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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Entwicklungen weltweit >> Karsais umstrittenen Haltung gegenüber den Taliban

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1. revolutionsound, 14.05, 15:27 (Start) 
  2. Bodo, 17.05, 15:28 (1) 
    3. revolutionsound, 17.05, 23:06 (2) 
      4. Bodo, 19.05, 21:48 (3) 
        5. revolutionsound, 20.05, 20:57 (4) 
6. Bodo, 22.05, 12:38 (5) 
  7. revolutionsound, 23.05, 00:27 (6)  *
    8. Bodo, 23.05, 13:52 (7)  *
      9. revolutionsound, 23.05, 18:26 (8) 
        10. Bodo, 23.05, 23:53 (9) 
11. revolutionsound, 24.05, 20:51 (10) 
  12. Bodo, 25.05, 22:06 (11) 
    13. revolutionsound, 27.05, 00:43 (12) 
      14. Bodo, 27.05, 23:13 (13) 

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Angezeigtes Thema: 'Karsais umstrittenen Haltung gegenüber den Taliban'
Beitrag Nummer 7 plus eine Antwort

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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 23.05.2005 um 00:27 (1196 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Am 2005-05-22 12:38 hat Bodo geschrieben:

Am 2005-05-20 20:57 hat revolutionsound geschrieben:

Kann man sich schlecht vorstellen, dass alle Parteien Afghanistans auch nach Innen demokratisch sind, oder? <-:

Das sind ja nicht mal europäische Parteien.

Woran denkst du dabei zuerst?

[Die nützlichen Nazis]
Den Deutschen mags recht gewesen sein. Etwas Nachsicht kommt bei den zahlreichen Mitläufern gut an und mit den Kenntnissen, mit denen man den Abtransport ins Gettho organisiert kann man auch deutsche Markenprodukte in alle Welt verschicken.

Logistik.

Könnte die Bahn ja mal Werbung mit machen: "Früher nur ins KZ - heute in die ganze Welt." <-:

An der Logistikkenntnis werden einige Institutionen in den Jahrzehnten Interesse gehabt haben, keine Zweifel. Heute lässt sich mit dieser dunklen Geschichte Deutschlands viel Geld machen und Politik steuern. Andererseits bekommt man stets wieder zu lesen, wie man in der geschichtlichen Kenntnis oft noch an der Oberfläche stochert. Dazu war in der aktuellen ZEIT-Ausgabe ein markantes Beispiel zu lesen. Bad Arolsen, dort befindet sich das größte NS-Archiv der Welt, dessen Leitung und Verwaltung in den Händen des Internationalen Roten Kreuzes in Genf liegt. Ein Internationaler Ausschuss wurde errichtet der mit IRK die Richtlinien bestimmt, Mitglieder des Ausschusses sind Vertreter des Auswärtigen Amtes, Angehörige aus zehn weiteren Staaten (Belgeien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen und USA). Finanziert von dem deutschen Steuerzahler aber für das Volk praktisch unzugänglich, mehr noch, selbst Angehörige von Opfern, denen eigentlich Einblick zugesichert wird, werden nicht bearbeitet. Appelle führen nicht zur Öffnung der ehernen Tore - Das andere Mahnmal.

Das Chaos in Afghanistan und im Irak unterstreicht die Angewiesenheit der USA auf andere Staaten und Organisationen.

Liesse sich so die Lage im Irak verbessern?

Wenn die Kette der Skandale nicht abbricht, wird die Wut auch nicht kleiner. Wir haben das Paradox vor uns, dass ein Land andere Länder in die Schranken weisen will, aber selbst Grenzen der Legitimität überschreitet. Sicher, die USA hat in den vergangenen Monaten, man erinnere sich an die Weltreisen von Rice, um Unterstützung geworben. Was kommt nun wieder einmal alles ans Licht, neue Gefängnisskandale und die Beteiligung der USA an den Öl-für-Lebensmittel-Skandal, und die UN sind verstrickt, Irak ist jedoch ebenfalls Teil der UN. Ich könnte mir vorstellen, dass sich über die Jahre sehr viel Wut angestaut hat. Gab es eine Stellungnahme der USA bezüglich der Kooperation mit Hussein in den 80ern? Die Bevölkerung im Irak bekommt den Eindruck, dass durch die Weltmachtpolitik der USA das Land von einem Misere ins nächste gesteuert ist. Die USA haben ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie kann sie sich unmöglich solo wieder zurückholen. Ich denke, dass wir vor einem langen Prozess stehen, in der die USA Massregelungen erfahren, auch von Innen heraus. Die Bevölkerung im Irak muss erkennen, dass auf jeder politischen Ebene sich um Recht bemüht wird, und nun wird auch wieder deutlicher, um Respekt vor Kultur und Religion.
Leider erfährt man nicht so viel über Institutionen und Initiativen im Irak selbst, die um Demokratie und Eindämmung des Chaos bemüht sind. Die Frage ist auch: wie verhandlungsbereit oder -willig sind eigentlich die 'Chaoten'? Auch wenn die USA ein wenig zurücktreten würden, hätten jeder andere Staat und/oder Organisation, oder einfach der irakische Staat selbst, mit einem stattlichen Mass an Chaos fertig zu werden. Klar ist, die USA kann und darf es nicht allein.

_________________
Wir leben nicht, wir werden gelebt.

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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 23.05.2005 um 13:52 (1185 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2005-05-23 00:27 hat revolutionsound geschrieben:

Kann man sich schlecht vorstellen, dass alle Parteien Afghanistans auch nach Innen demokratisch sind, oder? <-:

Das sind ja nicht mal europäische Parteien.

Woran denkst du dabei zuerst?

An den Fraktionszwang, den Umgang mit Abweichlern (z.B. bei Simonis Nicht-Wahl) und das allgemeine Probleme einer hierarchisch durch Stellvertreter gebildeten Meinung.


Das Chaos in Afghanistan und im Irak unterstreicht die Angewiesenheit der USA auf andere Staaten und Organisationen.

Liesse sich so die Lage im Irak verbessern?

Wenn die Kette der Skandale nicht abbricht, wird die Wut auch nicht kleiner.

Sicher nicht. Aber es war auch schon vor Abu Graib nicht ruhig.

Wie schwierig die Einschätzung des Gegners ist, zeigen die Fehlannahmen der letzten 2 Jahre deutlich auf. Zuerst hiess es, der Widerstand würde mit der Zeit nachlassen. Dann sollte er nachlassen, als Hussein gefangen wurde und dann sollte er nach den Wahlen nachlassen, dann nach der Bilderung einer Regierung.
Nichts dergleichen ist passiert.


Gab es eine Stellungnahme der USA bezüglich der Kooperation mit Hussein in den 80ern? Die Bevölkerung im Irak bekommt den Eindruck, dass durch die Weltmachtpolitik der USA das Land von einem Misere ins nächste gesteuert ist.

Das niemand die USA mag, ist leicht erklärbar. Aber die Anschläge im Irak richten sich primär gegen die eigene Bevölkerung - nicht gegen die Amerikaner.


Die USA haben ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie kann sie sich unmöglich solo wieder zurückholen. Ich denke, dass wir vor einem langen Prozess stehen, in der die USA Massregelungen erfahren, auch von Innen heraus.

Von aussen sicher nicht (-;


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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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