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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Die Gesellschaft >> Warum arbeiten, wenn es nichts zu tun gibt?

Thread-View:
1. im-ernst, 26.02, 17:15 (Start) 
  2. Bodo, 26.02, 19:30 (1) 
    3. im-ernst, 27.02, 10:43 (2) 
      4. Bodo, 27.02, 13:08 (3)  *

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Angezeigtes Thema: 'Warum arbeiten, wenn es nichts zu tun gibt?'
Beitrag Nummer 4 plus 0 Antworten

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 27.02.2008 um 13:08 (1525 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Hi Ernst

Am 2008-02-27 10:43 hat im-ernst geschrieben:

Die meisten Leute haben nämlich auch am Schreibtisch oder am Schalthebel das Gefühl zu arbeiten und leiden daher keineswegs unter dem Gefühl nicht mehr zu arbeiten (-;

Das ist es was ich meine, warum sollen wir uns denn so fühlen als ob wir arbeiten?

Es geht nicht um den Begriff, sondern darum etwas sinnvolles zu tun und Geld zu verdienen. Ob man das dann Arbeit, Hobby, Gluckspiel, Liebesdienste oder sonstwas nennt... egal.


rein an leistung gemessen und im vergleich zu anderen Zeiten in der geschichte, müßten wir heute als menschen unglaubliches leisten können nahe zu ohne technik.

Wieso denn? Wir gehen doch immernoch 12-13 Jahre zur Schule um Lesen zu lernen.
Wissen wird heutzutage offenbar nicht effektiver vermittelt als vor 100 oder 500 Jahren, warum also sollten Menschen ohne Maschinen mehr leisten als früher.
Im Gegenteil ist es ja so, dass unser Fortschritt vor allem technischer Natur ist. Der Mensch selbst hat sich ja kaum verändert.


siehe tasch mahal, oder historische gebäude mit steinmetzarbeiten.

Da ist auch markant, dass man zwar viele Arbeiter braucht, dass aber nur ein geringer Teil davon technische Kenntnisse haben muss. Der Steinschlepper braucht nichts über Statik zu wissen und man braucht keine 500 ausgebildete Statiker um eimn Gebäude zu bauen.


das gegenargument was da nahezu als erstes aufkommt ist jedoch, - das kann heute niemand mehr bezahlen. wer hat das dann früher bezahlt? sie rom und so weiter.

Du meinst, warum heutzutage der Reichstag nicht mit Muskelkraft gebaut wird, sondern Maschinen eingesetzt werden?

Früher wurden viel weniger Prachtbauten gebaut. Schau mal in die Frankfurter City. Da stehen hunderte Gebäude, die man in der Antike als Weltwunder bezeichnet hätte.


ich denke die konstruktion, welche du andeutest, liegt nicht bei mir, sondern die konstruktion liegt auf der anderen seite, weil anonsten ein umdenken der geldverteilung einhergehen müßte.

Mir ging's darum, dass keine Arbeit im körperlichen Sinne zu haben von den "Betroffenen" mehrheitlich nicht als Problem empfunden wird. Vielleicht haben wir da etwas aneinander vorbeigeredet.


arbeit macht frei. ich arbeite gerne. aber arbeits beschäftigungsmaßnahmen, mit zusätzlicher verwaltung und damit verbundenen hohen kosten und dem neagtiven werteeinfluß auf bestehende märkt lehne ich ab.

ABMs haben ja nicht die Absicht reguläre Arbeitsverhältnisse zu ersetzen. Sinn von ABMs ist, die Betroffenen im Berufsleben zu halten um Chancen auf echte Beschäftigung nicht zu verschlechtern.


das sind doch nur statistikbereinigungen für die beschäftigungszahlen. ich behaupte ohne krieg und zerstörung können nicht alle vollbeschäftigt werden.

daher auch die frage

warum arbeiten wenn es nichts zu tun gibt.

Gibt es doch. Man muss nicht ein zerbombtes Haus wiederaufbauen um arbeit zu haben, sondern man kann auch ein bestehendes vergrössern.


und was entsteht? nicht wirklich historisch wertvolle gebäude! es werden immer einfachere geometrischeformen.

naja wie auch immer, ist ansichtssache, oder vielleicht auch nur gefühlssache?

Mode.



_________________
Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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