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© 2002 Bodo Kaelberer

Alte Artikel: Pressespiegel vom 21.01.
Verfasst am Montag, 21. Januar 2002 um 10:57 von Kunstguerilla
Freigegeben von Webmaster

Wahlkampf Bundestagswahl 2002 Kunstguerilla schreibt:

"Über den Wahlkampf hinweg werden im Pressespiegel hauptsächlich Nachrichten zum Bundestagswahlkampf 2002 präsentiert.
(Die Auswahl der Zitate erfolgt vollkommen subjektiv nach dem Ermessen des Autors.)


  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.: Vorsicht Kamera, Herr Stoiber

    Da Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sich erst in der heißen Phase des Wahlkampfes im Spätsommer auf zwei TV-Debatten mit dem Unionsherausforderer Edmund Stoiber (CSU) einlassen will, muss sich der Bayer zunächst mit virtuellen Duellen begnügen. Dass bereits da der "Showmaster der Politik" (Stoiber über Schröder) nicht so einfach in den Schatten zu stellen ist, konnte Stoiber am Sonntagabend bei "Sabine Christiansen" erfahren, wo er im direkten Gespräch allein zu Gast war. [...]

    Anders als in Bayern ist Stoiber nun in der Rolle des Herausforderers, des Angreifers. In der Talksendung kam er dabei nur selten zu klaren Attacken, oft verzettelte er sich im Spielaufbau. "Abstiegsland", "Sanierungsfall", "kranker Mann Europas". Seinen Krankenbericht zur deutschen Wirtschaft kennen wir nun. Dass es mit der Medizin denn doch etwas schwieriger wird, machten Stoibers Ausführungen klar- die im übrigen nicht so einfach zu transportieren sein werden.

    [...] Schröder habe sich dagegen nicht als "moderner, zukunftorientierter Kanzler" gezeigt, da er zum Beispiel die 100 Milliarden Mark aus der Versteigerung der UMTS-Erlöse nur genutzt habe, um die Schulden zu senken, nicht aber um Forschung und Investitionen in Deutschland Auftrieb zu geben. Bayern soll hier als Vorbild dienen, das unter Stoiber Privatisierungserlöse eben auf diese Weise eingesetzt hat.

    Aber genau das "Modell Bayern" sollte Stoiber im ARD-Talk madig gemacht werden. Trotz aller positiven Grunddaten, so eine Message, steige seit einigen Monaten die Arbeitslosigkeit in der Alpenrepublik deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt. Und eine Mehrheit der Bevölkerung glaube, so eine Umfrage, dass Stoiber das "Erfolgsmodell Bayern" kaum auf die ganze Republik übertragen könne. Stoiber in der Defensive?

    [...] Trotzdem wurde der Kompetenzkandidat seine Anspannung und Nervosität offensichtlich nie ganz los. Oft rang er nach den richtigen Worten. Nach einfachen Sätzen. Als es um die Arbeitslosigkeit in Bayern ging, sprach ein dermaßen in der Sache, in seine eigenen Argumente vertiefter Stoiber die Moderatorin Sabine Christiansen versehentlich mit "Frau Merkel" an. [...]

    [Quelle: FAZ]




  • Hannoversche Allgemeine, 21.01.: Auf Samtpfoten in die Mitte: Kandidat Stoiber gibt sich bei Sabine Christiansen diplomatisch

    Eines scheint der Kanzlerkandidat der Union in diesen Tagen unbedingt lernen zu wollen: sich zurückzunehmen, sich vorsichtig, fast diplomatisch auszudrücken und um Gottes Willen niemanden unfreundlich anzusprechen. Schon gar nicht den Bundeskanzler. Am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Sabine Christiansen" gab Edmund Stoiber erstmals öffentlich einen Vorgeschmack, wie er sich den Wahlkampf um die Bundestagswahl im September vorstellt: Freundlich im Ton, vorsichtig gegenüber sämtlichen Minderheiten, aber hart in den Fragen der Volkswirtschaft.

    Die Wahl wird in der politischen Mitte entschieden, diese Ansicht hat der Ministerpräsident von Bayern offensichtlich tief verinnerlicht. Sorgsam vermied der 61-Jährige in der einstündigen Sendung jede persönliche Schärfe gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder und wies sogar auf gemeinsame Projekte hin, die sie als Ministerpräsidenten vorangetrieben hätten. Diese Gemeinsamkeit führte der CSU-Vorsitzende allerdings nicht ohne Hintergedanken an: Beim Vergleich Bayern–Niedersachsen lässt es sich seiner Meinung nach genüßlich punkten. "Schröder kommt gut an", gestand Stoiber ein, um gleich nachzusetzen: "Aber die Bilanz in Niedersachsen war nicht so gut." Stoiber ging sogar soweit, die Sorgen von Schröders Nachfolger in Hannover zu formulieren: "Dem Gabriel geht es schlechter als seinen Vorgängern."

    [...] da sich Interviewerin Sabine Christiansen sehr zurückhielt, hatte Stoiber genügend Sendeminuten, um seine Sicht der Dinge in aller Ausführlichkeit darzustellen: Die rot-grüne Regierung habe durch die Steuerreform in erster Linie das Großkapital gestärkt. Kapitalgesellschaften würden von den jüngsten Änderungen profitieren, während vor allem der Mittelstand die Steuerlast zu tragen habe. Bert Rürup, Wirtschaftsprofessor und einer der so genannten fünf Weisen, wies zwar aus dem Publikum darauf hin, dass "die Steuerreform besser ist als ihr Ruf". Doch als einziger Gast in der Talkshow hatte Stoiber das letzte Wort, um noch einmal inhaltlich nachzusetzen.

    [...] Nur einmal gelang es Sabine Christiansen, ihren Gesprächspartner zu irritieren: als sie auf die steigenden Arbeitslosenzahlen in Bayern hinwies. Da sprach der CSU-Chef sie prompt versehentlich mit "Frau Merkel" an. Ist er nun ein Wolf im Schafspelz, wie Christiansen zur Eröffnung fragte? Eine Antwort gab diese Sendung nicht. Stoiber blieb in Deckung.

    [Quelle: Hannoversche Allgemeine]




  • Augsburger Allgemeine, 21.01.: Merkel warnt Union vor verfrühter Siegessicherheit

    Angesichts der vielversprechenden Umfrageergebnisse der vergangenen Tage tritt die CDU auf die Euphorie-Bremse. Nach Fraktionschef Friedrich Merz warnte am Wochenende auch die Parteivorsitzende Angela Merkel davor, überheblich zu werden und die Wechselstimmung in Deutschland zu überschätzen. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" rief Merkel die Union auf, angesichts der positiven Umfragen und der Aufbruchstimmung "nüchtern" zu bleiben. "Eine klare Wechselstimmung ist noch nicht erreicht."

    [...] Merkel sagte, es sei erst noch die Aufgabe von CDU/CSU, die Stimmung für eine Ablösung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) herzustellen. Das "gegenwärtig schlechte Meinungsklima für Schröder kann, muss aber nicht bis September in dieser Schärfe anhalten", betonte sie. Außerdem hätten jetzt einige "Interesse daran, uns hochzuschreiben, damit wir umso tiefer sinken, wenn auch wir vielleicht in schwerere See kommen".

    Der Fraktionsvorsitzende Merz warnte die Union ebenfalls vor zu großer Begeisterung nach der Kür des Kanzlerkandidaten Stoiber. "Die augenblickliche Euphorie kann auch gefährlich werden. Sie darf nicht den Blick darauf verstellen, dass die Bundestagswahl noch längst nicht gewonnen ist", sagte Merz der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). Die jüngsten Umfragewerte der Union von 40 oder 41 Prozent nannte Merz "künstlich erhöht" und "eine Momentaufnahme". [...]

    [Quelle: Augsburger Allgemeine]




  • Hamburger Abendblatt, 21.01.: Ex-DDR-Bürgerrechtler Schulz schlägt Ströbele

    Heute wollen Grüne Spitzenkandidaten für den Wahlkampf benennen

    Mit kämpferischen Reden beim kleinen Parteitag in Magdeburg und einer überraschenden Kandidatenkür in Berlin haben sich die Grünen auf den Bundestagswahlkampf eingestimmt. In der Hauptstadt kam der Ex-DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz am Sonnabend unerwartet hinter Verbraucherschutzministerin Renate Künast auf den als sicher geltenden zweiten Platz der Landesliste. Der Alt-Linke Christian Ströbele und die frühere Gesundheitsministerin Andrea Fischer fielen durch.

    Ströbeles Niederlage im eher links orientierten Berliner Landesverband galt als kleine Sensation. Der Bundestagsabgeordnete, der gegen den Bundeswehreinsatz im Anti-Terrorkampf gestimmt hatte, hatte für seine Nominierung mit dem Eintreten für Freiheit und Bürgerrechte sowie gegen Militäreinsätze gekämpft. Nach der Niederlage ließ er offen, ob er sich in Berlin-Kreuzberg um ein Direktmandat bemühen will. Die Wahl des Bürgerrechtlers Schulz wurde als Signal an die PDS gewertet. Vor allem im Osten der Stadt wollen sich die Grünen gegen sie profilieren. Heute will die Bundespartei das Spitzenpersonal für den Wahlkampf benennen. Entgegen dem Willen führender Grünen-Politiker im Bund verlangten die Berliner, neben Außenminister Joschka Fischer auch Künast als "Spitzenkandidatin" auszurufen. Nach Fischer Ansicht kann die Partei bei der Bundestagswahl acht Prozent erreichen. [...]

    [Quelle: Hamburger Abendblatt]




  • Bonner Generalanzeiger, 21.01.: Grüne stellen sich auf Wahlkampf ein - Schulz schlägt Ströbele

    Mit kämpferischen Reden beim kleinen Parteitag in Magdeburg und einer überraschenden Kandidatenkür in Berlin haben sich die Grünen auf den Bundestagswahlkampf eingestimmt. In der Hauptstadt kam der Ex-DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz am Samstag unerwartet hinter Verbraucherschutzministerin Renate Künast auf den als sicher geltenden zweiten Platz der Landesliste. Der Alt- Linke Christian Ströbele und die frühere Gesundheitsministerin Andrea Fischer fielen durch.

    [...] Beim Grünen-Länderrat in Magdeburg richteten vor allem die Parteichefs Fritz Kuhn und Claudia Roth scharfe Angriffe auf den Kanzlerkandidaten der Union, CSU-Chef Edmund Stoiber. Dieser werde für eine Polarisierung in Deutschland sorgen, "auch wenn er jetzt noch so viel Kreide frisst", sagte Kuhn. Roth meinte, es sei "die Herausforderung des Jahres", zu verhindern, dass es mit Stoiber "eine Rolle rückwärts zum Kohl'schen Mehltau" gebe. [...]

    [Quelle: Bonner Generalanzeiger]




  • tageszeitung, 21.01.: Das Aus für ein linkes Symbol

    Verlierer Hans-Christian Ströbele ist eine zentrale Figur der bundesdeutschen Protestgeschichte

    Frieder Otto Wolf, ehemals Europaabgeordneter, ist einer von denen, die einem bei einer Grünen-Versammlung als Oberlinke vorgestellt werden. Einer, der nicht klatscht, wenn eine Andrea Fischer sich um ein Bundestagsmandat bewirbt. Oder Werner Schulz am Mikro steht. Wolf klatscht erst, wenn ein Hans-Christian Ströbele nach vorne geht. Der Mann, der linke Grünenpolitik personifiziert. Der Friedenspolitiker. Der RAF-Verteidiger. Der taz-Mitgründer. Am späten Samstagnachmittag ging Wolf nach Hause und sagte, er wisse nicht, ob er noch Wahlkampf für die Grünen machen wird. Denn "der Christian" wird nicht mehr in den Bundestag kommen, der am 22. September gewählt wird. Zumindest nicht über die Landesliste der Berliner Grünen.

    Ströbele selbst sitzt erstarrt da nach der Entscheidung für Werner Schulz, mit Tränen in den Augen. Natürlich sei er enttäuscht, was sonst? Er nickt auf die Frage, ob das nun die Trendwende bei den Grünen ist. Wende wohin? Seine friedenspolitischen Positionen seien wohl nicht mehr gewünscht, zumindest nicht von einer Mehrheit im Landesverband. "Ich werde mich nicht ändern", sagt er dann, fast trotzig.

    [...] Er mag am Abend seiner Niederlage nicht sagen, ob er sich noch als Direktkandidat in seiner Hochburg Kreuzberg aufstellen lässt. 1994 fehlten ihm dort zum Direkterfolg nur knapp vier Prozentpunkte. Doch jetzt heißt der Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg und reicht weit über das grüne Kerngebiet in den roten Osten. Die Landesspitze sagt, sie werde mit ihm über die Kandidatur sprechen - und meint eigentlich, dass sie ihn bearbeiten wird. Sie braucht Ströbele, weil dem Landesverband sonst diejenigen wegzubrechen drohen, für die die grüne Partei Ströbele heißt, nicht Werner Schulz. Den Kreisverband sollte man mal lieber abhaken für den Wahlkampf, drohten schon Einzelne, mit Schulz könnten sie sich nicht auf die Straße trauen. Entscheiden will sich Ströbele heute, hieß es. Seine Kreuzberger Anhänger prophezeiten schon am Samstag: "Als Alibi stellt der sich nicht zur Verfügung."
    [Quelle: taz]




  • Stuttgarter Zeitung, 21.01.: Union verspricht Steuersenkung

    Die Union macht im Wahlkampf milliardenschwere Versprechen: Sie will im Falle eines Regierungswechsels die für 2005 anstehende Entlastungsstufe der rot-grünen Steuerreform auf 2003 vorziehen. Die Ökosteuer soll nicht abgeschafft, sondern nur die für kommendes Jahr vorgesehene weitere Erhöhung ausgesetzt werden, wie führende Politiker von CDU und CSU erklärten.

    Zur Gegenfinanzierung der Steuergeschenke deutete CDU-Chefin Angela Merkel eine kurzfristige Ausweitung der Staatsverschuldung an. Ihre steuerpolitischen Vorhaben wolle die Union in den ersten 100 Tagen nach dem angestrebten Wahlsieg beschließen, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

    [...] Bisher hatte die Union eine vollständige Abschaffung der Ökosteuer gefordert. Ihren Schwenk machte sie unmittelbar nach der Ernennung des CSU-Chefs Edmund Stoiber zum Kanzlerkandidaten. Die Ökosteuer wollten CDU und CSU in heutiger Höhe beibehalten, erklärte Merkel. Es sei nicht möglich, die Steuerreformstufe vorzuziehen und gleichzeitig weitere Steuern zu senken.

    Kritik äußerte die FDP. "Der bayerische Löwe brüllt und verliert sogleich sein Gebiss", sagte Vizevorsitzende Rainer Brüderle der "Bild am Sonntag" zu Stoibers Rückzieher. Die Ökosteuer müsse unbedingt zurückgeführt werden. Die FDP werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem nicht spürbare Steuersenkungen gefordert würden. SPD-Finanzexperte Joachim Poß sprach von Chaos. Stoiber sei wegen der Finanzlage von Ländern und Kommunen gegen das Vorziehen der Reformstufe 2005. Merkel wolle Steuersenkungen durch Schuldenmacherei. Poß verwies auf das Staatsdefizit, das knapp unter den Euro-Stabilitätskriterien liegt. [...]

    [Quelle: Stuttgarter Zeitung]




  • Kölner Rundschau, 21.01.: Stoiber attackiert rot-grüne Wirtschaftsbilanz

    Als katastrophal hat Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber die Wirtschaftspolitik der rot-grünen Bundesregierung attackiert.

    Vor allem sei es nicht akzeptabel, dass Deutschland im vergangenen Jahr nur ein Wachstum von unter einem Prozent, nämlich 0,6 Prozent, erzielt habe, sagte der CSU-Vorsitzende am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". Ebenso kritisierte er das Negativwachstum in Ostdeutschland und die Zahl von 4,3 Millionen Arbeitslosen.

    Stoiber verteidigte vor diesem Hintergrund den Vorschlag von CDU-Chefin Angela Merkel, im Falle eines Wahlsieges der Union zumindest Teile der Steuerreform von 2005 auf 2003 vorzuziehen. Es gehe darum, den Mittelstand zu stärken.

    Die Finanzierung sei allerdings sehr problematisch, zumal einer Ausweitung der ohnehin zu hohen Staatsverschuldung von derzeit 2,6 Prozent wegen der EU-Marke von maximal 3,0 Prozent Grenzen gesetzt seien. Stoiber bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Absicht, bis 2006 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. [...]

    [Quelle: Kölner Rundschau]




  • Sueddeutsche, 21.01.: Stoiber bekräftigt Einigungswillen bei Zuwanderung

    In der Debatte um die Zuwanderungspolitik hat Unions-Kanzlerkandidat und CSU-Chef Edmund Stoiber seinen Einigungswillen mit der Bundesregierung bekräftigt. Wenn die Regierung die Kernforderungen der Union akzeptiere, dann sehe er in einem Konsens kein Problem, sagte Stoiber am Sonntagabend in der ARD. Opposition und Regierung seien sich einig, dass ein Zuwanderungs-Begrenzungsgesetz auf den Weg gebracht werden müsse. Zugleich betonte er, dass er die Zuwanderungspolitik nicht in das Zentrum seiner Wahlkampagne stellen wolle. "Es geht nicht darum, ein Wahlkampfthema zu haben", sagte er bayerische Ministerpräsident.

    Stoiber nannte eine Reihe von Bedingungen, die die Regierung erfüllen müsse, damit eine einvernehmliche Regelung zu Stande kommen könne. So forderte er unter anderem, das Ziel der Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland im Gesetzentwurf festzuschreiben. Außerdem müsse das Nachzugsalter für ausländische Kinder stärker als bisher gesenkt werden. Der Entwurf von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) sieht vor, dass Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren ihren Eltern nach Deutschland nachfolgen können. [...]

    [Quelle: Sueddeutsche]




  • Münchner Merkur, 21.01.: Wahlkampf-Manager gesucht

    Viele Gerüchte - Maget: Stoiber nicht in linke [sic!] Ecke stellen

    Der Leiter des so genannten Stoiber-Teams und Wahlkampfmanager des Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber soll kommende Woche benannt werden. Das verlautete aus Unionskreisen.

    Die CSU dementierte Berichte über eine angebliche Favoritenstellung des CSU-Politikers Alfred Sauter für den Posten. "Es stimmt nicht", sagte ein Parteisprecher in München. Der ebenfalls für den Posten gehandelte bayerische Regierungssprecher Ulrich Wilhelm lehnte aus privaten Gründen ab.

    Wie es hieß, habe CDU-Chefin Angela Merkel verhindert, dass der hessische CDU-Politiker Franz Josef Jung Leiter des Teams werde. In Merkels Umgebung habe man argumentiert: "Da können wir ja gleich (Altkanzler) Helmut Kohl zum Wahlkampfmanager machen." Die CDU-Chefin habe befürchtet, dass Jung als Wahlkampfmanager neue Angriffsflächen geboten hätte. Jung war im Zuge der CDU-Spendenaffäre als Leiter der hessischen Staatskanzlei zurückgetreten.

    [...] Müntefering erhob erneut schwere Vorwürfe gegen Stoiber. Er wiederholte den Vorwurf an die Adresse des CSU-Chefs, mit seinen Äußerungen für "sozialen Unfrieden im Lande" zu sorgen. So habe Stoiber etwa die Betriebsverfassung und den Kündigungsschutz in kleinen Unternehmen in Frage gestellt.

    Der bayerische SPD-Fraktionschef Franz Maget riet seiner Partei unterdessen, Stoiber im Bundestagswahlkampf nicht in die rechte Ecke zu stellen: "Eine solche Strategie halte ich nicht für erfolgversprechend." Zur Begründung verwies Maget darauf, dass der CSU-Vorsitzende nach seiner Nominierung als Herausforderer von Bundeskanzler Gerhard Schröder einige politisch umstrittene Position aus dem rechtskonservativen Spektrum wie die strikte Ablehnung der sogenannten Homo-Ehe bereits aufgegeben habe. Im übrigen könne die Kanzlerkandidatur des Ministerpräsidenten der bayerischen SPD helfen, weil sie nicht nur dessen Freunde, sondern auch die der Sozialdemokraten an die Wahlurne bringe.

    In der CDU ist inzwischen Kritik am Verfahren zur Berufung des Kanzlerkandidaten der Union laut geworden. Wie der bayerische Ministerpräsident nominiert worden sei, habe "viel mit Demoskopie und weniger mit Demokratie zu tun", sagte die frühere Vorsitzende der Frauenunion und Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU). "Die Landesvorsitzenden der CDU haben ihr Votum öffentlich abgegeben, nicht in einem geregelten Verfahren." Für die Zukunft sollten CDU und CSU ein neues, "sauberes Verfahren" entwickeln, forderte Süssmuth.

    [Quelle: Münchner Merkur]




  • Frankfurter Rundschau, 21.01.: Schill: "CSU sieht in uns einen Partner"

    Die Schill-Partei wird nach Angaben ihres Gründers Ronald Schill von Teilen der CSU gedrängt, an der Bundestagswahl teilzunehmen. CSU-Generalsekretär Thomas Goppel dementierte dies.

    Der Hamburger Innensenator Schill sagte dem Magazin Focus: "Vor wenigen Tagen war ein hochrangiger CSU-Funktionär, dessen Name ich nicht nennen möchte, bei mir." Dieser habe berichtet, dass "große Teile der CSU" die Schill-Partei gerne als Partner sehen würden, um bei Wahlen Mehrheiten zu sichern. "Die CSU befürchtet, dass ein Bayer im Norden Akzeptanzprobleme haben könnte. Deswegen suchen sie eine Zusammenarbeit mit der Schill-Partei, die das konservative Wählerpotenzial gerade im Norden abschöpfen soll", sagte Schill. Die ablehnenden Äußerungen des Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber dürfe man nicht überbewerten. "Die SPD versucht derzeit, Stoiber in die rechte Ecke zu stellen. Da kann er sich jetzt doch nicht öffentlich zur Schill-Partei bekennen." Es sei aber Fakt, dass der CDU/CSU voraussichtlich ein Partner fehle, um die Bundesregierung unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder abzulösen.

    [...] Als "Wunschgemälde" bezeichnete CSU-Generalsekretär Goppel die Äußerungen Schills. "Herr Schill muss die Realitäten anerkennen. Es gibt kein Koalitionsangebot", sagte Goppel am Samstag in München. Stoiber hatte erst vor kurzem einer möglichen Kooperation mit der Schill-Partei ebenfalls eine Absage erteilt.

    Ob die Schill-Partei zur Bundestagswahl antritt, macht sie laut ihrem Gründer vom Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 21. April abhängig. Bei 20 Prozent oder mehr könne man sich nicht mehr entziehen. Dann gelte: "Wir wollen nicht nur ins Parlament, sondern an die Regierung."
    [Quelle: Frankfurter Rundschau]




  • Rheinische Post, 21.01.: Bundesbürger bekunden Herausforderer Respekt: Stoibers Siegchancen

    Zwei Drittel der Bundesbürger (67 Prozent) geben Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber eine realistische Chance, als Sieger aus dem Duell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder zu gehen. Ein knappes Viertel (24 Prozent) glaubt nicht an einen Triumph Stoibers bei der Bundestagswahl am 22. September. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschunginstituts "Infratest dimap" für "Welt am Sonntag".

    Die höchste Zustimmung erreicht der bayerische Ministerpräsident den Angaben zufolge bei den Arbeitslosen: 92 Prozent von ihnen trauen Stoiber den Wahlsieg zu, sechs Prozent räumen ihm keine Möglichkeiten ein. Bei den Rentnern erfahre Stoiber dagegen den geringsten Zuspruch. In dieser Gruppe meinten lediglich 62 Prozent, der CSU-Chef habe eine realistische Siegchance gegen Schröder, 20 Prozent hätten dies verneint. [...]

    [Quelle: Rheinische Post]


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