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Forum: Die Gesellschaft
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mehr-demokratie-wagen.de Forum Index >> Die Gesellschaft >> Wieviel Integration sollte die Demokratie Ausländern abverlangen?

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1. Mohammad_Deutschland, 19.02, 00:35 (Start) 
  2. revolutionsound, 19.02, 17:19 (1) 
    3. Mohammad_Deutschland, 20.02, 17:46 (2) 
      4. Bodo, 20.02, 21:52 (3) 
5. Mohammad_Deutschland, 23.02, 02:04 (4)  *
  6. Bodo, 23.02, 14:45 (5)  *
    7. Mohammad_Deutschland, 24.02, 01:07 (6) 
      8. Bodo, 24.02, 12:55 (7) 
9. Mohammad_Deutschland, 20.02, 17:50 (2) 
  10. revolutionsound, 20.02, 22:18 (9) 

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Angezeigtes Thema: 'Wieviel Integration sollte die Demokratie Ausländern abverlangen?'
Beitrag Nummer 5 plus eine Antwort

Legende:  - Infos zur Person  - E-Mail  - Homepage öffnen  - Editieren  - Antworten  - Antw. ohne Zitat
Von: Mohammad_Deutschland (Rang: Neuling)   Beiträge: 5
Mitglied seit: 18.02.2005
Geschrieben am: 23.02.2005 um 02:04 (1237 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Am 2005-02-20 21:52 hat Bodo geschrieben:

Am 2005-02-20 17:46 hat Mohammad_Deutschland geschrieben:

Es waren, meine ich, Artikel in der ZEIT, die mit dem Image des "Dönertürken" aufgeräumt haben. Sie widmeten einige Seiten Personen, die höchst verschiedenen Karrieren nachgegangen sind.

Wobei man auch nicht vergessen darf, dass Tätigkeiten vom Umfeld eingeschränkt werden. Inbesondere Ausländer mit löchrigen Deutsch-Kenntnissen haben es am Arbeitsmarkt sicher nicht eben leicht (sieht man mal von den klassischen Beschäftigungen ab, die Deutsche (zumindest vor Hartz 4) nicht übernehmen wollten).
Da ist der Weg in die Selbstständigkeit meiste der naheliegende Ausweg. Aber es kann eben nicht jeder eine Unternehmensberatung aufmachen. Also geht man eben in andere Bereiche, z.B. Lebensmittel, Gastronomie etc.

Neulich kam eine Sendung über vier wichtige Hamburger. Einer der erfolgreichsten hamburger Architekten ist ein Iraner. Nicht eben ein Land, bei dem man an moderne, westliche Architektur denkt.


Bemerkenswert, bemerkenswert, dass Deine Frage nicht lautet: Welche Voraussetzungen braucht es, dass sich Ausländer integrieren? , sondern "Welche Voraussetzung braucht es, dass man sich in einem Land nicht mehr fremd fühlt." Diese Frage birgt die Antwort. Nur wenn man nicht als Fremder angesehen wird, taut der eigene kulturelle Background auf, um Anderes aufzunehmen.

Wer nicht angegriffen wird, muss sich auch nicht verteidigen (-;

Ich glaube aber nicht, dass die Vorbehalte gegenüber Ausländern maßgeblich auf deren anderer Kultur beruhen. Menschen sind immer Individuen und als solche sind sich zwei zufällig ausgewählte Deutsche wahrscheinlich nicht ähnlicher als ein zufällig ausgewählter Deutscher zu einem zufällig gewählten Ausländer.

Die Vorbehalte stammen eher daher, dass Interessengruppen, z.B. konservative/recht politische Parteien, versuchen durch diese angeblichen Unterschiede zu polarisieren. Dabei werden Scheingründe geliefert, die dann als Rechtfertigung dienen, tieferliegende Motivationen zu verschleiern.

Entsprechend schwach ist häufig auch die Argumentation. Hasst man die Ausländern nun, weil sie nichts arbeiten oder doch lieber gerade weil sie arbeiten einem die Arbeitsplätze wegnehmen? Egal - hauptsache gehasst.

Da stimmt so nicht. Die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland spiegelt immer mehr weltzivilisatorische Auseinandersetzungen wieder. Es geht ja kaum noch um den Schweden, Franzosen, Brasilianer oder Chinesen. Die latente, noch oft gewissensbedeckte Ausländerfeindlichkeit rührt doch in den meisten Fällen von islamischen Kukturkreisen her, die Moscheen in der Nachbarschaft bauen etc.

Ich glaube daher, dass Vorbehalte gegenüber Ausländern meist auf kulturellen Verhaltensmustern beruhen. Und genau mit diesen muss man sich objektiv und differenziert auseinandersetzen - Der Staat Deutschland beruht auf einer Ethik. Das soll aber nicht heißen sich hinter dieser "Gutmenschen-Ethik" zu verstecken. Des Staates Aufgabe soll es sein alle Menschen - idealerweise mit interkulturellem Feingefühl - die Werte und Normen Deutschlands nahe zu bringen. Werden interkulturelle Probleme, die im Treppenhaus beginnen und bei Aldi aufhören, verniedlicht oder schön geredet, führt dies dazu, dass es weiten Teilen der Bevölkerung in Deutschland kaum gelingt zwischen gefährlichem Islamismus und ungefährlichem, zu förderndem Islam trennscharf zu unterscheiden.

Es ist schlicht und einfach falsch zu behaupten Ausländerfeindlichkeit sei die Schuld rechter Politiker. Es gibt Unterschiede zwischen den Kulturen - wer das nicht begreift, überlässt die Aufarbeitung der Probleme mit den Ausländern genau diesen rechten Politikern.

B]Wenn sich rot-grüne Politiker nicht offensiv mit dem Thema "Ausländer, Einwanderer und ihre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben" auseinandersetzten, schicken sie ihre enttäuschten Wähler an die konservativen oder rechten Parteien, die sich wenigstens trauen über dieses Thema zu sprechen. [/B]


Der Neonazi zündet dem Türken sein Haus ja nicht deswegen an, weil er seinen tumben Hass ausleben will, sondern er tut das, um den von eindringenden Fremdkörpern ausgehenden Schaden für die deutsche Volksseele abzuwenden.



Ich fragte eine türkische, von mir sehr geschätzte Komilitonin, wieso sie ihre Zeit nur mit den Ausländern unseres Semesters verbringt. Ihre Antwort war, dass sie keiner -so wie sie ist- als gläubige Muslimin akzeptieren würde.

Tatsächlich? Ich denke, für die meisten, zumindest unter den Jüngeren (Studentenalter) ist Glaube eher eine Nebensache und entsprechend unwichtig. Aber das heißt eben meistens auch, dass man kein grösseres Interesse am Glauben (egal welchen) hat. Vielleicht ist Deiner Kommilitonin der Glaube so wichtig, dass er präsenter ist, als die Gesprächspartner das wünschen?

Rollen werden nicht unbedingt vom Umfeld ausgezwängt, sondern durchaus auch selbst entwickelt.


Um es noch mal thematisch punktuell zu resümieren: Es ist schlimm, dass die gesellschaftsbetreffende Diskussion um Ausländer sich meist nur zwischen weltfremden, fremdfürchtenden Konservativen einerseits und auf der anderen Seite den grünen Gutmenschen ausbreitet, sogar polarisiert. Jenen Gutmenschen, die Statistiken über Ausländerkriminalität nicht ernst nehmen und eigentlich eine andere, positive Art der Diskriminierung betreiben - während die Konservativen die Gesellschaft spalten, anstatt mutig negative Aspekte der Einwanderung (z.B. Kriminalität) zu bekämpfen und gleichzeitig die erwünschten Aspekte zu fördern (z.B. reformorientierte Glaubensrichtungen 100prozentig in Diskussionen einspannen)

Ein sehr wichtiger Punkt. Wer bestehende Probleme schönredet hilft kaum mehr als wer nicht bestehende herbeiredet.


[

_________________
Es lebe der Unterschied.

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Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 23.02.2005 um 14:45 (1255 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Hallo

Am 2005-02-23 02:04 hat Mohammad_Deutschland geschrieben:

Die Vorbehalte stammen eher daher, dass Interessengruppen, z.B. konservative/recht politische Parteien, versuchen durch diese angeblichen Unterschiede zu polarisieren. Dabei werden Scheingründe geliefert, die dann als Rechtfertigung dienen, tieferliegende Motivationen zu verschleiern.

Entsprechend schwach ist häufig auch die Argumentation. Hasst man die Ausländern nun, weil sie nichts arbeiten oder doch lieber gerade weil sie arbeiten einem die Arbeitsplätze wegnehmen? Egal - hauptsache gehasst.

Da stimmt so nicht. Die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland spiegelt immer mehr weltzivilisatorische Auseinandersetzungen wieder. Es geht ja kaum noch um den Schweden, Franzosen, Brasilianer oder Chinesen. Die latente, noch oft gewissensbedeckte Ausländerfeindlichkeit rührt doch in den meisten Fällen von islamischen Kukturkreisen her, die Moscheen in der Nachbarschaft bauen etc.

Das mag in den vergangenen Jahren hinzugekommen sein, vor allem Dank dem 11.9.

Aber das Prinzip ist ähnlich und lauert überall da, wo Gruppen als Gefahr oder Bedrohung wargenommen werden. Chinesen kennt man hier nur als Urlauber und Geschäftsmänner. Aber z.B. nur ein geografisches Stückchen weiter, die Vietnamnesen, wurden in der DDR nach Fall der Mauer massiv angefeindet. Weil die waren als Flüchtlinge da und das weckt Teilungsängste.

Oder aktuell wird von der CDU gegen die SSW, die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, mobil gemacht. Nach dem Motto: Wo kämen wir den hin, wenn man uns die Abkömmlinge von Ausländern etwas in der Politik zu sagen hätten!?


Ich glaube daher, dass Vorbehalte gegenüber Ausländern meist auf kulturellen Verhaltensmustern beruhen.

Nach welchen Kriterien die "Opfer" ausgewählt werden: ja. Aber wen es dann tatsächlich trifft, hängt nicht von der kulturellen Beziehung ab, sondern meistens von der sozialen/wirtschaftlichen.
Die Chinesen sind uns kulturell wohl kaum näher als die Vietnamnesen. Und bei den Kriegsflüchtlingen aus Ex-Yugoslawien will man auch alle schnellstens wieder loswerden - egal ob muslimisch oder nicht.
Und Frankreich ist uns heute kulturell auch nicht näher als vor 1945. Trotzdem versteht man sich heute gut und früher hat man sich jahrhunderte lang gehaßt.

Oder die ewige Problembeziehung: Deutscher und Jude (mal ignorierend, das sich das eigentlich gar nicht ausschließt). In Deutschland wurden Resistenments gegen Juden meistens auf zwei Arten begründet: religiös oder wirtschaftlich.

Das religiöse Argument ist, dass angeblich die Juden vor 2000 Jahren den damals angeblich lebenden Jesus hinrichten lassen wollten.
Dieses Argument ist komplett für den Arsch. Erstens ist es Schwachsinn, ausgerechnet Jesus, der immer Versöhnung gepredigt hat, als Argument für Gewalttätigkeiten herzunehmen und zweitens ist keiner, der heute lebt, für etwas verantwortlich, das vor 2000 Jahren passiert ist.

Das wirtschaftliche Argument war früher der klassische jüdische Wucherer. Der gute Deutsche leiht Geld bei ihm, kann es nicht zurückzahlen, als wird er sauer.
Das ist schlechter Stil, aber im gewissen Sinne ist es nachvollziehbar, dass man den nicht mag, dem man Geld schuldet.
Heutzutage geht das wirtschaftliche Argument hin zur zionistischen Weltverschwörung. Und da ist es wie alles paranoide: Wer's glaubt, der glaubt's und der Rest halt nicht.


Des Staates Aufgabe soll es sein alle Menschen - idealerweise mit interkulturellem Feingefühl - die Werte und Normen Deutschlands nahe zu bringen. Werden interkulturelle Probleme, die im Treppenhaus beginnen und bei Aldi aufhören, verniedlicht oder schön geredet, führt dies dazu, dass es weiten Teilen der Bevölkerung in Deutschland kaum gelingt zwischen gefährlichem Islamismus und ungefährlichem, zu förderndem Islam trennscharf zu unterscheiden.

Aber woher kommen denn diese Probleme? Beruhen die wirklich auf den Erfahrungen der Individuen oder sind dann nicht vielmehr Gedanken, die von übergeordneter Stelle, z.B. Parteien, gepflanzt und gedüngt werden?


Es ist schlicht und einfach falsch zu behaupten Ausländerfeindlichkeit sei die Schuld rechter Politiker. Es gibt Unterschiede zwischen den Kulturen - wer das nicht begreift, überlässt die Aufarbeitung der Probleme mit den Ausländern genau diesen rechten Politikern.

Unterschiede zwischen Kulturen sind kein Grund einander zu hassen. Da gehört schon jemand dazu, der mittels diesen Unterschieden Ängste und Hass erzeugt.


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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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