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© 2002 Bodo Kaelberer

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Forum: Volkswirtschaft
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Neues Thema
mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Volkswirtschaft >> Insolvenz der Kirch-Gruppe - Meinungen?

Thread-View:
1. Bodo, 06.04, 10:55 (Start) 
  2. Kunstguerilla, 08.04, 14:04 (1) 
    3. Bodo, 08.04, 14:18 (2) 
      4. Kunstguerilla, 17.04, 15:45 (3) 
        5. Bodo, 17.04, 16:08 (4) 
6. Kunstguerilla, 19.04, 18:47 (5) 
  7. Bodo, 19.04, 18:56 (6) 
    8. Kunstguerilla, 19.04, 20:21 (7) 
      9. Bodo, 19.04, 22:13 (8) 
        10. Kunstguerilla, 20.04, 01:27 (9)  *
11. Bodo, 20.04, 01:42 (10)  *
  12. Kunstguerilla, 20.04, 14:57 (11) 
    13. Bodo, 20.04, 15:19 (12) 
      14. Kunstguerilla, 21.04, 10:14 (13) 

Erklärung: Vor jedem Beitrag, repräsentiert durch den Namen seines Autors, steht seine Nummer. Dahinter folgt in Klammern die Nummer des Beitrags, auf den er die Antwort ist.
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Angezeigtes Thema: 'Insolvenz der Kirch-Gruppe - Meinungen?'
Beitrag Nummer 10 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: Kunstguerilla (Rang: Moderator)   Beiträge: 508
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 20.04.2002 um 01:27 (1208 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
So, das ist die letzte für heute. Ich hoffe, daß ich damit und den anderen Messages des heutigen Tages zumindest für heute rehabilitiert bin

Am 2002-04-19 22:13 hat Bodo geschrieben:
Es gibt einfach zuwenig, was nicht schon im normalen TV kommt. Da ist nichts, um sich anzuheben. Zumindest nichts, was fuer die Masse interessant ist und nur mit der lohnt es sich finanziell.

Na eben, sag ich doch, also kann es wegfallen, bevor es gefährlich wird und den Steuerzahler noch Geld kosten könnte, um Arbeitsplätze zu retten.

Das sind 20km und kostet fuer einmal fuer zwei Personen so viel, wie ein Monat Premiere (-;

Schon, aber das Ambiente!

Manche wissen nicht mal den Wert des Hundekots am Strassenrand zu schaetzen. <-:

Daß Du nichts von Fußball verstehst und vor allem nicht von dessen Faszination weiß ich ja schon seit Jahren.

Das ist ein ziemliches bloedes Forum hier, wo die Smilies immer am ende des Textes angefuegt werden. Da mach ich sie lieber selbst.

Ja wenn man auch die Buttons nimmt, um einen Smiley einzufügen. Und dann auch noch die Alternative des rechtsdrehenden Smileys, der nicht mal als Image umgesetzt wird - bäh!

[Jetzt wird es on-topic]

Ich glaube, jetzt bewirkt es kaum noch was. Der grosse Auftritt des Themas in den Medien war schon und so sehr, wie mit dem Sturz, wird man sich mit einer Rettung nicht beschaeftigen. Damit ist das Thema fuer die Politik eigentlich schon verloren.

Augenscheinlich ja, aber ich hoffe doch, dass FDP, Grüne und SPD das Thema noch einmal auf den Wahlkampftisch bringen, denn das ist für die Person Stoiber schon nicht uninteressant, war sein Kirch-Schachzug eben alles andere als Champions-League, sondern Regionalliga.

[Mythos vom starken Wirtschaftsmann Stoiber]

Der basiert wohl ohnehin nur auf mangelnder Aufklaerung.

Unbedingt. Äh, war das nicht mal der Grund für uns beide, dieses Portal zu eröffnen?

Ich selbst hab da ja auch dran geglaubt (und konnte die CSU trotzdem nicht ab (-;) um dann zu erfahren, dass das Geld massgeblich aus Verkaeufen von Staatseigentum stammt.
Irgendwie schon derb. Weil was dem Staat gehoert, gehoert eigentlich dem Steuerzahler. Und dass das dann von einer Partei verkauft wird um sich damit die Gunst des Waehlers zu erschleichen... also wo sa ma denn?

In Bayern, da wo mol der Kini regiert hot.

Ist wirklich derb mit der rigorosen Privatisierung von Stoiber. Nur schade für ihn, dass er nun kaum noch etwas findet zum Privatisieren. Also wird das Geld knapp und damit gerät er in Bedrängnis. Weiter Negativschlagzeilen, die am Mythos rütteln: Im Moment steigt die Arbeitslosigkeit in Bayern am schnellsten von allen Bundesländern und in Bayern gab es in 2001 auch die größte Anzahl an Insolvenzen im Bundesgebiet.

Nee, nee, merkelt auf, der kocht auch nur mit zerstoibertem Wasser

Gute Nacht.


_________________
Wir haben die Demokratie längst verschlafen, deshalb müssen wir
endlich wieder mehr-demokratie-wagen.de!

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 20.04.2002 um 01:42 (1267 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen

Am 2002-04-20 01:27 hat Kunstguerilla geschrieben:
Daß Du nichts von Fußball verstehst und vor allem nicht vrbeitnehmer wenn sie selber alles verbockt haben. Nur eines von vielen Beispielen: Bereits unter Kohl und später unter schröder haben die Arbeitgeber Ausbildungsplätze versprochen (als Gegenleistung für kräftige hilfen vom Staat) und nie umgesetzt. Das sage ich als Libertärer: Nu löffelt eure Suppe mal selber aus!
Nicht daß wir nicht trotzdem Jugoslawn, Bulgarier, Inder usw. als Technik-Experten brauchen. Aber jetzt müßte man den Unternehmen Strafgelder aufbrummen und sie per Gesetz zur Ausbildung zwingen. Nicht daß ich daszur ausbildung zwingen als allgemeines prinzip gut finde, sondern ur in dieser situation und vor dem hintegrund gemachter versprechen

Das sind auch Forderungen der PDS und der Grünen, als "linke" Positionen Wie aber passt das zu dem von Dir oben gesagten? Das wäre doch eine ganz klare Regel, die einzuhalten die Unternehmen verpflichtet wären?

Jedoch ist es mit den Regeln immer so, dass sie dem Allgemeinwohl dienen müssen. Das ist in der Praxis zwar oft nicht der Fall, aber das ändert nichts an der Notwendigkeit - im Gegenteil.

Aber auch Du hast, wie viele, anfangs persönliches Bereichern allgemein als schelcht bezeichnet.

Nein, da hast Du Dich verlesen oder ich habe mich schlecht ausgedrückt. Ich habe etwas gegen persönliche Bereicherung auf Kosten anderer.

Die Unternehmer können machen, was sie wollen.

Schön daß von einem Linken zu hören.

Warum auch nicht? Nur, vielleicht weil ich ein Linker bin , gehört da eben ein Nebensatz hinzu: "solange sie sich an die Regeln halten".

[Gleiche Pflicht bei Steuern]

Ich kritisere nur den enormen Umfang den dieser zwangsweise Geldumschlag nimmt.

Darüber sind sich auch alle Parteien einig und Senken kann es keiner, weil einfach viel zu viel am Topf hängt.

Ein Unternehmer oder eine PRivatperson kann nicht sagen: Okay, ich akzeptiere, daß ich diese und jene Einrichtung nicht nutzen kann, ich zahle dann auch nicht dafür.

Natürlich nicht, weil unsere Gesellschaft auf dem Solidarprinzip begründet ist. Und da bin ich auch sehr dankbar dafür, weil ich die Verhältnisse der USA hier nicht haben möchte, wo man sich eine gute Medizinversorgung nur dann leisten kann, wenn man gut verdient.

Linke sorgen dafür dass der "arme, schutzbedürftige Bürger, der nicht für sich selber entscheiden kann", zwangsweise zu seinem "Glück" kommt.

Schmarrn. Wo geht es denn bei uns, bitte schön, links zu? Bzw. wann ging es überhaupt einmal, für die Bundesrepublik gesporchen, hier wirklich links zu? Doch wohl noch nie. Zuerst kam Adenauer, dann kam die große Koalition, dann die sozial-liberale, dann 16 Jahre Kohl und jetzt haben wir rot-grün. Und in rot-grün gibt es doch kaum noch linke Positionen. Die SPD-Linke wurde von Schröder entmachtet und die Linken bei den Grünen werden ausgebotet (Ströbele & Co.). Hier ist gar nichts links, es sei denn man würde den New-Labour-Kurs Blairs, den Schröder imitiert, mit "links" verwechseln.

Und der "arme, schutzbedürftige Bürger" sind wir alle, bist Du, bin ich, ist der Unternehmer und ist die geringverdienende Arbeitskraft. Die Regeln gelten für jeden und dass Einflussreiche die Regeln permanent umgehen können, kotzt mich an und beschädigt das Ganze.

Er muss sich gefälligst (noch dazu über die maroden Institutionen) zwangsschützen! Der grosse Bruder weiß was für dich gut ist.

Entschuldige, Du bist es doch, der Schill lobt, weil Du meinst, er würde Dir mehr Sicherheit auf den Straßen verschaffen. Aber zum Thema Schutz gehört nicht nur Polizei, sondern viel mehr, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Arbeitslosengeld, Ökosteuer, Meinungsfreiheit und und und.

Man hat ja gerne ständig für alles Mögliche das große Kollektive genommen. Und dann, "oh Überraschung" ;( , ist das nicht mehr demokratisch steuerbar und voller Korruption und Verschwendung.

Aber es ist doch völlig klar, dass man immer an das "große Kollektive" denkt, denn das ist Deutschland nun einmal und es kann nicht angehen, dass sich jeder REcht und Ordnung so schafft, wie er es gerade möchte. Die Zeiten von Wild West sind längst vorbei.

Ach ja? Und die eklatanten Steuerverschwendungen sind nicht oft gegen den Plan gelaufen, also demokratisch ungewollt? Wenn man nur demokratisch abstimmt, dann aber dem Staatssekretär, den Bauarbeitern usw. alles überläßt, dann komt sowas wie bei der BA (hier: Bundesanstal für Arbeit) raus! Ein Riesenmoloch mit wirklichen edlen Zielen und durhcaus cleveren Konzepten, aber zigtausenden von mauschelnden, korrupten Beamten.

Deshalb Abschaffung des Beamtentums.

ALso ich habe die ganze Zeit (und inzwischen hast Du das ja auch zugegeben) darauf hingewiesen, daß neben anderen Ursachen auch die ENtwicklungsländer selber schuld sind und sich an die eigene Nase packen müssen. HIer nochmal das Motto "Hilf Dir selbst, dann hilft dir Gott (und die Industrieländer)." Erwähne Missionare nicht in Gegenwart eines Libertären >>:(

Das habe ich nirgend zugegeben, das hast Du geträumt Die Situation der Entwicklungsländer ist doch in keinster Weise mit der in Europa zu vergleichen. Wir in Europa waren nicht die Ausgebeuteten, sondern die Ausbeuter in Jahrhunderten Kollonialismus. Wir haben nicht die Kriege geführt, sondern haben die Kriege in Afrika zu wirtschaftlichem und ideologischem Gewinn gefördert.

Deine Behauptung würde dann Sinn machen, wenn die Entwicklungsländer die gleichen Voraussetzungen gehabt hätten, sich zu entwickeln, wie etwa Mitteleuropa. Das war und ist aber nicht der Fall.

Das sage ich doch die ganze Zeit. Eben die Kultur.

Ich sage das aber nicht. Es ist nicht die Kultur, es ist der Bildungsgrad und die Aufgeklärtheit. Das mag ein Teile der Kultur mit prägen, aber es ist nicht *die* Kultur.

In einem Land ist die "Hauptbremse" der Glaube alles was ich tue ist unwichtig für mein Leben, aber Gottes Wille bringt es. Und an so einen starken Bremser kmmt schon mal kaum ein anderer Faktor heran.

Und wer hat diesen Fatalismus in Afrika und Südamerika und Asien jahrhundertelang verbreitet?

Ein gebildeter Mensch mit so einem Glauben wird auch nicht wirtschaftlich für sich selber sorgen können (und wollen).

Die Frage, für Afrika z. B., ist doch eher: Mit was sollen sie wirtschaften? Entweder ist nichts da (kein Zugriff auf Rohstoffe aufgrund Besitz ausländischer Investoren), oder es ist niemand da zum Wirtschaften (Bürgerkrieg, AIDS und weitere Epedemien) oder es fehlen die Mittel zum Wirtschaften (Gerät, Infrastruktur etc.). Du machst es Dir schlicht zu einfach mit Deiner Kritik an den Entwicklungsländern.

In anderen Ländern sind die kulturbedingten Bremsen nicht so sehr die Religion. Jednefalls, wenn ich meinen eigwen wirtschaftlichen Erfolg oder mein Überleben auf eine Wahl zwischen zwei Entwicklungsländern setzen müßte, eines mit hohen Schulden und einer Kultur die auf Disziplin, Respekt,
Bildung, usw. setzt und eines mitw enig Schulden aber Sch..egal-einstellung, rassistischem Bürgerkrieg oder Ähnlichem, würde ich meine Hoffnungen auf das Land mit den hohen Schulden setzen. Ich gebe ja zu, der Ausgang ist knapp, nicht völlig vorhersehbar und gemütliche Bananerepubliken haben auch was für sich, trotzdem.

Damit unterstellst Du aber so manches, was in der Realität nicht haltbar ist. Eine afrikanische Gesellschaft mit Disziplin und hohem Bildungsgrad ist doch von den dort Herrschenden und den unterstützenden Kräften des Westens gar nicht gewollt. Das hiesse ja, man hätte es mit aufgeklärten Bürgern zu tun. DAs will man nicht. Gerade das Schulwesen wird doch möglichst klein gehalten, Frauen meist völlig von Bildung ausgeschlossen. Und die Bürgerkriege werden doch einfach nur hingenommen von uns im Westen. Wenn in Kuwait Ölquellen brennen, geht den Weltwirtschaftlern der Arsch auf Grundeis, weil der Ölpreis steigt. Wenn im Kongo verfeindete Volksgruppen aufeinander los gehen, entsendet man UNO-Truppen, weil dort unten westliche Unternehmen wichtige Rohstoffe wie Diamanten und Grundstoffe für die Handyproduktion abschöpfen. Wenn hingegen in einem kleinen, unbedeutenden afrikanischen Land Hundertausende, vor allem Kinder, Frauen und Alte, aufgrund von Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden, die mit westlichen Waffen geführt werden, mit dem Leben bedroht sind und über Wochen hungern, interessiert das keine alte Sau.

Und denen dann auch noch vorzuwerfen, das sei ein Problem ihrer Kultur ... entschuldige, aber da geht mir die Hutschnur hoch.

Auf die "richtige" Aufklärung (im Zeitalter der Aufklärung, nicht in der Renaissance)

Du weißt aber, wann/wo der Humanismus, der Grundvoraussetzung für die spätere Aufklärung war, entstanden ist?

berufe ich mich z.B.. Kant schreibt zum Beispiel (in "Kritik der Aufklärung") von einer selbsverursachten Befreiung und sagt daß Freiheit ohne Selbstverursachung nicht möglich ist. Auch wenn man dem nicht so radiakl zustimmt, zeigt doch gerade die europäische Entwicklung vom Mittelalter bis heute: "Von nix kommt nix" oder anders ausgedrückt: Wir haben uns diese Kultur jahrhundertelang erarbeitet.

Das ist jetzt ein wenig schief, oder ich verstehe es nicht. Meinst Du Kants Aufsatz "Was ist Aufklärung" mit dem Spruch:

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung."

Das ist sehr weise. Aber sind die Menschen in den meisten armen Regionen Afrikas überhaupt schon in der Lage, dies zu vollziehen? Ihnen ermangelt es an den grundsätzlichsten Dingen wie Nahrung, medizinische Versorgung, Friede, Bildung ... woher sollen sie den Mut bitte schön nehmen?!

GEht mir genauso. Aber es ging ja um die Frage ob die ENtwicklungsländer die armen,armen Unterdrückten sind und wir Deutschen und alle übrigen Entwicklungsländer denen mal die Entwicklung bringen müssen und ob es nur an den Neu-Kolonialmächten liegt. [Ja, es gibt eine Bezug zur deutschen Bundespolitk, liebe Leser ]

"Kolonialismus" ist eben das richtige Stichwort. Europa, die USA und der Osten haben eine historische Verantwortung gegenüber dem afrikanischen Kontinent. Wir haben ihn über Jahrhunderte konsequent zwangsmissioniert, ausgebeutet und dort früher unsere Kriege ausgetragen und heutzutage dickes Geld mit der Versorgung von Kriegen verdient. Plus, das quasi noch als Sahnehäubchen, war es ein fruchtbarer Boden für die ideologische Auseinandersetzung zwischen Westen und Kommunismus in Russland und China. Prima.

Und ich behaupte daß die Japaner keinen Bedarf an unserer Entwicklungshilfe haben,

Das läßt sich schlicht nicht vergleichen. Japan war bereits Anfang des 20. Jahrhunderts hoch industrialisiert und keine westliche Kollonie.

wohl aber die Inder, Nigerianer, Angolaner, Kameruner, usw. liegt eben auch an der Kultur.

Nein, es liegt an dem Vermächtnis der Geschichte. Alle oben genannten sind ehemalige Kollonien.

Und wie sehr sich ein LAnd gegen Kolonialismus durchgesetzt ist auch ein landes-spezifischer Faktor z.B. tehcnischer FOrtschirtt, PAzifsmus, Fatalismus, Unterwuerfigkeit im Geiste, Schlitzohrigkeit, Guerilla suw..

Wenn das so einfach wäre! Gerade am Falle Indien läßt sich das doch "herrlich" nach vollziehen, wie schwerwiegend und schwierig eine Unabhängigmachung von der Besatzungsmacht Großbritannien war. Das war ein Kampf über 2 Jahrhunderte und erst das unorthodoxe Verhalten Gandhis mit seiner Non-Violence und der konsequenten Selbständigmachung vom "Segen" des Westens zwang die Engländer zum Abmarsch. Aber solche Leute wie Gandhi gibt es leider selten und ihr Wirken muß eben auch von einer großen Menge Glück begleitet werden. Es hätte auch anders ausgehen können.

Es geht hier nicht um Schuld, Gerechtigkeit, Wahrheit, den EInzelnen.
Auch steht ausser Frage dass Entwicklungshilfe Wert haben könnte auch für uns als Geber. Aber das ist nicht alles.

Stimmt, für mich ist das Entscheidende unsere historische Verpflichtung.

Einige REgierungskräfte in Frankreich, USA, Belgien, England, Rußland stürzen demokr. Regierungen in entwicklungsländern. Das ist moralisch falsch und ungerecht,.

Und es passiert immer wieder und immer noch Wenn ich da an den Sudan denke und das Vorhaben der Amerikaner ...

aber ich sage: He, wehrt euch.

Prima, dann sage ihnen, wie und vor allem mit was. Wenn es so einfach wäre, wäre es wohl längst vollzogen. In Südafrika sind mittlerweile über 50% der Frauen mit HIV infiziert. Da hat man andere Sorgen als Kants Aufklärung.

Wie gesagt wir haben auch jahrtausende dmait verbracht, innere und aeussere kraefte zu bekaempfen die teilweise übermachtig waren

Dann sieh einmal nach, wie z. B. der zivilisatorische Unterschied zwischen Germanen und Römern war und überlege Dir, weshalb in Zeiten der Völkerwanderung die geringer entwickelten Zivilisationen aus dem Norden in Richtung Süden gedrängt haben.

Trotz Japan-Interesse weiß ich nicht genug, um das zu beurteilen.

Deshalb und weil Japan hier überhaupt nicht passt, erlaube ich mir, einiges weg zu schnippen.

[...]

Wenn also Milliarden Inder keine Wert auf weltiche Schule, Hygiene, Umweltschutz, Karriere, Rücklagen sparen, gesundes Essen, Politik, Wirtschaftliche Infrastrukutr legen, weil sie an vorgegebens, unverrückbares sChicksalglauben, dann hat das damit nichts zu tun.

Ich frage Dich: Hat der Großteil der indischen Bevölkerung überhaupt die Möglichkeit, all diese Erungenschaften zu nutzen?

Zugegeben, (noch) muß man ein Machertyp sein um VOrstandsmitglied zu werden. (Wenn man sich manche Autobosse anguckt geht's aber schon los..) Trotzdem denke ich schon daß diese Mentalität ein bedeutender Faktor ist. Zumal so eine Mentaliät im Lebens-Verlauf und in der GEsellschaft ja nicht bei den BWL-Absolventen aufhört sondern weitere Kreise zieht. Auf alle Fälle kann man doch ein gewiße Betriebsfremde als Ursache für viele Firmenpleiten und ENtlassungen erkennen. Denk auch an die oben erwähnten pseudo-liberalisten wenn es um subventionen (her damit, aber steurn nein...!), arbeitskampf ("wir treiben auf den ruin zu!"), ausbildun und sonstiges unternehmer-gejammer (wieso wählt man dann nicht eine steuersenkungs-partei? also, alles nur show)

Nicht nur Show, sondern vor allem auch der Wunsch, sich auf Kosten anderer zu bereichern. Steuern sind scheisse, keine Frage, aber im Moment gibt es keine Möglichkeit, um dies alles hier zu finanzieren. Und deshalb muss jeder die Steuern blechen und nicht nur die, die sich nicht dank Steuerberatung, Sonderabschreibungen, Scheininvestitionen etc. davor drücken können.

Und da du ja zu recht angedeutet hast, daß kein wahrer marx-kenner bin, könntest du ja klären wieweit das genau mit marxistischen ideen von entfremdung der arbeit übereinstimmt.
Ich dwnke nur es ist über Marx hinaus eine besonders starke entfremdung der MANAGER von Arbeit UND MARKT. Und die scheint mir zwar immer dagewesen aber heute besonders stark, stärker als früher zu sein

Und worauf willst Du jetzt hinaus?

Grüße, Andreas.


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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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