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Re: Heute ist der Krieg aber wieder mal böse! (Punkte: 50)
von revolutionsound am Mittwoch, 14. Juni 2006 um 00:43
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.mehr-demokratie-wagen.de/
> Hat eigentlich jeder Sender einer eigene Schreibweise für Al Quaida - kein
> Wunder das man die nicht findet (-:

Der Name erschließt sich einfach nicht der ohnehin so kontroversen deutschen Rechtschreibung. (-:

[Eroberung]
> Wenn man diese Entscheidung in die Hand des Staates legt, wird es immer zum
> Krieg kommen. Wenn schon dann sollte das die Entscheidung der Bevölkerung sein,
> die weiss schon, unter wessen Führung es ihr besser gefällt.

Allerdings hat das Volk so eine wichtige Entscheidung in die Hand der Regierung gelegt, zumindest laut den meisten Konstitutionen. Früher bedeutete eine Eroberung durch einen Fremdstaat meist eine Unterdrückung. Warum sollte ein Staat, der mal eben einen anderen erobert und Bereitschaft zur Gewalt zeigt, grundsätzlich Gutes wollen? Außerdem würde das Staatensystem in eine ungeordnete Anarchie ausarten, in denen keine Konventionen mehr gelten (wie zum Beispiel die Achtung der Souveränität): ein echter Rückschritt. Wenn ein Staat einfach andere Staaten einnimmt (wie zum Beispiel einst Russland oder Reichsdeutschland), warum sollten es andere nicht tun? Oder man denke an das koloniale Afrika...

>> (Sagte nicht Brecht: "Stell dir vor, es gäbe Krieg und keiner geht hin, dann
>> kommt der Krieg zu euch...")

> Ich kenne das nur bis zum "hin".

So wird er auch gerne zitiert, aber die Farbe des Gedichts ist anders.

"Stell Dir vor es gibt Krieg,
Und keiner geht hin!
Dann kommt der Krieg zu Euch!
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt
und läßt andere kämpfen für seine Sache,
der muß sich vorsehen:
denn wer den Kampf nicht geführt hat,
der wird teilen die Niederlage ..."

Die letzten Zeilen:

"Nicht einmal den Kampf vermeidet,
wer den Kampf vermeiden will,
denn es wird kämpfen
für die Sache des Feindes,
wer für die eigenen Sachen
nicht gekämpft hat."


> Das meint die Frage. Aber Reichtum klingt zu profan. Sagen wir: die wirtschaftlichen
> und sozialen Rahmenbedingungen sind derart, dass es jedem gut geht.

Dann wird sich keiner Sorgen machen. Ist ja alles gut. Aber wir sind noch nicht im Himmel und der Platonische Wächterstaat ist utopisch (ganz super ausgebildete Personen leiten und verteidigen den Staat, jeder hat seine Aufgabe - und lebt glücklich usw.). Der politische Prozess resultiert ja daraus, daß es Konflikte und Probleme gibt.


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