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© 2002 Bodo Kaelberer

Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung
Verfasst am Sonntag, 26. Juni 2016 um 23:22 von Kosmopolit
Freigegeben von Master

Weltpolitik Kosmopolit schreibt:

"Hier sei gleich die Schlussfolgerung dieses Artikels vorweggenommen, damit man weiß, um welchen heißen Brei sich das Ganze dreht: Jeder international ausgehandelte Vertrag, alle für den Fortbestand der Menschheit, für globale Gerechtigkeit, für den Weltfrieden etc. unerlässliche Maßnahmen sind letztendlich Schall und Rauch, wenn sie nicht rechtlich und administrativ abgesichert und mittels einer globalen Autorität durchgesetzt werden können.

Um was geht es bei der Nachhaltigkeit?

Der inflationäre Gebrauch des Wortes „nachhaltig“ trägt eher zur Verwirrung von Otto Normalverbraucher bei, als dass man ihn damit für verantwortungsbewusstes Denken und Handeln begeistern könnte. Ist ja sowieso alles nur was für Ökospinner und Eine-Welt-Träumer. Wen wundert es, denn schon die Definition des Begriffes Nachhaltigkeit ist eine Wissenschaft für sich.
https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/definitionen_1382.htm
So etwas begünstigt natürlich den Umstand, dass viele Politiker und Aktivisten von Bürgerinitiativen den Begriff verwenden, ohne überhaupt dessen Konsequenzen erfasst zu haben. Hinzu kommt der bewusste bis naive Missbrauch durch Industrie, Handel und Werbung. Kritik daran gibt es schon länger. Siehe die Kolumne „Nachhaltigkeit – Die Karriere einer Worthülse“ in der NZZ vom Juni 2016.
http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/nachhaltigkeit-nachhaltig-entleert-ld.86123

Als Weltbürger mit politischer Zielvorstellung kann ich den Begriff in sofern aufgreifen, dass die Lösungen von Problemen bzw. die Überwindung von Missständen nachhaltig, d.h. auch dauerhaft sein sollen. Das geht kaum ohne wirksame Absicherungen. Sonst könnte ja jeder, der über die notwendigen Macht- und Geldmittel verfügt, alles wieder über den Haufen werfen. In den Kommunen und Landkreisen lässt sich so etwas mittels Satzungen regeln. Bundesländer und der Nationalstaat haben dafür ihre Gesetzgebungsverfahren und die Exekutiven. Auch im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft geht das bereits ganz gut, wobei dort vieles verbesserungswürdig wäre.

Da die wirklich großen, die Existenz der Menschheit bedrohenden Probleme unserer Zeit, global sind, bedarf es hier auch einer globalen Umsetzung und Absicherung. Da sind wir schon beim Kern der Sache, denn die Organisation der Vereinten Nationen ist bis heute immer noch nicht in der Lage, diese Aufgaben effektiv zu übernehmen. Die UNO ist keine Weltregierung, sondern eine zwischenstaatlicher Zusammenschluss von gegenwärtig 193 Nationen. Sie besitzt zwar als Subjekt des Völkerrechts Gewicht, aber letztendlich können die einzelnen Nationalstaaten immer noch machen was sie wollen.

Brauchen wir deshalb eine Weltregierung?

Um diese Frage zu klären, muss man erst einmal mit einem Missverständnis aufräumen. Der Begriff Weltregierung wird oft mit Weltherrschaft oder Weltdiktatur gleich gesetzt. Dabei ist eine Regierung nichts weiter als eine oberste Verwaltungsbehörde. Eine Weltregierung wäre kein Kabinett von Weltministern und einem Weltkanzler an der Spitze, sondern ein ganzes System in der bewährten Aufteilung von Legislative, Exekutive und Judikative. Dieses System sollte ausschließlich für globale Belange zuständig sein und müsste auf der Grundlage einer demokratischen Weltföderation beruhen, wie sie bereits seit Ende des Zweiten Weltkrieges von Weltföderalisten gefordert wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltf%C3%B6deralisten

Natürlich ist das eine Utopie, aber ist diese Utopie falsch? Wäre es schlecht, wenn es in diesem Sinne eine globale Autorität gäbe, die Weltfrieden, Weltwohlstand, Weltdemokratie und die Einheit der Menschheit in der Vielfalt durchsetzen und garantieren würde? Die Vereinten Nationen können das so jedenfalls nicht. Es wäre eine Option – und es ist auch die wahrscheinlichst mögliche – die UNO entsprechend weiter zu entwickeln. Ein Schritt hin zu einer demokratischeren UNO, könnte die Schaffung einer gewählten parlamentarischen Versammlung neben der Generalversammlung sein. Eine weltweite Kampagne dafür läuft bereits mit beachtlichem Erfolg.
http://de.unpacampaign.org/

Weniger bekannt sind die Bemühungen der World Constitution and Parliament Association (WCPA). Es waren engagierte, von der Anfangsentwicklung der UNO enttäusche Weltbürger mit klaren politischen Zielen, die bereits in den fünfziger Jahren damit begannen eine parallele Weltverwaltungsordnung im Kleinen aufzubauen, sozusagen als Muster für die große Weltpolitik. So wurde ein Weltverfassung formuliert und beschlossen und eine provisorisches Weltparlament nahm seine Arbeit auf. Mehr dazu auf der Website von WCPA Deutschland. Egal wie die Geschichte weiter geht, eine nachhaltige bessere Welt ist ohne eine solche Weltregierung kaum möglich. Die Vorschläge der WCPA dafür, einschließlich einer ausgearbeiteten Weltverfassung, liegen auf dem Tisch und die Arbeit geht weiter.
http://wcpa-deutschland.web-hostel.de/

Richard Maxheim
WCPA Deutschland - Informationsdienst"

 
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10 Kommentare
Grenze
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.
Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Montag, 27. Juni 2016 um 00:26
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Hallo Richard,

an Utopie ist nichts falsch. Aber je weiter ein Ziel entfernt ist, umso weniger sind Menschen bereit sich ernsthaft damit auseinander zu setzen.


Veränderungen kann man prinzipiell nur auf zwei Wegen durchsetzen: Friedlich gemeinsam mit der bestehenden Exekutive oder revolutionär gegen sie.

Ersteres setzt voraus, dass die Exekutive verbesserungsfähig und willig ist. Wenn sie das wäre, warum macht sie es nicht bereits besser?

Letzteres hingegen endet selten in dem, was man sich vorher ausgemalt hat weil die dabei entstehenden Fliegkräfte alles in Stücke reißen ;-)

Gruß

Bodo


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von pabstha am Montag, 27. Juni 2016 um 12:58
(Userinfo | Dem Autor schreiben)
Ich kann Bodo nur zustimmen und möchte noch einen Gedanken beisteuern


"Big is Bad”
In der jährlichen Umfrage an Bürger, wie sie mit ihrem Land und ihrer Regierung zufrieden sind resultiert immer das gleiche Ranking:
An oberster Stelle steht Finnland, gefolgt von den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz.
Kein großes Land regiert zur Zufriedenheit seiner Bürger!
Wenn im Bayrischen Wald die Porzellanindustrie vor die Hunde geht weiß man in Brüssel gar nicht wo das ist. Der Bay. Ministerpräsident war sofort vor Ort.

Gruß

Hanjörg


]


Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Kosmopolit (wcpa-deutschland@ok.de) am Montag, 27. Juni 2016 um 16:48
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://wcpa-deutschland.web-hostel.de/
Hallo Hanjörg,

solche Umfragen sind für die Füße. Gerade bei uns in Deutschland gehört es ja schon zum Guten Ton, an den „da oben“ rumzumeckern. Sicher ist oft Kritik angebracht, man kann es aber auch übertreiben. Das macht jeder ja gerne, wenn ihm mal was nicht in den Kram passt, selbst wenn die demokratische Mehrheit anderer Meinung ist. Schau dir mal das Heer der Stussprediger im Internet an! Früher musste jemand für so etwas Geld für Papier und Porto ausgeben oder sich der Gnade eines Leserbriefe-Redakteurs beim örtliche Käseblatt ergeben. Heute kann jeder Möchtegern für ein Appel und ein Ei Volksreden bei Youtube halten.

Eigentlich höre ich immer, dass sich Brüssel nicht in alles reinhängen soll. Was geht die EU die Porzellanindustrie im Bayerischen Wald an? Was hat denn da der Bayerische Ministerpräsident gemacht? Hat der sich ans Fließband gesetzt? Und was eine Weltregierung mit damit zu tun haben könnte, entzieht sich meiner Phantasie. Das Geschirr aus dem Bayerischen Wald ist nun wirklich keine globale Angelegenheit.

Gruß
Richard


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Donnerstag, 30. Juni 2016 um 11:55
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Nicht big oder small ist entscheidend, sondern die Qualität der politischen Arbeit.

Ob ein Staat in Frieden mit seinen Nachbarn lebt, wirtschaftlich prosperiert, seine Gesellschaft nach innen freundlich miteinander umgeht etc... das hängt nicht von der Größe ab, sondern von der Politik und den Bürgern.

Eine "Weltregierung" wäre eben nicht automatische eine gute Regierung.


]


Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Kosmopolit (wcpa-deutschland@ok.de) am Donnerstag, 30. Juni 2016 um 21:30
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://wcpa-deutschland.web-hostel.de/
Automatisch geht gar nichts. Man muss schon darauf hin arbeiten, dass eine Weltregierung eine gute Weltregierung wird, und zwar vorher und nicht hinterher. Das gilt übrigens für jede Art von Regierung.


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Donnerstag, 07. Juli 2016 um 10:56
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Das ist für mich völlig absurd. Wir kriegen keine gute Regierung auf nationaler Ebene hin, also machen wir eine internationale? Das ist doch noch viel schwieriger.


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Kosmopolit (wcpa-deutschland@ok.de) am Montag, 27. Juni 2016 um 16:32
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://wcpa-deutschland.web-hostel.de/
Hallo Bodo,

wer weiß denn, wie weit das Ziel noch entfernt ist? Es kann sehr schnell näher rücken, je nachdem wie rapid und dramatisch die zukünftigen Entwicklungen sein werden. Dass die Masse der Menschen über wenig Weitsicht verfügt, ist ja nicht neu. Da kann es ganz demokratisch wieder rückwärts gehen, wie man am Beispiel von England sehen kann. Davon sollten sich aber Leute mit Weitsicht nicht frustrieren lassen. Die Zukunft ist nun mal unaufhaltsam, mal ganz banal ausgedrückt. Da wird man irgendwann froh sein, wenn schon gewisse Dinge vorgedacht wurden und brauchbare Konzepte vorhanden sind.

Ich denke, dass die notwendigen Verbesserungen über die Weiterentwicklung der vorhandenen Strukturen erfolgen wird. Das Problem ist nur, dass die verantwortlichen Regierungen jeden gottverdammten Tag mit neuen Herausforderungen im Hier und Jetzt konfrontiert werden. Da kommt man gar nicht mehr so richtig dazu, längerfristige Perspektiven auszuarbeiten. Die Politik ist da permanent überfordert und im Zugzwang. Politiker sind auch nur Menschen. Dabei kann selbst mehr Demokratie durch kleingeistige Wählerschaften ganz bös bremsend wirken.

Deshalb ist es wichtig, dass es jetzt schon Menschen gibt, die an Zielen jenseits der Tagespolitik arbeiten. Das tun ja schon heute sehr viele (siehe NGOs), auch mit ihrem Streben nach Nachhaltigkeit. Mein spezielles Anliegen, und das der meisten politisch engagierte Weltbürger, ist es jenen klar zu machen, dass ihr ganzes Streben, ihre ganzen zwischenzeitlichen Teilerfolge, für die Katz sein werden, wenn es nicht gelingt das Erreichte zu sichern. Und da sind wir wieder bei der Utopie der Weltregierung, so unsympathisch sich das oberflächlich anhören mag.

Das schlimmste was nämlich passieren kann, ist eine Szenario, wo der Druck globaler Ereignisse so vehement wird, dass hektischer Aktionismus statt kühle Vernunft die dringend notwendigen Maßnahmen bestimmt. Da kann es zum dem kommen, was keiner will: Eine auf reine Gewalt gestützte Weltherrschaft. Das wird die Stunde der Revolutionäre und wir werden dann die Fortsetzung der Kriegsgeschichte durch Weltbürgerkriege haben. Die Chance so etwas zu verhindern und bessere Zukunftswege aufzuzeigen besteht jetzt.

Gruß
Richard


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Donnerstag, 30. Juni 2016 um 11:46
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Wie weit es tatsächlich entfernt ist, ist nicht der Punkt. Sondern wie weit es für uns weg zu sein scheint.

Ich kann morgen berufsunfähig, krebskrank und geschieden sein. Aber trotz dieser Möglichkeit mache ich heute keine konkreten Pläne in die Richtung.

Meine Einschätzung nach sind wir einer "Weltregierung" heute nicht näher als vor 20, 50 oder 100 Jahren. Daraus leite ich ab, dass sie nicht nahe ist.

In der Realität haben wir eher Zerstückellung: Denk mal an Jugoslawien, die Sowietunion oder den Brexit.


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Kosmopolit (wcpa-deutschland@ok.de) am Donnerstag, 30. Juni 2016 um 21:33
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://wcpa-deutschland.web-hostel.de/
Sollen Jugoslawien, die SU und der Brexit (noch nicht gegessen) als Vorbild dienen oder als Warnung? Wieso soll man sich eigentlich immer an der Dummheit der Menschen orientieren?


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Re: Globale Nachhaltigkeit durch Weltregierung (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Donnerstag, 07. Juli 2016 um 11:06
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Mir geht's nicht um Vorbild oder Warnung, richtig oder falsch oder dumm oder schlau.

Mir geht es darum, was ich beobachte: Die Welt rückt auseinander und nicht zusammen.


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