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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Entwicklungen weltweit >> Karsais umstrittenen Haltung gegenüber den Taliban

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1. revolutionsound, 14.05, 15:27 (Start) 
  2. Bodo, 17.05, 15:28 (1) 
    3. revolutionsound, 17.05, 23:06 (2)  *
      4. Bodo, 19.05, 21:48 (3)  *
        5. revolutionsound, 20.05, 20:57 (4) 
6. Bodo, 22.05, 12:38 (5) 
  7. revolutionsound, 23.05, 00:27 (6) 
    8. Bodo, 23.05, 13:52 (7) 
      9. revolutionsound, 23.05, 18:26 (8) 
        10. Bodo, 23.05, 23:53 (9) 
11. revolutionsound, 24.05, 20:51 (10) 
  12. Bodo, 25.05, 22:06 (11) 
    13. revolutionsound, 27.05, 00:43 (12) 
      14. Bodo, 27.05, 23:13 (13) 

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Angezeigtes Thema: 'Karsais umstrittenen Haltung gegenüber den Taliban'
Beitrag Nummer 3 plus eine Antwort

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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 17.05.2005 um 23:06 (1238 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Am 2005-05-17 15:28 hat Bodo geschrieben:

Am 2005-05-14 15:27 hat revolutionsound geschrieben:

Formal haben sich viele Mitglieder der Taliban von der Terrororganisation El Quaida distanziert. Der harte Kern kämpft noch immer für die "Islamischen Emirate". Auf Kosten des Staates Afghanistan halten sich Funktionäre der Taliban derzeit in der Hauptstadt Kabul auf, unter ihnen "Wutamakil", dereinst Aussenminister unter der Herrschaft der Taliban. Karsai ziele darauf ab, Spannungen zu untedrücken. Die Haltung Karsais stösst auf Ablehnung, da gerade "Wutamakil" entscheidend dazu beigetragen hat, dass El Quaida in Afghanistan Unterschlupf gefunden hat um von dort aus zu operieren.

Das ist ein altes Dilemma: Was tut man mit den "Bösen". Natürlich ist wünschenswert, dass sie bestraft werden. Schon allein um den anderen zu zeigen, dass man sich nicht straffrei danebenbenehmen kann.

Den Widerspruch gab es in Afghanistan schon "von Anfang an", denn die Mudschaheddin sind ebenfalls keine Heiligen, zumindest schreckten einige von ihnen nicht vor Massakern zurück. Es ist ein gebeuteltes Land, in dem Funktionäre/Warlords mit harter Hand konkurrieren. Politik in der Krise macht es möglich: aber sollten sämtliche 'Parteien' im Afghanistan nicht verpflichtet sein, die neuen demokratischen Grundsätze zu akzeptieren? Die müsste auch "Wutamakil" öffentlich anerkennen, bevor er auf Bewährung wieder auf das politische Parkett dürfte. Angeblich lassen seine Aussagen zweifeln. Klar dürfte auch sein, dass sich sämtliche Menschenrechts- und Frauenrechtsorganisationen vorgeführt fühlen werden.

Manchmal ist es aber auch vorteilhaft, sie in ein neues System einzubinden. In Deutschland hat man das nach dem Krieg mit vielen gemacht und es dem Land geholfen - wenngleich auch vieles ungestraft geblieben ist.

Sie wurden sogar ganz in Ruhe gelassen und mussten sich teilweise nie verantworten, wie einst Speer konnten sie behaupten, nie von etwas gewusst zu haben, bevor alles ans Tageslicht kam (allerdings war Speer im Gerichtssaal, als er es behauptete). Ja, es ist ein Dilemma, denn diese Leute haben tatsächlich eine Ahnung davon, wie man ein Land "verwaltet".

Im Irak hingegen hat man Mitglieder der Baath-Partei strikt aus dem Staatsdiensten entfernt. Mit dem Nachteil, dass alles zusammengebrochen ist und die Leute als Aufständische auf den Straßen sind.

Weswegen die USA im Jahr 2004 erwogen, 11000 Mitglieder der Partei wieder in die Staatsdienste zurückzuberufen. Ihre politische Haltung werden nur einige von ihnen revidiert haben. Zudem kommt noch hinzu, dass der Einmarsch völkerrechtlich umstritten ist. Es gibt für die Menschen viele Gründe, zu denen sie greifen können, um den eigenen Aufstand zu verteidigen, neuerdings sogar die Nachricht von einem runtergespülten Koran. Kann man nicht auch die Frage im Falle Irak stellen, ob es die Bevölkerung tatsächlich besser hat als vor dem Einmarsch?

Einem verbrecherischen Diktator Straffreiheit anzubieten ist bitter und ungerecht. Aber wenn er dann ins Exil geht anstatt noch Jahre oder Jahrzehnte ein Land zu tyranisieren? Ist es wichtiger, ihn für die 100000 vergangenen Daten zu bestrafen als 100000 noch kommende zu verhindern?

Hm, wenn das Exil zur Debatte steht, steht manchmal auch schon der Sensenmann vor der Tür. Und von afrikanischen Diktatoren im Exil weiss man, dass sie aus dem Ausland noch hervorragend viel organisieren, geht ja auch relativ leicht - das reiche Saudi-Arabien ist hervorragend vernetzt. Vielleicht bekommt der Ex-Diktator dort in seiner Villa noch ein 29000-Euro-Platin-Handy aus London gestellt.


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Antworten:
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 19.05.2005 um 21:48 (1184 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2005-05-17 23:06 hat revolutionsound geschrieben:

...aber sollten sämtliche 'Parteien' im Afghanistan nicht verpflichtet sein, die neuen demokratischen Grundsätze zu akzeptieren?

Zumindest nicht lautstark ablehnen (-;


[Die nützlichen Nazis]
Sie wurden sogar ganz in Ruhe gelassen und mussten sich teilweise nie verantworten, wie einst Speer konnten sie behaupten, nie von etwas gewusst zu haben, bevor alles ans Tageslicht kam (allerdings war Speer im Gerichtssaal, als er es behauptete). Ja, es ist ein Dilemma, denn diese Leute haben tatsächlich eine Ahnung davon, wie man ein Land "verwaltet".

Den Deutschen mags recht gewesen sein. Etwas Nachsicht kommt bei den zahlreichen Mitläufern gut an und mit den Kenntnissen, mit denen man den Abtransport ins Gettho organisiert kann man auch deutsche Markenprodukte in alle Welt verschicken.


Weswegen die USA im Jahr 2004 erwogen, 11000 Mitglieder der Partei wieder in die Staatsdienste zurückzuberufen. Ihre politische Haltung werden nur einige von ihnen revidiert haben.

Ich denke nicht, dass die alle eingefleischte Saddam-Anhänger waren. In der Partei zu sein und der richtigen Konfession anzugehören hatte einfach Vorteile.


Kann man nicht auch die Frage im Falle Irak stellen, ob es die Bevölkerung tatsächlich besser hat als vor dem Einmarsch?

Aber die Antwort auf diese Frage sagt nicht unbedingt etwas über die Intention der "Befreier" aus. Sicherlich würden die Amis den Irak gerne wirtschaftlich auf starke Beine stellen und die Bevölkerung mit allem nötigen versorgen. Aber die Umstände machen das fast unmöglich.
Solange die ständigen Attentate auf Infrastruktur und Bevölkerung weitergehen, wird kein wirtschaftlicher Aufbau zu schaffen sein.


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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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