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Saddam soll gehängt werden - USA begrüssen Todesurteil
Verfasst am Sonntag, 05. November 2006 um 19:30 von Achim
Freigegeben von Master

Probleme & Lösungen der Gesellschaft Achim schreibt:

"Todesstrafe ist menschenverachtend, naturwidrig und zeugt von Primitivität.

Auch Täter wie Saddam Hussein sind Menschen, deren Verbrechen zwar nicht schlimmer sein könnten - aber dennoch bleiben sie Menschen, die auch als solche behandelt werden müssen. Es steht keiner Gesellschaft zu, diese Menschen als weniger wertvoll zu betrachten und sie aufgrund von Gesetzen in den Tod zu schicken. Alle Gesellschaften, die diese Form der Bestrafung immer noch als legitimes Mittel anerkennen und ausüben, haben diesen moralischen Sprung zur Menschwerdung noch nicht vollzogen und sind nicht besser als die Täter, die sie hinrichten wollen oder hinrichten lassen, denn Todesstrafe bedeutet ebenfalls Terror, Hass, Rache und blutige Vergeltung. Bei der Ermordung durch die Todesstrafe werden dem Menschen jegliche Verarbeitungsmöglichkeiten zum Besseren genommen. Durch das gewaltsame Auslöschen des Lebens wird lediglich der materielle Körper der/des Kriminellen vernichtet sowie das Bewusstsein aus der gegenwärtigen Zeit und Gesellschaft eliminiert. Ganz im Sinne der Scheinlebensweisheit "Aus den Augen aus dem Sinn". Die Schuld bleibt jedoch moralisch ungelöst und bis zu ihrer wirklichen Lösung eine drückende Last im Gedächtnis des Gewissens. Eine Aburteilung und Strafzuführung, wenn die Schuldbaren gefasst werden, sollen human, gerecht und angemessen sein (z.B. bei Mord eine lebenslange Verbannung unter Aufsicht und Belehrung), jedoch niemals durch den Tod geahndet werden. Der einzige Grund, warum ein Mensch einen anderen Menschen töten darf, ist zur Selbstverteidigung, um sein eigenes oder eines andern Menschen Leben in reiner Notwehr zu schützen."

 
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1 Kommentar
Grenze
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.
Re: Saddam soll gehängt werden - USA begrüssen Todesurteil (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2006@webkind.de) am Sonntag, 05. November 2006 um 19:42
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Mal vorneweg: Aus Gründen der Menschlichkeit bin ich gegen die
Todesstrafe. Aber mehrere Deiner Punkte finde ich trotzdem nicht
nachvollziehbar.

> Auch Täter wie Saddam Hussein sind Menschen, deren Verbrechen
> zwar nicht schlimmer sein könnten - aber dennoch bleiben sie
> Menschen, die auch als solche behandelt werden müssen.

Das würde heissen, dass jemanden lebenslänglich einzusperren eine
adäquate Form Menschen zu behandeln ist.


> Es steht keiner Gesellschaft zu, diese Menschen als weniger wertvoll
> zu betrachten und sie aufgrund von Gesetzen in den Tod zu schicken.

Wertvoll für wen oder was?


> Bei der Ermordung durch die Todesstrafe werden dem Menschen
> jegliche Verarbeitungsmöglichkeiten zum Besseren genommen.

Wobei im Fall des Todes auch keine Besserung notwendig ist. Da
ist man auf der sicheren Seite, dass es zu keiner Wiederholung der
Tat kommt.


> Durch das gewaltsame Auslöschen des Lebens wird lediglich der
> materielle Körper der/des Kriminellen vernichtet sowie das
> Bewusstsein aus der gegenwärtigen Zeit und Gesellschaft
> eliminiert. Ganz im Sinne der Scheinlebensweisheit "Aus den
> Augen aus dem Sinn".

Aus den Augen ist der lebenslang weggesperrte auch. Und selbst
wenn er doch wieder rauskommt, dann nicht damit die Gesellschaft
sich mit ihm beschäftigt.



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