wie es nach dem zweiten Weltkrieg der Fall war?
Und warum erkennt die Regierung solche einfachen Sachverhalte nicht, was selbst kleine Kinder längst wissen?

Warum wird auf der Universität, BWL und VWL gelehrt, nach völlig veralteten Modellen, nach Preis-Nachfrage, nach Gewinnmaximierung mit gegebenen Mitteln?
So, als würde die Wirtschaft noch immer florieren, sprich so als würde es noch Marktlücken geben und die Produkte verkauft würden, obwohl dem Verbraucher kein Geld zum ausgeben zur Verfügung steht.

Was wäre wenn, alle Staaten der Erde entschuldet würden?
Also alle Staaten völlig schuldenfrei wären.

Warum kostet ein Brot nachdem 2.Weltkrieg 1950, 60.- Pfennige und 2005, 1,60.- Euro?
Das nennt man wohl Inflation.

Was wäre wenn, alle Preise auf der Welt minimiert würden, während das Einkommen der Leute maximiert würden?






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Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 13.08.2005 um 16:07 (1147 mal angezeigt)   ( 2. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2005-08-11 00:29 hat revolutionsound geschrieben:

"Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um die gleiche wirtschaftliche Situation zu schaffen, wie sie nach dem zweiten Weltkieg in Deutschland vorhanden war?"

Komplexe Frage. Und es geht wohl um das Wirtschaftswunder.

Bei dem "Betreff" keine riskante Annahme (-;


Was waren die wirtschaftlichen Bedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg? Erstmal musste die BRD aus den Trümmern auferstehen. Zahlreiche Hindernisse plagten natürlich das Land: Bevölkerungsverluste, fehlende Infrastruktur, verlorenes Ansehen in der Welt, Kontrolle von Aussen, Auflagen. Die Besatzer selbst spalteten sich, der Kalte Krieg bahnte sich an. Das “Wirtschaftswunder” durfte nur Westdeutschland erfahren. Das Plus für die BRD damals war, dass die Weltwirtschaft wieder angekurbelt wurde, die USA sich die BRD als zu unterstützenden Wirtschaftspartner ausgesucht hatte, dass durchaus Fachwissen in der BRD vorhanden war, und vielleicht auch, dass andere Industriestaaten zugleich als Kolonialstaaten erhebliche Probleme mit ihren Kolonien bekamen. Ausserdem gingen einige Staaten ebenfalls geschwächt aus dem Zweiten Weltkrieg hervor, unter ihnen Frankreich und Großbritannien. Gerade GB musste seine Vorreiterposition an die USA abgeben. Es gab verhältnismässig wenige Industriestaaten.

Eine florierende Weltwirtschaft ist im Allgemeinen eine wesentliche Vorraussetzung für eine florierende nationale Volkswirtschaft. Ich denke also nicht, dass die Schwächen der anderen die wirtschaftliche Stärke Deutschlands erklären.

Es wurde damals viel gefördert (Stichwort Marshallplan) und Wiederaufbau bedeutet immer auch Investition. Und Investition entscheidet über das Wachstum.

Aus Schulzeiten erinnere ich mich noch, dass nach dem Krieg von den Siegern im grossen Umfang Produktionsstädten in Deutschland abgebaut und als Entschädigung mitgenommen wurden. Das ist zwar erst mal ein grosser Verlust, aber nach dem Wiederaufbau hat man das neue Zeug - und die anderen den alten Kram. Das ist gut für Produktivität und Qualität.


Deutschland machte den Aufstieg, erlebte sein eigenes Wirtschaftswunder. Doch blieb Deutschland nicht allein. In Asien stieg Japan auf. Einige Staaten weltweit schafften mittlerweile den Sprung über die Schwelle und somit wuchs die Konkurrenz. Die Produktion deutscher Produkte ist zu einem nicht geringen Anteil verlagert, denn im Ausland lassen sich viele Produkte billiger herstellen. Die Landwirtschaft beschäftigt nur noch wenige. Die Dienstleistungen gewannen an Gewicht.
Entscheidend noch sind demographische Entwicklungen: die Minderheit der Bevölkerung arbeitet, die Mehrheit der Bevölkerung wird versorgt. Und die Bevölkerung altert.

Genau. Ich kenne keine Zahlen, aber ganz sicher wurden 1950 anteilsmässig weit weniger Geld für soziale Aufgaben ausgegeben. Heutzutage ist es doch so, dass 75% oder noch mehr für Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Pensionen, Renten etc. ausgegeben werden. Da bleibt zu wenig für Invesition, Forschung etc.


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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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